Fundamentale Nachricht
15:40 Uhr, 15.05.2024

Zinsvolatilität und paradoxe Risikoprämien

4,9 Prozent am 30. Oktober 2023, 3,8 Prozent am Jahresende 2023 und wieder 4,70 Prozent am 30. April – so stark schwankt derzeit die Rendite der 10jährigen US-Staatsanleihe. Die hohe Zinsvolatilität steht laut Axel Botte, Chefstratege bei Ostrum AM, im Kontrast zur üblichen „Volatilitätshierarchie“ der Vermögenswerte.

„Die Volatilität an den verschiedenen Märkten scheint im Widerspruch zu den historischen Risiken zu stehen. Während sie bei den Zinsen hoch ist, ist sie bei Krediten, Aktien und Währungen gering. Der Vermögenswert, der (standardmäßig) als risikofrei gilt, ist somit zu einer wichtigen Quelle des Marktrisikos geworden.

Das Paradoxe daran ist, dass die erhöhte Schwankung des Abzinsungsfaktors für risikoreiche Vermögensströme nicht durch eine höhere Risikoprämie für Kredite oder Aktien kompensiert wurde. Im Gegenteil, die Volatilität von Krediten und Aktien ist zurückgegangen. Damit die übliche Volatilitätshierarchie wiederhergestellt werden kann, ist eine Normalisierung des Wirtschaftszyklus erforderlich.“

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