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13:30 Uhr, 04.03.2026

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

Euroraum-Service-PMI steigt im Februar leicht

Die Aktivität im nicht-verarbeitenden Gewerbe des Euroraums hat im Februar etwas deutlicher als im Vormonat zugenommen. Der von S&P Global in diesem Sektor erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg in zweiter Veröffentlichung auf 51,9 (Januar: 51,6) Punkte. In erster Veröffentlichung waren 51,8 Punkte gemeldet worden. "Der Dienstleistungssektor hat im Februar nicht besonders gut abgeschnitten, aber die Dynamik hat im Vergleich zum Vormonat leicht zugenommen", kommentiert Cyrus de la Rubia, der Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank, die Zahlen. Deutschlands Sammel-PMI stieg auf 53,2 (52,1), Frankreichs auf 49,9 (49,1) und Italiens auf 52,1 (51,4) Punkte.

Euroraum-Erzeugerpreise im Januar weiter unter Vorjahresniveau

Von den Produzenten des Euroraums ist auch zu Jahresbeginn kein Inflationsdruck ausgegangen. Wie Eurostat mitteilte, stiegen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat zwar um 0,7 Prozent, lagen aber um 2,1 (Dezember: minus 2,0) Prozent, unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten Raten von plus 0,2 und minus 2,7 Prozent prognostiziert. Ohne Energie ergaben sich Anstiegsraten von 0,6 und 1,2 (1,0) Prozent.

Euroraum-Arbeitslosenquote sinkt im Januar unerwartet

Die Arbeitslosigkeit im Euroraum ist im Januar unerwartet gesunken. Wie Eurostat mitteilte, verringerte sich die Arbeitslosenquote auf 6,1 (Dezember: 6,2) Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten eine unveränderte Quote von 6,2 Prozent prognostiziert. Laut Eurostat-Mitteilung waren im Januar 10,770 Millionen Menschen erwerbslos - 184.000 weniger als im Dezember und 273.000 weniger als im Januar 2025.

S&P Global: Deutsche Dienstleister kommen im Februar stärker in Schwung

Die Geschäftsaktivität im deutschen Servicesektor ist im Februar stärker als im Vormonat gewachsen. Der von S&P Global für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) erhöhte sich auf 53,5 von 52,4 Punkten, wie aus den finalen Daten für den Monat hervorgeht. Vorläufig war für Februar ein Wert von 53,4 ermittelt worden. Insgesamt hat sich das Wachstum in Deutschlands Wirtschaft im Februar beschleunigt. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg auf 53,2 von 52,1 Punkten im Vormonat. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung.

Pkw-Absatz in Deutschland steigt im Februar um 3,8 Prozent

Nach einem Rückgang zum Jahresauftakt hat der deutsche Automarkt im Februar Fahrt aufgenommen. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilte, legten die Pkw-Neuzulassungen um 3,8 Prozent auf 211.262 Autos zu. Für die ersten beiden Monate des Jahres stand ein Rückgang um 1,4 Prozent auf 405.243 Pkw zu Buche.

Schwacher Jahresstart im deutschen Maschinenbau

Die Unternehmen des deutschen Maschinenbaus haben zu Jahresbeginn einen schwachen Auftragseingang verzeichnet. Wie der Branchenverband VDMA mitteilte, blieben die Bestellungen preisbereinigt um 6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Aufträge aus dem Inland fielen um 8 Prozent niedriger aus als im Januar 2025, aus dem Ausland kamen 5 Prozent weniger Orders. Dabei zeigte sich die Nachfrage aus den Euro-Partnerländern (minus 8 Prozent) noch schwächer als das Geschäft mit den Nicht-Euro-Ländern (minus 4 Prozent).

Ueda hält angesichts Iran-Spannungen an BoJ-Zinserhöhungskurs fest

Der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Kazuo Ueda, hat sein Festhalten an weiteren Zinserhöhungen angesichts wachsender Sorgen über die Instabilität im Nahen Osten bekräftigt. "Zwar beabsichtigen wir, die Auswirkungen der Situation im Nahen Osten sorgfältig zu beobachten, doch halten wir es für angemessen, den Leitzins weiter anzuheben und den Grad der geldpolitischen Akkommodierung anzupassen, falls sich Wirtschaft und Preise im Einklang mit unserem vierteljährlichen Ausblick entwickeln", sagte Ueda am Mittwoch auf einer Parlamentssitzung.

Wirtschaftsweiser Felbermayr warnt vor Ausweitung des Iran-Kriegs

Der neue "Wirtschaftsweise" Gabriel Felbermayr hat vor einer Ausweitung des Iran-Kriegs gewarnt. "Bei einem länger anhaltenden Krieg sind die Folgen kaum auszumalen", sagte Felbermayr in einem Interview mit dem Handelsblatt. "Wenn der Weltwirtschaft dauerhaft 20 Prozent der Kapazitäten bei Öl und Gas fehlen, wäre das heftig." Felbermayr betonte, dass das der schlimmstmögliche Fall sei: "Aber ausgeschlossen ist der natürlich nicht." Vor allem die steigenden Energiepreise sieht Felbermayr als Gefahr: "Allein in der ersten Runde rechne ich mit einem Anstieg der Inflation von 0,5 Prozentpunkten." Und die anschließenden Effekte würden schnell hinzukommen und noch viel stärker ausfallen: "Allein schon wegen der hohen Nervosität der Unternehmen und der Leute."

Spaniens Ministerpräsident Sanchez bekräftigt Ablehnung von Iran-Krieg

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez hat seine Ablehnung des Krieges im Iran auch nach Drohungen von US-Präsident Donald Trump bekräftigt. In einer öffentlichen Ansprache am Mittwoch kritisierte Sanchez das iranische Regime, sagte jedoch, der Konflikt werde nicht zu einer gerechteren internationalen Ordnung führen und die Ziele der USA seien unklar. Sanchez warnte, dass der Krieg zu einem langen Konflikt mit erheblichen Folgen für die Wirtschaft werden könnte. Präsident Trump hatte gedroht, den Handel mit Spanien einzustellen, nachdem Madrid mitgeteilt hatte, es werde den USA im Rahmen der Iran-Angriffe keinen Zugang zu seinen Stützpunkten gewähren.

Demokraten schlagen Aufspaltung der US-Fleischindustrie vor

Demokratische Abgeordnete bereiten ein Gesetz vor, das US-Fleischverarbeitungsunternehmen aufspalten würde. Damit verschärfen sie die Regierungsbemühungen, rekordhohe Rindfleischpreise einzudämmen. Der Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer (Demokraten, New York), plant in den kommenden Tagen die Einbringung eines Gesetzentwurfs, der Unternehmen daran hindern würde, mehr als eine Fleischsorte zu verarbeiten. Laut einer unter Abgeordneten kursierenden Zusammenfassung könnte das Gesetz große Verarbeiter dazu zwingen, Rindfleischwerke abzuspalten. Vertreter von führenden US-Fleischunternehmen, darunter Tyson, JBS, Cargill und Smithfield Foods, äußerten sich zunächst nicht. Die Aktien von Tyson gaben am Dienstag um etwa 2 Prozent nach. JBS fielen um 4 Prozent.

Trauerfeierlichkeiten für Khamenei beginnen am Mittwochabend

Nach Angaben iranischer Staatsmedien beginnen die Trauerfeierlichkeiten für den obersten Führer Ali Khamenei heute Abend in einem riesigen Komplex im Zentrum Teherans. Dort wird sein Leichnam drei Tage lang öffentlich aufgebahrt, bevor ein Trauerzug stattfindet. Regierungsvertreter äußerten die Hoffnung, dass die Zeremonien dazu beitragen werden, eine Stimmung der Einigkeit und des Zusammenhalts zu schaffen. Der Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf rief die Bevölkerung zu zahlreicher Teilnahme auf. "Wir stellen die nationale Sache über jede parteipolitische Angelegenheit, und durch unsere Präsenz auf den Straßen stärken wir unsere Unterstützung für den lieben Iran und die Streitkräfte", zitierten ihn staatliche Medien.

GB/Einkaufsmanagerindex Service Feb 53,9 - S&P Global

GB/Einkaufsmanagerindex Service Feb PROG: 53,9 - S&P Global

GB/Einkaufsmanagerindex Service Jan war 54,0 - S&P Global

US/MBA Market Index Woche per 27. Feb +11,0% auf 377,5 (Vorwoche: 340,2)

US/MBA Purchase Index Woche per 27. Feb +6,1% auf 158,9 (Vorwoche: 149,7)

US/MBA Refinance Index Woche per 27. Feb +14,3% auf 1.637,5 (Vorwoche: 1.432,9)

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