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21:18 Uhr, 07.08.2026

Darüber spricht der Markt: KI-Boom trifft auf Zweifel an der Substanz

Cloudflare springt nach starken Zahlen um 17 Prozent, doch eine PEG-Ratio von 5 nährt Zweifel: Trägt das Wachstum solche Bewertungen wirklich?

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Rechtfertigt die KI-Rally teure SaaS- und Cloud-Aktien noch?

Für die Optimisten ist die Sache klar: Wachstum und Positionierung rechtfertigen die Bewertung. Cloudflare legte im Quartal um 36 % beim Umsatz zu, der Gewinn je Aktie lag über den Erwartungen, und der Kurs sprang heute um 17 % nach oben – getrieben von der Erzählung, das Unternehmen sei die zentrale Durchgangsstation für den Datenverkehr KI-gesteuerter Agenten. Wells Fargo sieht das Kursziel bei 380 USD, UBS bei 350 USD, Goldman Sachs bei 389 USD. Die Skeptiker halten dagegen eine PEG-Ratio von 5 und eine negative EBITDA-Marge von -1,5 % entgegen: Die Bewertung laufe der Profitabilität weit voraus.

Ähnlich das Bild bei Snowflake: 28 % Umsatzwachstum, 50 % EBITDA-Wachstum, die Aktie notiert über ihrem 5- und 21-Tage-EMA. Doch der RSI gilt als überkauft, die operative GAAP-Marge liegt bei -22 %, und auch hier wird eine PEG-Ratio von 5,25 als Warnsignal gelesen. Als technische Marken gelten Unterstützungen bei 322 USD und 292 USD sowie ein Widerstand bei 331,40 USD. Ob die Bullen recht behalten, zeigt sich daran, ob Snowflake diesen Widerstand nachhaltig überwindet oder daran abprallt – und ob Cloudflare seine Kursziele in den kommenden Wochen bestätigt.

Treiben schwache US-Jobdaten die Rekordindizes zu Recht an?

Die Bullen argumentieren mit der Kombination aus schwächeren Arbeitsmarktdaten und einer außergewöhnlich starken Berichtssaison. Der S&P 500 verharrte elf Wochen nahe der Marke von 7.500 Punkten, ohne nennenswert zurückzufallen, während das Gewinnwachstum im hohen 20er-Prozentbereich lag – für viele ein Beleg dafür, dass die Rally fundamental unterfüttert ist. Als technische Marken gelten die Unterstützung bei 7.500 Punkten und darunter bei 7.100 Punkten.

Die Skeptiker verweisen darauf, dass viele Sell-Side-Kursziele zu Jahresbeginn noch im Bereich von 6.000 Punkten lagen – die Latte für die kommenden Quartale liegt damit deutlich höher. Zudem bleibt unter der scheinbar ruhigen Indexoberfläche eine hohe Streuung zwischen den Einzelwerten bestehen. Der eigentliche Streitpunkt liegt aber woanders: Verschiebt sich der Fokus der Fed nun tatsächlich zurück auf die Inflation? Den Test liefern der CPI-Bericht der kommenden Woche und die Rede in Jackson Hole – beide gelten als nächste Signalgeber für die Zinserwartungen.

Bestätigen Big-Tech-Zahlen den KI-Boom oder verschleiern sie Risiken?

Für die Optimisten liefern Amazon und Microsoft den Beweis, dass KI bereits Geld verdient. AWS wuchs mit über 30 % so schnell wie seit 18 Quartalen nicht mehr, das Management zeigt sich zuversichtlich bei Capex und Kapitalrendite, und die Amortisation der KI-Investitionen soll in weniger als drei Jahren erfolgen. Microsoft wiederum verzeichnete 14 % Umsatzwachstum, angetrieben von Copilot und Microsoft 365, begleitet von Aktienrückkäufen und starkem Cashflow.

Die Skeptiker halten dagegen, dass solche Zahlen das durchschnittliche Gewinnwachstum der Indizes nach oben verzerren, ohne dass die Konzerne ihre KI-Umsätze separat ausweisen – Transparenz sieht anders aus. Zusätzliche Nahrung erhält die Skepsis durch Meta: Ein Gericht in New Mexico verurteilte den Konzern zu einer Zahlung von über 500 Mio. USD in einen Fonds für psychische Gesundheit und verhängte eine Strafe von über 560 Mio. USD wegen Verstößen gegen den Jugendschutz; hinzu kommen bereits gezahlte 375 Mio. USD Zivilstrafe. Die Aktie legte trotzdem um rund 1 % zu, weil die Strafe geringer ausfiel als befürchtet – doch in Kalifornien steht bereits der nächste Prozess an, in dem Meta vorgeworfen wird, seine Plattform gezielt so gestaltet zu haben, dass sie Kinder abhängig macht. Ob der KI-Boom diese regulatorischen Kosten überkompensiert, dürfte sich im kommenden Verfahren zeigen.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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