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21:29 Uhr, 22.09.2026

Darüber spricht der Markt: Wie belastbar ist die KI-getriebene Rekordrally?

Optimisten sehen in Nasdaq-Rekorden und breiter Marktrally ein tragfähiges Fundament, Skeptiker verweisen auf 30 neue Tiefs gegen nur wenige neue Hochs.

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Trägt die Marktbreite die Rekordrally bei Nasdaq und Mag-7?

Das heutige Rekordhoch des Nasdaq und der erste bestätigte Rekordschluss seit Juni bestärken die Optimisten. Für sie übernimmt der Index wieder die Führung. In ihrer Lesart kehrt Kapital nicht nur zu einzelnen Schwergewichten zurück, sondern auch zu Halbleitern, KI-Anbietern und Softwareunternehmen. Das eröffnet aus ihrer Sicht weiteren Einzelwerten die Chance, nachzuziehen.

Beim S&P 500 spricht für die Bullen vor allem die sektorübergreifende Rally für einen tragfähigen Aufschwung. Sie sehen darin mehr als eine Rotation zwischen wenigen Branchen. Schon am Vortag hatte der Index kräftig zugelegt. Die stärkere Nachfrage nach Kaufoptionen deutet für dieses Lager darauf hin, dass Anleger steigenden Kursen zunehmend hinterherlaufen.

Den Skeptikern reicht die Marktbreite dagegen nicht aus. Sie verweisen auf 30 neue Tiefs gegenüber lediglich fünf bis sieben neuen Hochs und sehen den Ausbruch noch nicht bestätigt. Technisch achten sie zunächst auf die Unterstützung bei 7.100 Punkten. Hinzu kommen die Marken bei 7.700 Punkten, 7.750 Punkten und 7.800 Punkten. Ohne bestätigten Durchbruch über die letzte Marke bleibt für sie offen, ob die Rekordrally tatsächlich trägt.

Gerade die Konzentration auf wenige Schwergewichte ist für die Skeptiker das Problem. Sollten die KI-Investitionen gekürzt werden, könnte sich die Nachrichtenlage verschlechtern und die Rally empfindlich treffen.

Rechtfertigt KI-Adoption höhere Bewertungen bei Meta und Tencent?

Bei Meta Platforms rücken die Optimisten die tatsächliche Nutzung stärker in den Vordergrund als die KI-Fähigkeiten. Sie verweisen auf den Spitzenplatz des KI-Produkts im App Store und darauf, dass Muse in den ersten zwölf Tagen mehr Downloads erreicht habe als ChatGPT. Hinzu komme die breite Nutzung über WhatsApp und Facebook. KI ist für sie damit nicht länger nur ein Investitionsversprechen, sondern erreicht bereits ein großes Publikum.

Diese Einschätzung schlägt sich auch in der Bewertung nieder. Eine Stimme spricht von angehobenen Gewinnschätzungen und höheren Bewertungsmultiplikatoren: Statt zuvor des 20-Fachen werde nun das 25-Fache des Gewinns angesetzt. Technisch stehen die Unterstützung bei 660 USD sowie die Widerstände bei 760 USD und 785 USD im Blick. Ein Schlusskurs über dem ersten Widerstand würde den Optimisten zufolge einen erneuten Test der Hochs im weiteren Wochenverlauf ermöglichen.

Für die Skeptiker sind Nutzung und Ertrag dagegen klar zu trennen. Bank of America erwartet, dass Werbung, Abonnements und Provisionen vor 2028 kaum nennenswert zur Monetarisierung beitragen. Aus dem skeptischen Lager kommt zudem der Einwand, Metas Grundlagenmodelle hinkten OpenAI und Anthropic hinterher. Hohe Reichweite allein rechtfertige deshalb noch keinen höheren Gewinnmultiplikator.

Auch die Befürworter einer Neubewertung von Tencent setzen auf die Verbreitung von KI im bestehenden Produktangebot. Ihr Argument ist die heute vorgestellte neue Bild-KI, die in mehrere Produkte integriert werden soll. Besonders WeChat soll davon profitieren.

Branchenweit warnen Skeptiker allerdings vor möglichen Sicherheitsproblemen. Sie verweisen auf das Risiko unbeabsichtigter Schäden durch Hacking oder Cybervorfälle, wenn KI breiter eingesetzt wird.

Taugen KI-Infrastrukturwerte als Alternative zu den Mag-7?

Die Anhänger der Infrastrukturwerte setzen auf einen anderen Zugang zum KI-Boom: Ins Depot sollen nicht die Unternehmen, die große Summen ausgeben, sondern diejenigen, denen diese Ausgaben zugutekommen. Taiwan Semiconductor Manufacturing (ADR) gilt ihnen dabei als Kernposition. Die Aktie legt heute 1,4 % zu. Die Befürworter verweisen auf die Rolle des Unternehmens als Nutznießer anhaltender KI-Investitionen und wollen bei Kursschwäche gezielt nachkaufen.

Aus technischer Sicht sehen die Optimisten ihre Einschätzung inzwischen zusätzlich bestätigt. Mehrere Infrastrukturwerte seien nach ihren Korrekturphasen ausgebrochen, zugleich kehre Kapital in Halbleiter und Speicherchips zurück. Nach einer rund 45-tägigen Ruhephase sei der Bereich wieder gefragt. Hält die Dynamik an, rechnen sie mit weiteren Rekordhochs im Sektor, die auch den Gesamtmarkt stützen könnten. Damit erweitert sich für sie die Auswahl jenseits der bekannten Plattformkonzerne.

Ob daraus eine verlässlichere Alternative entsteht, bezweifeln die Skeptiker allerdings. Sie erinnern an Rückgänge von mehr als 20 % trotz guter Nachrichten. Zuvor hätten sich zu viele Anleger auf den Sektor konzentriert, die Kurse seien nach oben überschossen. Aus ihrer Sicht eignen sich solche Aktien eher für zeitlich begrenzte Engagements. Auf eine neue, dauerhafte Marktführerschaft wollen sie nicht setzen.

Bei Taiwan Semiconductor verweist das vorsichtige Lager auf die schon länger bestehenden Rückschlagrisiken nach dem steilen Anstieg seit 2022. Hinzu kommt der Taiwan-China-Konflikt. Auch wer von den KI-Ausgaben profitiert, bleibt aus Sicht dieser Anleger dem politischen Risiko und der Gefahr einer deutlichen Kurskorrektur ausgesetzt.

Ist Bitcoins Erholung trotz Zinserhöhung belastbar?

Die Befürworter von Bitcoin werten die Erholung der vergangenen Wochen als Zeichen gewachsener Widerstandskraft. Die Kryptowährung habe sich trotz einer Fed-Zinserhöhung und des gescheiterten Clarity Act behauptet. Darin sehen sie die Bestätigung eines dauerhaft etablierten Ökosystems, nicht bloß eine vorübergehende Gegenbewegung. Ihre Einschätzung bezieht sich ausdrücklich auf den mehrwöchigen Verlauf. Im heutigen Handel gibt Bitcoin dagegen leicht nach.

Für Bitcoin sprechen aus Sicht der Befürworter außerdem das zunehmende institutionelle Interesse und mehr On-Chain-Aktivität. Die Kryptowährung könne das Rendite-Risiko-Profil eines diversifizierten Portfolios verbessern. Fehlende laufende Erträge sind für diese Anleger kein Ausschlusskriterium: Auch Gold und Kunst würden als legitime Anlageklassen gehalten, obwohl sie keine Cashflows erzeugen. Der Vergleich soll vor allem erklären, warum die Nachfrage auch ohne laufende Ausschüttungen Bestand haben kann.

Genau diese fehlenden Cashflows erschweren nach Ansicht der Skeptiker jedoch die Bewertung. Eine Stimme beziffert die Volatilität zudem auf rund 50 %. Die extremen Renditen der Jahre 2009 bis 2021 ließen sich nicht wiederholen; der gescheiterte Clarity Act bleibe ein Unsicherheitsfaktor. Technisch stehen die Unterstützungen bei 85.000 USD und 75.000 bis 77.000 USD sowie der Widerstand bei 100.000 USD im Blick.

Die Bullen knüpfen ihre weitere Zuversicht an eine klare Bedingung: Ein Wochenschluss oberhalb der ersten Unterstützung würde für sie ein starkes Jahresende signalisieren. Dann halten sie auch einen Durchbruch über 100.000 USD für möglich.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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