Analyse
06:45 Uhr, 19.02.2026

AIRBUS - Ausblick unter Erwartungen, Dividende steigt

Airbus hat 2025 einen Umsatz von 73,4 Mrd. EUR erzielt, nach 69,2 Mrd. EUR im Vorjahr, und damit die Analystenschätzungen von 73,9 Mrd. EUR leicht verfehlt. Der bereinigte operative Gewinn stieg deutlich auf 7,13 Mrd. EUR nach 5,35 Mrd. EUR und lag damit über dem Konsens von 6,89 Mrd. EUR.

Erwähnte Instrumente

  • Airbus SE
    ISIN: NL0000235190Kopiert
    Kursstand: 200,550 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • Airbus SE - WKN: 938914 - ISIN: NL0000235190 - Kurs: 200,550 € (XETRA)

Unter dem Strich verdiente der Konzern 5,22 Mrd. EUR, ein Plus gegenüber 4,23 Mrd. EUR im Vorjahr und ebenfalls oberhalb der Prognose von 5,02 Mrd. EUR. Der freie Cashflow vor Kundenfinanzierung erreichte 4,57 Mrd. EUR und übertraf damit die Erwartungen von 4,24 Mrd. EUR.

Auch bei der Dividende zeigt sich der Konzern großzügiger als erwartet. Vorstand und Aufsichtsrat wollen für 2025 eine Ausschüttung von 3,20 EUR je Aktie vorschlagen, nach 3,00 EUR im Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 2,82 EUR gerechnet.

Starke operative Hebel im Zivilgeschäft

Insgesamt lieferte Airbus 793 Verkehrsflugzeuge aus und steigerte den Konzernumsatz um 6 %. Besonders die zivilen Programme profitierten von höheren Auslieferungen, günstigeren Wechselkursen und geringeren Forschungsaufwendungen. Belastend wirkten hingegen Zölle sowie die anhaltenden Engpässe bei Triebwerken von Pratt & Whitney, die den Produktionshochlauf der A320-Familie bremsen.

Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich spürbar. Das berichtete EBIT lag bei 6,08 Mrd. EUR nach 5,30 Mrd. EUR im Vorjahr. Neben positiven operativen Effekten wirkten sich Belastungen aus der Dollar-Bilanzierung, der Integration von Spirit-AeroSystems-Arbeitspaketen sowie Anpassungen im Verteidigungsbereich aus.

Auch die Sparten Defence and Space sowie Helicopters trugen zum Gewinnsprung bei. Insbesondere im Rüstungsbereich spiegeln sich höhere Volumina und Fortschritte im Transformationsprogramm in einer deutlich verbesserten Profitabilität wider.

Rekordauftragsbestand, aber gedämpfter Ausblick

Der Auftragsbestand im zivilen Flugzeuggeschäft erreichte mit 8.754 Maschinen einen Höchstwert. Konzernweit summiert sich das Orderbuch auf 619 Mrd. EUR. Die strukturell hohe Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen bleibt damit intakt und sichert die Auslastung über Jahre.

Für 2026 gibt sich das Management jedoch vorsichtiger als der Kapitalmarkt erwartet hatte. Airbus peilt rund 870 Auslieferungen an, während Analysten bislang mit 912 gerechnet hatten. Beim bereinigten EBIT stellt der Konzern etwa 7,5 Mrd. EUR in Aussicht und bleibt damit ebenfalls unter dem Konsens von 8,22 Mrd. EUR. Auch beim freien Cashflow vor Kundenfinanzierung liegt die Zielmarke von rund 4,5 Mrd. EUR deutlich unter der bisherigen Erwartung von 5,68 Mrd. EUR.

Die Prognose basiert auf der Annahme stabiler globaler Handels- und Lieferkettenbedingungen und berücksichtigt bestehende Zölle. Angesichts anhaltender Triebwerksengpässe und geopolitischer Unsicherheiten erscheint der konservative Ton nachvollziehbar.

Fazit: Die Prognose von Airbus liegt unter den Erwartungen. Das ist zunächst Fakt. Ob das am Ende als konservativ und vorsichtig von Analystenseite wahrgenommen wird? Das ist möglich, dazu muss das Management im späteren Call (Start 7:30) entsprechende Hinweise geben. Grundsätzlich halte ich Airbus für eine weiter spannende Aktie. Mit einem KGV von etwa 26 bis 28 für das laufende Jahr, muss allerdings auch alles passen. Einen Neueinstieg würde ich hier erst tiefer wieder anpeilen.

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Jahr 2025e* 2026e* 2027e*
Umsatz in Mrd. EUR 73,81 82,96 93,15
Ergebnis je Aktie in EUR 6,40 7,80 9,50
KGV 31 26 21
Dividende je Aktie in EUR 3,20 3,30 3,80
Dividendenrendite 1,60% 1,65% 1,90%

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei
US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

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