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06:04 Uhr, 30.07.2026

Earnings-Update: Lam Research springt – Meta verfehlt Umsatzerwartungen deutlich

Im nachbörslichen US-Handel am Mittwoch dominieren zwei gegensätzliche Muster: Lam Research und MGM Resorts International übertreffen die Analystenschätzungen bei …

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Im nachbörslichen US-Handel am Mittwoch dominieren zwei gegensätzliche Muster: Lam Research und MGM Resorts International übertreffen die Analystenschätzungen bei Umsatz und bereinigtem EPS, während Meta Platforms mit einem deutlich unter dem Konsens liegenden Quartalsumsatz enttäuscht. Als roter Faden zieht sich das Thema KI-Investitionen und deren Kosten durch die Zahlen, von Lams starker Nachfrage nach Chip-Equipment bis zu Metas kräftig angehobenem Capex-Ausblick. Der Abend zeigt damit, wie unterschiedlich die Anleger einzelne Profiteure und Kostenträger des KI-Booms derzeit bewerten.

Über den Erwartungen

MGM Resorts International (MGM): MGM Resorts erzielt im zweiten Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 4,50 Mrd. USD und übertrifft damit die Schätzung von 4,42 Mrd. USD; das bereinigte EPS von 0,59 USD liegt knapp über dem Konsens von 0,56 USD, allerdings deutlich unter den 0,79 USD des Vorjahresquartals. Das Consolidated Adjusted EBITDA fiel gegenüber dem Vorjahr von 648 Mio. USD auf 610 Mio. USD.

Wesentliche Aussagen aus dem Earnings-Call:

  • Das Gruppengeschäft in Las Vegas entwickelt sich zum strukturellen Wachstumstreiber: Der Anteil von Convention- und Gruppenreservierungen am Zimmermix lag im zweiten Quartal bei 20 % und soll auch für das Gesamtjahr auf diesem Niveau bleiben – dabei wurden historische Bestwerte bei Convention-ADR sowie Catering- und Banketterlösen erzielt, was die anhaltend starke Nachfrage von Technologieunternehmen und B2B-Veranstaltungen widerspiegelt.
  • Das All-Inclusive-Paket für Luxor und Excalibur stabilisiert die Auslastung und erweitert die Kundenbasis: Über 30.000 Zimmernächte wurden gebucht, rund die Hälfte der Buchenden sind Erstbesucher von MGM – eine für das Management überraschend hohe Quote –, und das Paket erweist sich laut Management mit attraktivem Margenprofil als akquisitorisch rentabel.
  • Die Erholung in Macau nach der WM-bedingten Delle vollzieht sich rascher als erwartet, doch im Las Vegas-Kerngeschäft räumt das Management offen ein, dass Umsatzwachstum zwar gesichert ist, das EBITDA-Wachstum aber noch vor Herausforderungen steht – u. a. durch anhaltende Schwäche im unteren Preissegment und rund 3,5 Millionen fehlende Besucher gegenüber dem historischen Höchststand.

Fazit: Das Umsatzwachstum durch das Las Vegas Strip-Segment und MGM Digital ist erfreulich, doch der spürbare Rückgang beim bereinigten EPS und EBITDA gegenüber dem Vorjahr zeigt, dass Kostendruck und operative Herausforderungen die Ertragsdynamik bremsen. Solange rund 3,5 Mio. Besucher gegenüber dem historischen Höchststand fehlen und das EBITDA-Wachstum im Kernmarkt Las Vegas noch vor Hürden steht – besonders im unteren Preissegment –, bleibt die Ergebnisstärke trotz Rekordumsatz überschaubar.

Lam Research (LRCX): Lam Research meldet für das Juniquartal 2026 einen Rekord-Umsatz von 6,72 Mrd. USD (Konsens: 6,66 Mrd. USD) und ein bereinigtes EPS von 1,82 USD, das den Konsens von 1,69 USD klar übertrifft; die Non-GAAP-Bruttomarge verbesserte sich auf 52,0 % nach 50,1 % im Vorjahr. Für das Septemberquartal 2026 stellt das Unternehmen einen Umsatz von 8,10 Mrd. USD sowie ein bereinigtes EPS von 2,15 USD in Aussicht. (+6,5 %)

Wesentliche Aussagen aus dem Earnings-Call:

  • Robinhood verzeichnete mit 4,8 Millionen Gold-Abonnenten (17 % Attach-Rate) und 1 Million Kreditkarteninhabern ($17 Mrd. annualisiertes Kaufvolumen) zwei neue $100-Mio.-ARR-Unternehmen in einem einzigen Quartal — das Portfolio umfasst nun insgesamt 13 solcher Segmente und unterstreicht die wachsende Monetarisierungstiefe jenseits des Kernbrokerage.
  • Der Robinhood-Chain-Start übertraf die Erwartungen deutlich: Über $12 Mrd. DEX-Volumen, 150+ Mio. Transaktionen (schnellste Chain auf 100 Mio.) und bereits $200 Mio. Einlagen in das Stablecoin-Produkt Robinhood Earn (7 % APY) binnen weniger Wochen — zugleich stehen internationale Skalierung und regulatorische Hürden (u. a. Clarity Act noch ausstehend) als maßgebliche Unsicherheitsfaktoren.
  • Die Trump Accounts verzeichneten nach dem Juli-Launch bereits 7 Millionen registrierte Kinder-Konten und knapp $1,5 Mrd. an Einzahlungen; Robinhood betonte aber, dass philanthropische Großbeiträge noch weitgehend ausstehen und das Potenzial von „tens of millions" Konten erst erschlossen werden muss — das Programm ist damit ein langfristiger Hebel für Netto-Einlagenwachstum, aber noch kein gesicherter Treiber kurzfristiger Ergebnisse.

Fazit: Lam Research liefert ein rundum starkes Quartal mit Rekorderlösen, deutlich ausgeweiteten Margen und einer Guidance, die die Erwartungslatte für das Folgequartal erheblich höher legt – die Investorenkursreaktion von rund 6,5 % spiegelt das wider. Risikoseitig bleibt zu beachten, dass der massive Nachfrageschub maßgeblich von der KI-Infrastruktur-Investitionswelle getrieben wird; eine Abschwächung dieses Zyklus würde Lam überproportional treffen.

PTC Inc. (PTC): PTC verfehlt im dritten Geschäftsquartal 2026 beim Umsatz mit 600 Mio. USD die Schätzung von 611,6 Mio. USD um rund 1,9 %; das bereinigte Non-GAAP EPS von 1,58 USD übertrifft den Konsens von 1,57 USD jedoch knapp. Der Umsatzrückgang von 7 % gegenüber dem Vorjahresquartal ist wesentlich auf die Veräußerung der Segmente Kepware und ThingWorx zurückzuführen.

Wesentliche Aussagen aus dem Earnings-Call:

  • Der bedeutendste Wachstumstreiber im Quartal war laut Management die beschleunigte Kundennachfrage nach Modernisierung der Produktdaten-Infrastruktur, wobei der Wert der Wettbewerbs-Verdrängungen (Displacements) gegenüber dem Vorjahr auf Jahresbasis verdoppelt wurde – ein Zeichen, dass die seit 18 Monaten laufende Vertriebstransformation nun messbar Früchte trägt und eine neue Produktivitätsschwelle im Direktvertrieb etabliert wurde.
  • Das größte bisher abgeschlossene KI-Geschäft war ein knapp siebenstelliger ServiceMax-AI-Deal mit einem führenden Industrieautomatisierungskonzern, in dessen Pilotprojekt eine Reduzierung der Techniker-Vorbereitungszeit um 50 % und eine Nettoproduktivitätssteigerung von 4 % über die gesamte Servicebelegschaft nachgewiesen wurde; parallel dazu verdreifachten sich die API-Aufrufe an Onshape durch KI-Startups innerhalb weniger Monate, was das Management als frühen Beleg für die KI-Monetarisierung wertet – zugleich aber betont, dass die direkte KI-Umsatzbeitrags erst mittelfristig wesentlich sein wird, da Kunden sehr methodisch vorgehen.
  • Für das Geschäftsjahr 2027 signalisierte das Management deutlichen Rückenwind, da die deferred ARR auf der Bilanz aktuell etwa doppelt so hoch ist wie zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres; allerdings wird explizit darauf hingewiesen, dass die Ergebnisbeschleunigung von einer weiterhin konsequenten Ausführung abhängt und Q4 zunächst erfolgreich abgeschlossen werden muss.

Fazit: Die übertroffene Gewinnerwartung ist marginal und der Umsatrrückgang strukturell durch Portfoliobereinigung erklärt, doch die rückläufigen Vorjahreskennzahlen bei Umsatz und bereinigtem EPS verdeutlichen, dass das Wachstum noch von konsequenter Ausführung abhängt. Der Rückenwind durch verdoppelte deferred ARR und beschleunigte Verdrängungsgeschäfte stimmt mittelfristig zuversichtlich, kurzfristige KI-Umsatzbeiträge sind aber nach eigener Aussage des Managements noch nicht wesentlich.

Unter den Erwartungen

Meta Platforms (META): Meta Platforms verfehlt im ersten Quartal 2026 mit einem Umsatz von 56,31 Mrd. USD die Analystenschätzung von 60,22 Mrd. USD um 6,5 %; das ausgewiesene GAAP-EPS von 10,44 USD enthält einen Steuereinmaleffekt von 8,03 Mrd. USD und ist daher mit dem üblicherweise bereinigt gefassten Konsens von 7,13 USD nicht direkt vergleichbar. Der Capex-Ausblick für das Gesamtjahr 2026 wurde auf 125 bis 145 Mrd. USD angehoben, nach zuvor 115 bis 135 Mrd. USD. (−8,5 %)

Wesentliche Aussagen aus dem Earnings-Call:

  • Die KI-gestützten Empfehlungssysteme auf Facebook und Instagram entwickeln sich zu einem messbaren Wachstumstreiber: Ranking-Verbesserungen steigerten den Reels-Zeitaufwand auf Instagram um 10 % und die Videosehdauer auf Facebook um mehr als 8 % im Quartalsvergleich – der stärkste Anstieg seit vier Jahren; zugleich wächst die Monetarisierungseffizienz spürbar, etwa durch das Value-Optimization-Suite, dessen Jahresumsatzlaufrate sich auf über 20 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt hat, sowie durch Partnership Ads, die mit einem Jahresumsatz von 10 Milliarden Dollar ebenfalls mehr als doppelt so schnell wachsen wie im Vorjahr.
  • Das Business-AI-Ökosystem auf WhatsApp und Messenger skaliert bemerkenswert schnell: Die wöchentlichen Konversationen über Business-AIs sind seit Jahresbeginn von einer Million auf über zehn Millionen gestiegen – ein Zehnfacher Anstieg in wenigen Monaten –, wobei Meta bislang noch kein belastbares Monetarisierungsmodell für diesen Bereich etabliert hat und die Erlöse damit noch weitgehend ausstehen.
  • Der erhöhte Capex-Ausblick von nun 125 bis 145 Milliarden Dollar für 2026 (zuvor 115–135 Milliarden Dollar) signalisiert beschleunigten Infrastrukturaufbau, der laut CFO vor allem durch gestiegene Komponentenpreise – insbesondere Memory – getrieben wird; die Contractual Commitments stiegen im Quartal um 107 Milliarden Dollar, und das Management räumte ein, den eigenen Rechenbedarf bislang systematisch unterschätzt zu haben, weshalb auch für 2027 mit weiter steigendem Investitionsbedarf zu rechnen sei.

Fazit: Die starke operative Entwicklung bei Reels, Business-KI und Monetarisierungseffizienz steht einem massiven Umsatzmiss und einer erneut angehobenen Investitionsplanung gegenüber, bei der das Management einräumte, den eigenen Rechenbedarf systematisch unterschätzt zu haben – das erklärt den nachbörslichen Kursrückgang von rund 8,5 %. Solange die steigenden Capex-Ausgaben nicht durch proportional wachsende Erlöse gedeckt werden und die KI-Monetarisierung auf WhatsApp und Messenger noch weitgehend aussteht, bleibt das Verhältnis von Investition zu Ertrag die zentrale Frage für Anleger.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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