Analyse

BALLARD POWER - Eines meiner bisherigen Analysehighlights 2022

Wenn Fundamentalanalyse und Chartanalyse ineinander so gut wie greifen wie beim Beispiel Ballard Power, geht einem Kombianalysten das Herz auf. Der Short-Plan wurde perfekt abgespult und die Aktie ist bislang immer noch nicht aus dem Schneider.

Erwähnte Instrumente

  • Ballard Power Systems Inc. - WKN: A0RENB - ISIN: CA0585861085 - Kurs: 7,260 $ (Nasdaq)

"Das sind die Risiken im Jahr 2022" schrieb ich am 7. Januar über die Aktie von Ballard Power. Ich zitiere aus der Analyse: "Zusammenfassend lässt sich fundamental also sagen, dass sich das Bewertungsniveau durch den Crash 2021 in Richtung Normalität bewegt hat, eine weitere Kurshalbierung, die zu KUVs von 15 und 10 führen würde, aber möglich ist." Und charttechnisch: "Weitere Tiefs könnten Verluste in Richtung 10,64 und 9,20 USD auslösen, wo erneut Bodenbildungsmöglichkeiten bestehen. Den charttechnischen "Worst Case" würde ich derzeit auf Kurse knapp unter 6 USD beziffern." Das Szenario ging perfekt auf, das bisherige Jahrestief liegt bei 5,75 USD. Schauen wir erneut, wie der Markt die Aktie inzwischen fundamental bepreist und wie das Chartbild aussieht.

Fundamentals eher gruselig

Beim Blick auf die Analystenschätzungen fällt sofort auf, dass diese verglichen mit dem Januar deutlich nach unten geschraubt wurden. Heißt, das Management von Ballard Power hat im Jahr 2022 erneut enttäuscht. Auf der Umsatzseite wird 2022 sogar inzwischen ein Rückgang wieder unter die 100-Mio.-USD-Marke erwartet. Erst 2023 soll es besser werden. Noch schlechter sieht es auf der Gewinnseite aus. Hatten Analysten ursprünglich eine leichte Ergebnisverbesserung 2022 erwartet, dürfte sich der Verlust nun deutlich auf 0,60 USD je Aktie ausweiten. Weder positive Cashflows noch Gewinne sind in den kommenden Jahren zu erwarten. Hinzu kommt eine Bewertung, die mit KUVs von 22 und 16 weiter teuer ist. Zum Vergleich: Die Aktie stand im Januar bei knapp 12 USD, das KUV 2023 lag bei 19, nun steht sie bei gut 7 USD, das KUV ist aber nur auf 16 gefallen, da die Analysten die Umsatzschätzung zusammengestrichen haben. Alles in allem zusammengenommen folgten bei Ballard großen Versprechungen eher maue Zahlen. Solange sich das nicht bessert, wird es die Aktie schwer haben.

Oben wie unten wunderbar!

Chartechnisch läuft der Brennstoffzellentitel wunderbar, bestätigte im Abverkauf das Ausbruchslevel um 5,89 USD sehr sauber und setzte zuletzt wieder an den mittelfristigen Abwärtstrend bzw. die Marke von 9,20 USD zurück. Die Aktie ist eingeklemmt zwischen diesem Abwärtstrend und einem ultralangfristigen Aufwärtstrend. Im Idealfall fällt sie erneut in Richtung 5,90 USD und bildet dort einen mittel- bis langfristigen Boden aus. Brechen die bisherigen Jahrestiefs und wird der langfristige Aufwärtstrend aufgegeben, sollten Anleger einen großen Bogen um die Aktie machen. Auf der Oberseite bleibt es bei den Hürden bei 9,20 und 10,64 USD.

Fazit: Die Aktie von Ballard Power bleibt fundamental schwierig. Das Nullwachstum 2022 ist schlichtweg enttäuschend, auch mit Blick auf die immer noch hohe Bewertung. Antizykliker merken sich den Kursbereich um 5,90 USD vor. Eventuell gelingt dort eine Bodenbildung.

Jahr 2021 2022 2023e*
Umsatz in Mio. USD 104,50 99,24 138,25
Ergebnis je Aktie in USD -0,39 -0,60 -0,47
Gewinnwachstum - -
KGV - - -
KUV 20,6 21,7 15,6
PEG neg. 0,7
*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten
Ballard Power-Aktie (Wochenchart)
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Über den Experten

Bastian Galuschka
Bastian Galuschka
Stv. Chefredakteur

Bastian Galuschka ist seit über 20 Jahren an der Börse aktiv. Er entdeckte bereits zu Schulzeiten seine Leidenschaft für die Börse. Über fünf Jahre lang war der Diplom-Volkswirt als Redakteur bei einem bekannten Anlegermagazin tätig und verantwortete dort den Bereich Charttechnik. Seit März 2013 verstärkt er die Redaktion der stock3 AG. Bastian Galuschka kombiniert bei seinen Analysen gerne Fundamentaldaten mit charttechnischen Aspekten. Gerade im Smallcapbereich hat sich der Analyst über viele Jahre ein fundiertes Wissen aufgebaut. Seit Juni 2016 ist Galuschka Stellvertretender Chefredakteur von stock3.

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