Analyse
14:00 Uhr, 15.05.2026

Darum wirst Du NIE MULTIBAGGER im Depot haben

Viele wünschen sich Multibagger im Depot. Selbst in der jüngsten Vergangenheit war das mit vielen Ideen von mir möglich. Aber die wenigste werden solche Werte weiterhin im Depot halten, geschweige denn überhaupt bis zu den ersten 100% gehalten haben

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: US78378X1072Kopiert
    Kursstand: 7.365,12 Pkt (Cboe) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • S&P 500 - WKN: A0AET0 - ISIN: US78378X1072 - Kurs: 7.365,12 Pkt (Cboe)

Warum Multibagger psychologisch so schwer auszuhalten sind

Viele wünschen sich Aktien wie Lumentum, AAOI, Sandisk, Micron, Sk Hynix, Samsung …, die sich vervielfachen.

In der Theorie klingt das einfach. Man liest bspw. eine Analyse von mir, man kauft die Aktie, hält sie über Jahre und lässt den Zinseszinseffekt arbeiten. In der Praxis läuft aber genau dieser Prozess nicht so. Denn ein Multibagger steigt nicht geradlinig. Er schwankt stark und zwingt Dich immer wieder dazu, zwischen fundamentaler Entwicklung und Depotpsychologie zu unterscheiden. Kein Wunder, dass ich direkt Fragen bekomme, wie „Was ist mit Aktie xyz los?“. Die Aktie hat sich vervielfacht und fällt an einem Tag mal 10%.

Erst gestern wieder passiert. Micron, Hynix, Samsung, Lumentum & Co haben sich vervielfacht. Reminder: am Montag haben diese Werte noch 15% und mehr zugelegt. Am Dienstag ging es zwischenzeitlich 15% runter. Direkt kam die Frage erneut auf. By the way, diese Fragen bekam ich schon vor 200% und mehr 😄 Wieso kommen solche Fragen nur dann? Hier die Erklärung.

Compounding Effekt

Der entscheidende Punkt liegt im Compounding.

Sobald eine Position deutlich im Plus liegt, verändert sich die Wahrnehmung jeder Kursbewegung. Eine Aktie, die bereits 200 oder 300 % im Depot vorne liegt, reagiert im Depot nicht mehr wie eine normale Position. Ein Tagesverlust von 1 oder 5 % betrifft dann nicht mehr nur den ursprünglichen Einsatz, sondern den inzwischen deutlich größeren Depotwert.

AktienPuls360 bekommt ab sofort eine klarere Struktur

Mit dem Update wird das Angebot in drei spezialisierte Depots aufgeteilt. Neu hinzu kommt ein zweites Depot von mir, damit kurzfristige Einzelaktien-Trades künftig getrennt von meinen langfristigen Investments umgesetzt werden können. In der derzeitigen Marktlage läuft das kurzfristige Trading hervorragend. Seit Juni 2025 sind es 187 % - das kann ich nun endlich auch abbilden. Im Gegenzug wird das bisherige Gemeinschaftsdepot „360 Top Picks“ eingestellt.

Künftig gibt es damit mein kurzfristiges Depot für taktische Aktien-Trades, mein langfristiges Depot mit fundamentalem Fokus und monatlicher Einzahlung von 1.000 Euro sowie Roccos Depot mit klarem Fokus auf chartbasierte Trades.

Zusätzlich führt das Update eine neue Empfehlungsliste ein. Setups, die noch nicht im Depot liegen, werden nun zentral an einem Ort gesammelt. Auch die Analysen werden neu gegliedert. Unter „Beiträge“ gibt es ab sofort getrennte Reiter für Chartanalysen und Fundamentalanalysen. Die ersten Trades im neuen Depot wurden bereits getätigt.

Weniger Puls, mehr Klarheit & Weitsicht an der Börse. Mehr Struktur, weniger Bauch, 2026 so richtig mit dem Traden & Investieren beginnen! Wir helfen dir dabei. Mit uns bist Du immer am Puls der Märkte.

👉 AktienPuls360, jetzt für maximal 2,58 EUR am Tag testen und den Content von Valentin und Rocco "genüßlich" aufsaugen.

Die letzten Trades?

stock3 Terminal

Ein einfaches Beispiel macht das greifbar

Anleger A steigt heute mit 1.000 Euro neu in eine Aktie ein. Die Aktie fällt am selben Tag um 1 %. Sein Depotwert sinkt um 10 Euro. Das ist ärgerlich, aber psychologisch meist gut auszuhalten.

Anleger B hält dieselbe Aktie schon länger und liegt bereits 200 % im Plus. Aus seinen ursprünglich 1.000 Euro sind 3.000 Euro geworden. Fällt die Aktie nun ebenfalls um 1 %, verliert er an diesem Tag 30 Euro Depotwert. Basierend auf seinem initialen Einstieg entspricht die Bewegung dem Dreifach. Nicht 1% auf 1.000 Euro, sondern 3% auf 1.000 Euro. Und der Effekt wird krasser, je höher Eure Performance.

Der Kursrückgang ist für beide Anleger identisch. Die emotionale Wirkung ist es nicht. Für den Neueinsteiger bedeutet der Rückgang 10 Euro Verlust. Für den langfristigen Gewinner bedeutet derselbe Rückgang 30 Euro weniger Buchgewinn.

Genau hier entsteht der psychologische Unterschied

Anleger B hat zwar weiterhin 2.000 Euro Gewinn im Depot, aber er spürt die Schwankung auf einer viel größeren Kapitalbasis. Bei 5 % Tagesverlust wären es beim Neueinsteiger 50 Euro, beim Anleger mit 200 % Buchgewinn bereits 150 Euro. Die Aktie bewegt sich prozentual gleich, aber der absolute Effekt im Depot fällt völlig unterschiedlich aus.

Viele unterschätzen den Mechanismus MASSIV

Sie wünschen sich Multibagger, denken aber nicht daran, dass mit jedem weiteren Gewinn auch die absoluten Schwankungen größer werden. Compounding verstärkt nicht nur den langfristigen Vermögensaufbau. Es verstärkt auch die emotionale Wahrnehmung jeder Korrektur.

Das führt zu einem typischen Denkfehler. Anleger vergleichen die aktuelle Tagesbewegung oft noch mit ihrem ursprünglichen Einsatz. Mathematisch bewegt sich die Position aber längst auf einer neuen Basis. Wer 200 % im Plus liegt, hat nicht mehr eine 1.000-Euro-Position im Depot, sondern eine 3.000-Euro-Position. Jede Bewegung wirkt deshalb dreimal so stark auf den Depotwert wie am Anfang.

Und gerade deshalb sind große Gewinner schwer zu halten

Man sieht nicht nur den Kursrückgang. Man sieht den Rückgang auf bereits erzielte Gewinne. Plötzlich entsteht das Gefühl, etwas zu verlieren, obwohl die Position langfristig weiterhin stark im Plus liegt. Diese mentale Verschiebung trennt theoretisches Langfristdenken von echter Praxis.

Fazit

Wer solche Aktien halten will, muss akzeptieren, dass größere absolute Schwankungen Teil des Prozesses sind. Eine Aktie kann langfristig stark performen und trotzdem regelmäßig korrigieren. Das widerspricht sich nicht. Es gehört zu langfristigen Renditen.

Entscheidend ist nicht die Schwankung, sondern ob sich die fundamentale Ausgangslage verändert hat. Wächst das Unternehmen weiter? Bleibt die Marktposition intakt? Entwickeln sich Umsatz, Margen, Cashflows oder operative Kennzahlen im erwarteten Rahmen?

Nur diese Fragen helfen, zwischen normaler Volatilität und einem echten Investmentproblem zu unterscheiden.

Compounding ist deshalb nicht nur ein Renditekonzept, sondern auch ein Verhaltenstest. Langfristige Gewinner entstehen nicht nur durch gute Aktienauswahl. Sie entstehen auch dadurch, dass Anleger Rücksetzer aushalten, sauber einordnen und nicht jeden kurzfristigen Verlust auf bereits erzielte Gewinne mit einem fundamentalen Problem verwechseln.


Viel Erfolg wünscht Dir Valentin

Mein Einordnungen zu Einzelaktien, Indizes, Chart, Fundamental?

👉 AktienPuls360, jetzt für maximal 2,58 EUR am Tag testen

1 Monat kostenlos AktienPlus + Bonusguthaben (aktuell 50 EUR)

Mit einem justTrade Depot kannst Du Aktien- & ETF-Trades optimal direkt über stock3 abbilden.

  • Die nahtlose Einbindung erlaubt es dir, deine Analysen ohne den Umweg über andere Apps direkt aus dem Chart heraus in Trades umzuwandeln.
  • Dabei profitierst Du 0 € Orderprovision (zzgl. 1 € Fremdkosten bei Aktien/ETFs).
  • Ein echtes Highlight ist die Auswahl zwischen drei Börsenplätzen, wodurch du dir per „Quote-Request“ stets den günstigsten Kurs sicherst.
  • Von über 10.000 Aktien bis hin zu echten Kryptowährungen hast Du die volle Vielfalt eines Top-Brokers direkt in deinem gewohnten Analyse-Terminal oder App zur Hand.
  • Dies beendet das lästige Interface-Hopping und liefert Dir die nötige Geschwindigkeit, um in volatilen Phasen den entscheidenden Klick voraus zu sein.

👉 Jetzt Depot eröffnen

justTrade.com (Werbung)

Passende Produkte

WKN Long/Short KO Hebel Laufzeit Bid Ask
Keine Ergebnisse gefunden
Zur Produktsuche

3 Kommentare

Du willst kommentieren?

Die Kommentarfunktion auf stock3 ist Nutzerinnen und Nutzern mit einem unserer Abonnements vorbehalten.

  • für freie Beiträge: beliebiges Abonnement von stock3
  • für stock3 Plus-Beiträge: stock3 Plus-Abonnement
Zum Store Jetzt einloggen
  • -209-
    -209-

    @okont - vollkommen richtig was du schreibst. Was soll man denn aus diesem arg kurz greifenden Artikel lernen ? Charttechnisch völlig überhitze Werte einfach immer weiter zu 100 % halten?? Und wenn ja, welche? Sind wir hier in Wahrheit im buy-and-hold Segment gelandet oder das soll ein Tip zum Traden sein?

    14:34 Uhr, 15.05.
    1 Antwort anzeigen
  • okont
    okont

    Hallo Valentin, ich denke nicht, daß die prozentual größere Schwankung das Problem ist, m. E. liegt der Punkt auf einer anderen Ebene. Niemand kann wissen, ob es ein Tenbagger wird. Oder ob nicht nach Verdrei- oder Vervierfachung einfach Schluß ist. Nimm mal eine Zoom - die war ( fast ) ein Tenbagger und ist jetzt nur noch ein Schatten ihrer selbst. Schlagartig endetet der Weg zur Verzehnfachung, der Trend drehte und im Ergebniss hat sie 90% ihres Wertes verloren. Und niemand konnte mit Sicherheit sagen, ob die Rücksetzer Rücksetzer bleiben. Und niemad möchte in diese Situation mit seiner Aktie kommen. Und so verbirgt sich hinter der Frage " was ist los " eigentlich die Frage " ist der Trend jetzt zu Ende ? "

    14:14 Uhr, 15.05.