Brent bleibt über 100 Dollar – Konflikte schüren Preisdruck
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Der Preis für Brent-Rohöl liegt auch am Freitagmorgen über 100 US-Dollar. Für ein Barrel (159 Liter) wurden zuletzt 100,33 Dollar gezahlt, etwas weniger als am Vortag.
Auslöser der jüngsten Rally sind neue Spannungen im Iran-Konflikt: Nach Beschuss von Handelsschiffen in der Straße von Hormus gab es nächtliche Gegenschläge der USA, inzwischen die 13. Nacht in Folge. Seither legte Brent deutlich zu, nachdem der Preis zuvor zwischen einem Jahreshoch nahe 130 Dollar und einem Tief um 70 Dollar schwankte.
Zusätzlichen Auftrieb brachte das Eingreifen der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz, die Angriffe auf zwei saudische Öltanker im Roten Meer für sich reklamierte. Das Gewässer gilt für Saudi-Arabien als wichtige Ausweichroute, sollte die Straße von Hormus blockiert sein – eine weitere kritische Front. Allein in dieser Woche sprang Brent um rund 12 Dollar.
Sollte der Verkehr im Roten Meer stark zurückgehen, sind Preise um 120 Dollar möglich, sagte Jay Hatfield, Chef von Infrastructure Capital Management. Höhere Preise würden den Verbrauch dämpfen.
In den Fokus rückt zudem Kasachstan: Das Land drosselt seine Förderung wegen Sicherheitsrisiken am Terminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums im russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk, das zuletzt wiederholt Ziel ukrainischer Drohnenangriffe war.
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