ADOBE setzt bei KI zunächst auf Reichweite und geht damit ins Risiko
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Der Ansatz kann den Grundstein für die nächste Wachstumsphase legen. Kurzfristig belastet er jedoch die Kennzahlen, an denen Investoren den Erfolg des Abomodells messen.
Der Führungswechsel zum 1. Dezember passt zu dieser Neuorientierung. Der langjährige Vorstandschef Shantanu Narayen übergibt an Anil Chakravarthy, der bislang vor allem das Geschäft mit Unternehmenskunden verantwortete. Chakravarthy stellte im Analystencall klar, dass Adobe künftig nicht mehr nur als Anbieter einzelner Kreativprogramme auftreten will. Sein Ziel ist die Führungsrolle bei sogenannter agentischer Software für Kreativität, Dokumentenarbeit und Kundenmanagement.
Der neue CEO vergleicht den Wandel mit dem früheren Übergang von lokal installierter Software zum Cloudmodell. KI-Agenten sollen Aufgaben nicht nur unterstützen, sondern ganze Arbeitsabläufe selbstständig ausführen. Nutzer sollen dabei wählen können, ob sie Adobe-Funktionen über die klassische Bedienoberfläche, eine Konversation oder externe Plattformen wie ChatGPT, Claude und Microsoft Copilot aufrufen.
