ABIVAX - Das sagen die Analysten zu den Studiendaten
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Genau an diesem Punkt stand Abivax zuletzt unter Druck. Neue Daten zur laufenden ABTECT-Studie mit Obefazimod gegen Colitis ulcerosa sollen nun die Sorgen der Anleger dämpfen. Mehrere Analysten sehen darin ein wichtiges Signal, auch wenn nicht alle vollständige Entwarnung geben.
Im Zentrum steht Obefazimod, ein oral einzunehmender Wirkstoff zur Behandlung von Colitis ulcerosa. Die Krankheit ist eine chronische Entzündung des Dickdarms, die für Betroffene mit Schmerzen, Durchfällen und teils schwerer Einschränkung der Lebensqualität verbunden ist. In der ABTECT-Studie untersucht Abivax, ob das Mittel die Entzündung langfristig kontrollieren kann. Anfang des Monats hatten Berichte über Krebsfälle unter Studienteilnehmern für erhebliche Verunsicherung gesorgt. Solche Signale sind in der Medikamentenentwicklung besonders sensibel, weil sie später Einfluss auf Zulassung, Warnhinweise und die Bereitschaft von Ärzten haben können, ein Präparat zu verschreiben.
Die Analysten von Jefferies bleiben jedenfalls vorsichtig. Das Analysehaus bestätigte die Einstufung für Abivax mit "Hold" und einem Kursziel von 108 USD. Analyst Faisal Khurshid bezeichnete die neuen Sicherheitsdaten zwar als klar beruhigend. Er bezweifelt jedoch, ob sie bereits ausreichen, um die Bedenken am Markt vollständig auszuräumen. Krebsrisiken seien grundsätzlich schwer einzuschätzen, zumal Anleger bei Biotech-Werten häufig schon auf geringe Unsicherheiten empfindlich reagieren. Hinzu kommt aus seiner Sicht, dass es kurzfristig nur wenige weitere Kurstreiber gibt, während der Kapitalbedarf des Unternehmens und mögliche Übernahmeszenarien schwer kalkulierbar bleiben.
