Analyse
13:30 Uhr, 15.04.2026

BANK OF AMERICA - Die nächste große Bank mit guten Zahlen

Die Bank of America ist mit einem überraschend starken ersten Quartal ins Jahr 2026 gestartet. Die US-Großbank steigerte den Ertrag nach Zinsaufwand auf 30,27 Mrd. USD und übertraf damit die Markterwartungen ebenso wie beim Gewinn je Aktie, der auf 1,11 USD kletterte.

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  • Bank of America Corp. - WKN: 858388 - ISIN: US0605051046 - Kurs: 53,350 $ (NYSE)

Unter dem Strich verdiente das Institut 8,6 Mrd. USD, ein Plus von 17 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Besonders bemerkenswert: Der Gewinn je Aktie legte um 25 % zu, getragen von höherem Zinsüberschuss, robustem Kundengeschäft und einer erneut starken Entwicklung im Kapitalmarktgeschäft.

Der Zinsüberschuss erhöhte sich auf 15,75 Mrd. USD, nach Angaben der Bank um 9 % mehr als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig stiegen die operativen Aufwendungen mit 18,53 Mrd. USD nur um 4 %. Das verschaffte dem Haus positiven operativen Hebel von 2,9 % und verbesserte die Effizienzquote auf 61 %. Die Risikovorsorge für Kreditausfälle sank auf 1,34 Mrd. USD, nach 1,48 Mrd. USD im Vorjahreszeitraum. Auch die Nettoabschreibungen gingen leicht zurück. Vorstandschef Brian Moynihan sprach deshalb von einem Jahresauftakt mit "starkem Momentum". Die Rentabilität zog entsprechend an. Die Eigenkapitalrendite erreichte 12,0 %, die Rendite auf das materielle Eigenkapital 16,0 %.


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Breite Stärke in den Sparten

Auffällig ist, dass die Dynamik nicht nur aus einem einzelnen Geschäftsfeld kam. Im klassischen Privatkundengeschäft stieg der Umsatz auf 11,05 Mrd. USD, ein Zuwachs von 5 %. Die Sparte profitierte von höheren Zinseinnahmen, stabilem Einlagenverhalten und weiter wachsendem Kartenumsatz. Die kombinierten Ausgaben über Kredit- und Debitkarten legten um 7 % auf 245 Mrd. USD zu. Das deutet darauf hin, dass der US-Konsument trotz hoher Zinsen bislang widerstandsfähig bleibt.


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Noch dynamischer entwickelte sich die Vermögensverwaltung. Im Bereich Global Wealth & Investment Management wuchs der Umsatz um 12 % auf 6,71 Mrd. USD. Treiber waren vor allem höhere Verwaltungsgebühren, gestützt durch gestiegene Marktwerte und positive Mittelzuflüsse. Die Kundenvermögen summierten sich per Ende März auf 4,6 Bio. USD. Für Bank of America ist das strategisch wichtig, weil dieses Geschäft kapitalarm ist und wiederkehrende, margenstarke Erträge liefert.

Auch das Firmenkundengeschäft zeigte sich solide. Global Banking kam auf 6,29 Mrd. USD Umsatz, ein Plus von 5 %. Die Investmentbanking-Gebühren des Konzerns ohne selbst geführte Transaktionen stiegen sogar um 21 % auf 1,8 Mrd. USD. Das spricht für eine wieder anziehende Aktivität bei Kapitalmarkttransaktionen, nachdem das Geschäft in den vergangenen Quartalen unter dem Zinsumfeld und der Zurückhaltung vieler Unternehmen gelitten hatte.

Handel stützt das Quartal

Die Sparte Global Markets steigerte den Umsatz um 8 % auf 7,11 Mrd. USD. Im Aktienhandel schnellten die Erlöse ohne Bewertungseffekte um 30 % auf 2,83 Mrd. USD nach oben. Im Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen fiel das Bild gemischter aus: Hier lag der Wert mit 3,50 Mrd. USD zwar leicht über dem Vorjahr, blieb aber unter den Markterwartungen. Insgesamt erzielte die Bank im Sales-and-Trading-Geschäft das 16. Quartal in Folge mit Wachstum gegenüber dem Vorjahr.

Dass die Handelsaktivitäten so stark blieben, ist für die Einordnung des Quartals zentral. Während viele Investoren bei US-Banken vor allem auf Zinserträge schauen, zeigt Bank of America erneut die Stärke ihres diversifizierten Modells. Wenn die Zinsdynamik nachlässt, können Kapitalmarktgeschäft, Vermögensverwaltung und Firmenkundengeschäft einen Teil der Schwankungen auffangen. Genau dieses Zusammenspiel hebt das Institut von stärker monolinear aufgestellten Wettbewerbern ab.

Hinzu kommt ein solides Bilanzbild. Die durchschnittlichen Einlagen stiegen auf 2,02 Bio. USD, die durchschnittlichen Kredite und Leasingforderungen auf 1,19 Bio. USD. Die harte Kernkapitalquote lag am Ende des Quartals bei 11,2 % und damit weiterhin klar über den regulatorischen Anforderungen. Dass Bank of America im Quartal 9,3 Mrd. USD an die Aktionäre zurückgab, davon rund 2,0 Mrd. USD über Dividenden und etwa 7,2 Mrd. USD über Aktienrückkäufe, unterstreicht die Kapitalstärke des Hauses.

Robuste Zahlen, aber kein risikofreier Ausblick

Ganz frei von Warnzeichen ist das Bild dennoch nicht. Die Bank verweist selbst auf ein Umfeld mit sich wandelnden Risiken. In den Pflichtangaben nennt sie unter anderem Unsicherheiten rund um Zinsen, Inflation, Handelspolitik, geopolitische Spannungen und die Stabilität einzelner Kreditmärkte. Zudem ist die CET1-Quote im Jahresvergleich von 11,8 % auf 11,2 % gesunken. Das ist zwar kein Alarmsignal, schränkt den Spielraum aber etwas ein.

Fazit: Die Bank Of America ist weiter gut unterwegs. Insgesamt waren die Zahlen der großen US-Banken zuletzt alle recht stark gewesen und lagen klar über den Erwartungen. Der Ausblick wurde aber fast überall vorsichtiger formuliert, angesichts der globalen Unsicherheiten. Auch das wundert wenig.

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Jahr 2025 2026e* 2027e*
Umsatz in Mrd. USD 113,09 120,13 125,90
Ergebnis je Aktie in USD 3,81 4,36 4,98
KGV 14 12 11
Dividende je Aktie in USD 1,08 1,19 1,30
Dividendenrendite 2,02% 2,23% 2,44%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

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