Zwischen Krisenangst und Hoffnungsfunken
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Trumps Besuch in China steht an
Die Aktienmärkte starteten verhalten in die neue Woche, belastet von den stockenden diplomatischen Bemühungen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Die Sorge vor neuen Lieferengpässen bei Öl, insbesondere durch mögliche Störungen des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus, belebte zugleich die Inflationsängste der Investoren. Entsprechend blieben Anleger in Europa vorsichtig. Der DAX drehte nach schwachem Auftakt leicht ins Plus und schloss 0,1 % höher bei 24.350 Punkten, während der Euro Stoxx 50 0,3 % auf 5.895 Zähler verlor. An der Wall Street flaute die Dynamik der vorangegangenen Rekordrally etwas ab. Der Dow Jones stagnierte, während S&P 500 und Nasdaq ihre Gewinne moderat ausbauten und neue Höchststände markierten. Gebremst wurde der Höhenflug durch die ungelösten politischen Risiken, nachdem die US-Börsen zuletzt noch von starken Unternehmenszahlen und einem robusten Arbeitsmarktbericht getragen worden waren. Gleichwohl begrenzte die Hoffnung auf neue Impulse durch Trumps anstehenden China-Besuch etwaige Kursverluste, denn Washington setzt auf Pekings Einfluss, um Bewegung in den festgefahrenen Konflikt zu bringen. Bei dem Staatsbesuch vom 13. bis 15. Mai dürften zudem Vereinbarungen zur Förderung von beiderseitigem Handel und Investitionen im Mittelpunkt stehen.
Aufwärtstrend der Immobilienpreise setzt sich
Die Immobilienpreise in Deutschland sind zu Beginn des Jahres deutlich gestiegen. Im ersten Quartal erhöhten sie sich insgesamt um 2,2 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie aus dem gestern veröffentlichten Immobilienpreisindex des Verbands Deutscher Pfandbriefbanken (vdp) hervorgeht. Besonders betroffen waren Wohnimmobilien, deren Preise um 2,3 % zulegten. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Entwicklung bei selbst genutztem Wohneigentum zurückzuführen: Die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen stiegen zusammen um 2,5 %. Mehrfamilienhäuser verteuerten sich im gleichen Zeitraum um 2,2 % und damit etwas schwächer als in den vorangegangenen Quartalen. Auch die Preise für Gewerbeimmobilien sind im gleichen Zeitraum gestiegen - um 2,1 % gegenüber dem Vorjahr. Dies zeigt der neue Gewerbeimmobilienpreisindex, den die Bundesbank erstmals gemeinsam mit vdpResearch veröffentlicht hat. Nach Einschätzung der Bundesbank setzte sich damit der Aufwärtstrend, der Mitte 2024 eingesetzt hatte, nahezu ungebremst fort. Zuvor waren die Preise zwischen 2022 und Mitte 2024 infolge der Corona-Pandemie vorübergehend gesunken. Für die kommenden Quartale bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Folgen des Irankrieges in den Daten niederschlagen werden, denn im ersten Quartal waren dessen Auswirkungen nur teilweise in den Zahlen erkennbar. Bereits jetzt zeigen sich aber deutliche Kostenanstiege im Bau: Die Baupreise für Wohngebäude (Neubau, konventionelle Bauart) sind im ersten Quartal in Deutschland um 3,3 % gestiegen, wie Destatis für den Zeitraum Februar 2026 gegenüber Februar 2025 mitteilte.
Konjunktur und Unternehmen im Blick
Auch am heutigen Dienstag stehen wieder einige Veröffentlichungen auf der Agenda. Gespannt dürften die Marktteilnehmer hierzulande auf die ZEW-Indizes für den laufenden Monat blicken. Nachdem das Lagebarometer im April bereits auf minus 73,7 Zähler sank, wird im Prognosekonsens nun ein Rückgang auf minus 77,5 Punkte erwartet. Das Barometer der Konjunkturerwartungen für die kommenden sechs Monate könnte gleichzeitig von minus 17,2 Zählern auf minus 19,8 Punkte fallen und damit den tiefsten Stand seit Dezember 2022 markieren. Im Fokus der Anleger stehen auch heute einige Unternehmensbilanzen. Heute öffnen unter anderem Siemens Energy, Munich Re, Salzgitter, United Internet, thyssenkrupp, Carl Zeiss Meditec, Ströer, 1&1, Deutsche Pfandbriefbank, Uniper, EnBW, Vodafone, Jenoptik und Dürr ihre Bücher. Aus China legen heute JD.com und morgen Tencent sowie Alibaba ihre Quartals- und Jahresberichte vor.
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