NETFLIX – Co-Chef will das Wachstum beschleunigen
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- Netflix Inc. - WKN: 552484 - ISIN: US64110L1061 - Kurs: 69,580 $ (Nasdaq)
Auf der Bloomberg-Screentime-Konferenz in Los Angeles erklärte er, der Streamingkonzern wachse insgesamt nicht so schnell, wie er es sich wünsche. Mit Liveprogrammen, größeren Kinostarts und neuen Formaten soll die Plattform für ihre Abonnenten attraktiver werden.
Die Diskrepanz zeigt sich in den jüngsten Zahlen: Während die Umsätze laut Sarandos in sämtlichen Regionen zweistellig zulegten, stieg die Nutzeraktivität im zuletzt betrachteten Zeitraum lediglich um 2 %. Netflix sucht deshalb nach Möglichkeiten, seine rund 325 Mio. Abonnenten länger auf der Plattform zu halten und zusätzliche Werbeerlöse zu erzielen. Auch die Bindung der Zuschauer an Serien über deren erste Staffel hinaus bleibt eine Herausforderung.
An der Börse hat sich die Stimmung bereits eingetrübt. Die Netflix-Aktie verlor seit Jahresbeginn rund 24 %. Gleichzeitig stellt der Konzern ein langsameres Umsatz- und Gewinnwachstum in Aussicht, während die Ausgaben für Inhalte weiter steigen. Die Aussagen von Sarandos betreffen damit eine zentrale Frage für Anleger: Wie kann Netflix seine Reichweite stärker nutzen, wenn das Wachstum an Dynamik verliert?
Liveprogramme und Kino sollen neue Zuschauer binden
Netflix erweitert sein Angebot über Filme und Serien hinaus. Rund 5 % des Inhaltsbudgets von 20 Mrd. USD fließen inzwischen in Liveprogramme. Das entspricht etwa 1 Mrd. USD. Hinzu kommen Livesport und Veranstaltungen, Videopodcasts sowie Inhalte bekannter YouTube-Produzenten. Damit verschärft sich der Wettbewerb mit der Google-Plattform sowohl um Zuschauer als auch um kreative Köpfe.
Parallel öffnet sich Netflix stärker dem Kino. Für "Narnia" ist im kommenden Jahr ein breiter Kinostart vorgesehen, ebenso für "Charlie and the Chocolate Factory" im weiteren Jahresverlauf. Auch die Fortsetzung von "KPop Demon Hunters" soll nach Angaben von Sarandos sehr breit in die Kinos kommen. Bereits im vergangenen Jahr brachte Netflix mehr als 30 Filme auf die große Leinwand.
Dass bekannte Filmschaffende zu anderen Studios wechseln, wertet Sarandos unterdessen nicht als grundsätzliche Verschlechterung der Beziehungen zur Kreativbranche. Die "Stranger Things"-Schöpfer, die Duffer-Brüder, wollten sich auf große Kinofilme konzentrieren. Bei Shawn Levy machten dessen Verpflichtungen für "Star Wars" Disney zu einer naheliegenden Adresse. Mit David Fincher will Netflix trotz des auslaufenden Rahmenvertrags weiter zusammenarbeiten.
Keine Ersatzübernahme für Warner Bros.
Sarandos verteidigte zudem den gescheiterten Versuch, die Film- und Fernsehstudios von Warner Bros. sowie den Streamingdienst HBO Max zu übernehmen. Netflix hatte zunächst eine Vereinbarung mit einem Unternehmenswert von rund 83 Mrd. USD geschlossen, verzichtete im Februar jedoch darauf, das höhere Angebot von Paramount Skydance zu überbieten.
Nach Darstellung des Managers war damit die Preisgrenze erreicht, bis zu der Netflix einen Mehrwert für seine Aktionäre erwartet hatte. Ein höherer Kaufpreis hätte diese Rechnung aus seiner Sicht ins Negative gedreht. Eine andere Übernahme als Ersatz sucht der Konzern nicht. Das Wachstum soll weiterhin überwiegend aus eigener Kraft entstehen.
Für die Produktionsseite setzt Netflix zunehmend auf künstliche Intelligenz. Im März übernahm das Unternehmen die von Ben Affleck gegründete Filmtechnologiefirma InterPositive für 587 Mio. USD. Laut Sarandos wurde generative KI bereits bei rund 300 Titeln eingesetzt, überwiegend in der Nachbearbeitung.
Die Anwendungen reichen von der Vorvisualisierung über visuelle Effekte bis zu komplexen Einstellungen und Sequenzen. Sarandos zufolge kann die Technik Produktionszeiten verkürzen, Kosten senken und zugleich die Qualität verbessern. Netflix verfolgt damit zwei operative Ziele: Das breitere Programmangebot soll die Nutzung beleben, während KI die Herstellung von Inhalten effizienter machen soll.
Fazit: Die Anleger haben bei der Netflix-Aktie bereits das Handtuch geworfen. Zentraler Punkt ist das Nutzungsverhalten. Netflix fehlen dieses Jahr echte Blockbuster, die die Nutzer an den Bildschirm fesseln. Da muss Besserung her. Die Aktie ist günstig bewertet und bietet meines Erachtens aktuell ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis.
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| Jahr | 2025 | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. USD | 45,18 | 51,21 | 56,98 |
| Ergebnis je Aktie in USD | 2,53 | 3,59 | 3,81 |
| KGV | 28 | 19 | 18 |
| Dividende je Aktie in USD | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Dividendenrendite | 0,00% | 0,00% | 0,00% |
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*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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