Analyse
18:50 Uhr, 14.10.2026

ALUMINIUM unter Druck: Wo liegt der Boden?

Aluminium korrigiert kräftig, wichtige Unterstützungen stehen auf dem Prüfstand. Was Charttechnik und Konjunktursorgen jetzt signalisieren und warum die Alcoa-Aktie für aktive Trader interessant sein könnte.

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: XC0009677839Kopiert
    Kursstand: 2.953,14 $/t (ARIVA Indikation) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • ISIN: DE000MR8VFH7Kopiert
    Kursstand: 0,840 € (Morgan Stanley) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • Aluminium - WKN: 967783 - ISIN: XC0009677839 - Kurs: 2.953,14 $/t (ARIVA Indikation)
  • Call auf Alcoa Upstream Corp - WKN: MR8VFH - ISIN: DE000MR8VFH7 - Kurs: 0,840 € (Morgan Stanley)
  • Put auf Alcoa Upstream Corp - WKN: MN6FY7 - ISIN: DE000MN6FY77 - Kurs: 1,030 € (Morgan Stanley)
  • Alcoa Corp. - WKN: A2ASZ7 - ISIN: US0138721065 - Kurs: 40,030 $ (NYSE)

Zugegeben: Der Monatsauftakt ist für Aluminium-Trader bislang alles andere als erfreulich. Zumindest auf der Long-Seite. Ein Blick auf den abgebildeten Monatschart zeigt das deutlich: Die letzte Kerze steht für den laufenden Handelsmonat Oktober. Seit Monatsbeginn hat sich bereits ein Minus von 4,3 % angesammelt. Auf die kräftige Preisrally seit dem vergangenen Herbst folgten in den vergangenen Wochen deutliche Gewinnmitnahmen.

Charttechnik: Die 3.000-USD-Marke im Fokus

Aluminium in USD je Tonne Chartanalyse (Monatschart)
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Das bisherige Jahreshoch markierte der Tonnenpreis Aluminium im Juni bei 3.825 USD je Tonne. Seither ist der Preis bis auf 2.993 USD gefallen. Das entspricht einem Rückgang von rund 22 % innerhalb von etwa vier Monaten. Zum Redaktionsschluss notiert Aluminium um 3.000 USD je Tonne. Diese Marke ist aus meiner Sicht auch psychologisch bedeutsam. Bereits zu Jahresbeginn zeigte sich, dass dieses Preisniveau für Marktteilnehmer eine wichtige Rolle spielt.

Ob die 3.000-USD-Marke tatsächlich als Unterstützung hält, muss sich allerdings erst noch zeigen. Derzeit spricht der Blick auf den Kerzenchart jedenfalls kaum für ein schnelles Comeback. Hinzu kommt, dass der Aufwärtstrend aus dem Jahr 2025 im Zuge der Korrektur nach unten durchbrochen wurde. Auch die 200-Tage-Linie zeigt abwärts. Der Monats-MACD lieferte bereits im Vormonat ein Short-Signal. Steht Aluminium damit vor einer neuen Abwärtsbewegung?

Für Trader sind jetzt vor allem diese Kursmarken entscheidend:

  • Widerstand: 3.360 USD je Tonne
  • Unterstützung: 3.000 USD je Tonne
  • Nächste Unterstützung: 2.800 USD je Tonne

Solange eine überzeugende Stabilisierung ausbleibt, sind weitere Gewinnmitnahmen nicht auszuschließen. Ein nachhaltiger Bruch der 3.000-USD-Marke könnte den Weg in Richtung 2.800 USD frei machen. Umgekehrt wäre eine Rückeroberung wichtiger Widerstände ein erstes Signal dafür, dass sich die Lage wieder aufhellt. Ein belastbares Kaufsignal lässt sich daraus allein allerdings noch nicht ableiten.

Konjunktursorgen belasten den Aluminiumpreis

Die Schwäche allein auf die Charttechnik zurückzuführen, wäre mir zu kurz gegriffen. Aluminium nämlich ist ein klassischer Konjunktur-Rohstoff! Entsprechend stark hängt die Nachfrage von der wirtschaftlichen Entwicklung und den Erwartungen der Marktteilnehmer ab. Und gerade hier gibt es derzeit Anlass zur Vorsicht. Vor allem mit Blick auf Europa und China bleiben Zweifel an der Nachfrage bestehen.

In Europa belastet die Flaute in der Automobilindustrie den Aluminiumverbrauch. In China ist die Lage besonders wichtig, denn das Land produziert mehr als die Hälfte des weltweit hergestellten Aluminiums. Nachrichten über eine steigende Produktion, höhere Lagerbestände oder eine schwächere chinesische Wirtschaft können deshalb unmittelbare Auswirkungen auf den Weltmarkt haben. Der Aluminiumpreis reagiert derzeit entsprechend sensibel auf chinesische Konjunkturdaten.

Für Trader bedeutet das: Nicht nur die charttechnischen Marken, sondern auch neue Konjunkturdaten und Hinweise zur chinesischen Produktion sollten auf der Watchlist stehen!

Alcoa als indirekte Trading-Alternative

Alcoa-Aktie (Monatschart)
Statischer Chart
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Direkte Investments in Aluminium sind für Privatanleger nur eingeschränkt möglich. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Aktie von Alcoa.

Der US-Konzern gehört zu den weltweit führenden Aluminiumproduzenten und zählt zugleich zu den wichtigen Anbietern von Bauxit, einem zentralen Rohstoff für die Aluminiumherstellung. Wer auf eine Stabilisierung oder eine erneute Erholung des Aluminiumpreises setzt, kann die Aktie als indirekte Möglichkeit betrachten, an einer solchen Bewegung zu partizipieren.

Die Alcoa-Aktie reagiert erfahrungsgemäß sensibel auf Veränderungen des Aluminiumpreises. Entsprechend schwach präsentiert sich derzeit auch der Aktienkurs von Alcoa.

Mein Fazit: Beim Blick auf den Preis für eine Tonne Aluminium (in USD) überwiegen für mich derzeit klar die Risiken. Der Bruch des längerfristigen Aufwärtstrends, die fallende 200-Tage-Linie und das jüngste MACD-Verkaufssignal sprechen für ein weiterhin angeschlagenes Chartbild. Die Marke von 3.000 USD je Tonne ist jetzt der zentrale Prüfstein. Hält sie, könnte eine technische Gegenbewegung einsetzen. Fällt sie nachhaltig, rückt die nächste Unterstützung bei 2.800 USD in den Fokus.

Strategien

Mit der Aktie des US-amerikanischen Aluminiumherstellers Alcoa hast Du übrigens eine gut handelbare Alternative zum Aluminiumpreis, allerdings mit unternehmensspezifischem Risiko.

Anstatt eines Direktinvestments in Aluminium behandeln wir nachfolgend Trading-Strategien auf die Alcoa-Aktie. Auf diese gibt es verschiedene Derivate, mit denen Du auf steigende oder fallende Kurse spekulieren kannst. Nachfolgend nenne ich Dir zwei mögliche Strategien:

Long (Spekulation auf steigende Kurse): Call Warrant (Optionsschein) – Basis: 40,00 USD – Laufzeit bis: 17.12.2027 – Hebel: 2,6 – ISIN: DE000MR8VFH7

Short (Spekulation auf fallende Kurse): Put Warrant (Optionsschein) – Basis: 50,00 USD – Laufzeit bis: 19.03.2027 – Hebel: 2,7 – DE000MN6FY77

Das Team

Der Optionsscheine Expert Trader verfolgt regelmäßig die Kurse deutscher und internationaler Einzelwerte und Indizes und spricht bei Bedarf konkrete Kauf- und Verkaufsanregungen aus, die Leser des Optionsscheine Expert Trader unmittelbar umsetzen können. Damit wird ein transparentes Trading gewährleistet. Seit der ersten Ausgabe des Optionsscheine Expert Trader im Oktober 2019 weisen rund 82 % der abgeschlossenen Positionen einen Gewinn aus. Hier findest Du Infos zum Produkt.

Transparenzhinweis: Die im Artikel vorgestellten Derivate werden durch die Redaktion ausgesucht. Wir arbeiten aber mit ausgewählten Emittenten zusammen, die mit der stock3 AG in einer Geschäftsbeziehung stehen.

Bitte beachte: Der Handel mit Derivaten ist mit einem erheblichen Risiko verbunden und kann unter Umständen zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen.

Offenlegung der Chefredaktion der stock3 AG wegen möglicher Interessenkonflikte

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