Ölpreise geben nach starkem Anstieg leicht nach – neue diplomatische Signale
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Die Ölpreise haben am Freitag einen Teil ihrer kräftigen Vortagsgewinne abgegeben. Brent zur November-Lieferung fiel am Morgen um rund 0,8 Prozent auf 105,72 US-Dollar je Barrel. Zuvor hatten anhaltende Spannungen im Nahen Osten die Notierungen binnen 48 Stunden um etwa 10 Prozent nach oben getrieben. Seit Jahresbeginn liegt Brent über 70 Prozent im Plus und erhöht damit den Inflationsdruck.
Gleichzeitig mehren sich diplomatische Signale: Nach Berichten aus Teheran wurde den USA über Vermittler ein Vorschlag unterbreitet, der eine Öffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen bei Erfüllung bestimmter Bedingungen vorsieht. Aus Washington hieß es, die Gespräche verliefen positiv und konstruktiv.
Marktbeobachter erwarten Brent vorerst in einer Spanne von 100 bis 110 US-Dollar, solange es keine grundlegende Entspannung gibt. Eine glaubwürdige schrittweise Vereinbarung könnte die Preise zügig unter 100 US-Dollar drücken, während neue Export- oder Logistikprobleme wieder Niveaus um 120 US-Dollar ins Spiel bringen.
Zur Unterstützung der globalen Versorgung will Frankreich ein zentrales saudisches Ölterminal am Roten Meer schützen und verlegt dafür Soldaten sowie Radar- und Abwehrsysteme in die Hafenstadt Yanbu.
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