DAX® - 15. Allzeithoch in 2026
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15. Allzeithoch in 2026
Die zwischenzeitlichen Kursgewinne musste der DAX® gestern im späten Handel wieder abgeben. Zuvor erreichte das Aktienbarometer allerdings erneut ein neues Rekordhoch (26.574 Punkte) – es war das 15. Allzeithoch in diesem Jahr. Obwohl der RSI den überkauften Bereich wieder verlassen hat – und damit ein temporäres Ausstiegssignal liefert –, dürften die deutschen Standardwerte heute einen erneuten Rallyversuch starten. Übergeordnet gilt weiterhin das aus dem „rounding bottom“ abgeleitete Kursziel von 27.000 Punkten plus. Nach Süden stellen dagegen das jüngste „swing low“ bei 26.246 Punkten eine erste Unterstützung dar. Wesentlich wichtiger sind allerdings die Nackenlinie des oben angeführten „rounding bottom“ (25.900 Punkte) sowie die bekannte Ausbruchszone des Jahres 2026 bei rund 25.500 Punkten. Zum Abschluss donnerstags noch ein Blick auf die Börsenstimmung. Die jüngste Sentimentumfrage der American Association of Individual Investors (AAII) zeigt im Vergleich zur Vorwoche einen nahezu unveränderten Bärenanteil (37,9 %) unter den US-Privatanlegern, während der Bullenanteil (34,7 %) leicht sank. Insgesamt halten sich beide Lager in etwa die Waage. Die Sentimentdaten stehen einer Fortsetzung des jüngsten Aufschwungs also nicht entgegen.
DAX® (Daily)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart DAX®
Quelle: LSEG, tradesignal²
Auf Mehrjahreshoch!
Die 10-jährige Rendite Deutschland musste mit 3,20 % tatsächlich den höchsten Monatsschlusskurs seit 2011 hinnehmen. Nachdem sich das Zinsbarometer in den letzten Monaten immer wieder mit der 3 %-Marke auseinandergesetzt hatte, ist damit auch die zuvor etablierte Schiebezone zwischen 2 % auf der Unterseite und 3 % auf der Oberseite nach oben aufgelöst. Der vielfach diskutierte „ultimative Deckel“ ist also endgültig nach oben aufgelöst (siehe u. a. „HSBC Daily Trading“ vom 29. Juli). Übergeordnet besteht damit die Gefahr, dass nach dem dynamischen Zinsanstieg von 2021 bis 2023 und der darauffolgenden Konsolidierung der zugrundeliegende Basisaufwärtstrend nun wieder Fahrt aufnimmt. Aus der Höhe der o. g. Schiebezone ergibt sich ein langfristiges Kursziel von „4 % plus“. Auf dem Weg in diese Region markieren die Hochs von 2011 und 2009 bei 3,51 % bzw. 3,75 % nennenswerte Etappenziele. Auf der Unterseite fungiert neben den Ausbruchsmarken bei 3,02/2,94 % vor allem die Kumulationszone aus der 38-Monats-Linie und dem Abwärtstrend seit den 1990er-Jahren (akt. bei 2,59/2,54 %) als wichtiger Rückzugsbereich.
10-jährige Rendite Deutschland (Monthly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart 10-jährige Rendite Deutschland
Quelle: LSEG, tradesignal²
Vor neuem Bewegungsimpuls?
Die Siemens Energy-Aktie ist derzeit ein hochspannender Tradingkandidat, denn in dem Titel staut sich derzeit Bewegungspotenzial auf. Festmachen lässt sich diese These an den letzten Wochenkerzen. Hier steht eine ganze Batterie an Kerzen mit kleinen Körpern zu Buche. Diese Bewegungsarmut war in der Vergangenheit oftmals der ideale Nährboden für einen neuen, dynamischen Vola-Impuls. Und zwar dann, wenn entweder die Marke von 140 EUR nachhaltig unterschritten wird oder aber die jüngsten Wochenhochs bei 160 EUR überwunden werden. Im ersten Fall wird eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation mit einem kalkulatorischen Abschlagspotenzial von gut 50 EUR vervollständigt. Eine positive Weichenstellung würde der jüngsten Verschnaufpause andererseits den Charakter einer Korrekturflagge verleihen. Vor diesem Hintergrund wäre ein Flaggenausbruch (obere Begrenzung akt. bei 165,79 EUR) eine weitere „bullishe“ Bestätigung. Im Erfolgsfall rückt das bisherige Rekordhoch bei 191,66 EUR wieder in den Fokus. Unter dem Strich hat sich die Siemens Energy-Aktie in die klassische „make or break“-Situation hineinmanövriert.
Siemens Energy (Weekly)
Quelle: LSEG, tradesignal² / 5-Jahreschart im Anhang
5-Jahreschart Siemens Energy
Quelle: LSEG, tradesignal²
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