Analyse
13:00 Uhr, 03.08.2026

BEIERSDORF kappt Prognose: Nivea wird zum Sanierungsfall

Ausgerechnet die bekannteste Marke im Konzern zwingt Beiersdorf jetzt zu einem schmerzhaften Neustart. Weil sich das Geschäft mit Nivea langsamer erholt als erhofft, senkt der Konsumgüterkonzern seine Prognose für 2026 deutlich und startet ein auf 18 Monate angelegtes Turnaround-Programm.

Die Rückkehr auf einen profitablen Wachstumskurs dürfte damit länger dauern als bislang erwartet.

Beiersdorf rechnet für 2026 im Unternehmensbereich Consumer und im Gesamtkonzern nun mit einem organischen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Bislang hatte das Management eine stabile bis leicht positive Entwicklung in Aussicht gestellt. Für die Klebstofftochter tesa bleibt die Prognose eines stabilen bis leicht steigenden organischen Umsatzes bestehen.

Noch deutlicher fällt die Korrektur bei der Profitabilität aus. Im Consumer-Geschäft soll die bereinigte EBIT-Marge nur noch mindestens 11,0 % erreichen. Zuvor hatte Beiersdorf lediglich einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 13,6 % erwartet. Auf Konzernebene stellt das Management jetzt eine bereinigte EBIT-Marge von mindestens 11,8 % in Aussicht. Im vergangenen Jahr waren es 14,0 %. Das ist ein heftiger Rückschlag!

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