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06:57 Uhr, 02.04.2025

Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

CO2-ZIELE - Die deutschen Autokonzerne können vorerst aufatmen. Ihnen drohen zumindest in diesem Jahr wohl keine Strafen für das Verfehlen der CO2-Ziele. Die Europäische Kommission hat am Dienstag vorgeschlagen, den Unternehmen drei Jahre Zeit zu geben, die gesetzlich vorgegebenen Ziele zu erreichen. Wenn ihre Neuwagenflotte in diesem Jahr mehr CO2 ausstößt als erlaubt, könnten sie das nach dem Vorschlag in den kommenden zwei Jahren durch eine Übererfüllung der Grenzwerte ausgleichen. Nur wenn sie auf die drei Jahre gerechnet durchschnittlich immer noch über den Grenzwerten liegen, müssten sie zahlen. (FAZ)

ATOMREAKTOREN - In der Union kursieren Pläne für die Inbetriebnahme stillgelegter Atommeiler. Ein dem Handelsblatt vorliegendes Papier aus der Fraktion skizziert, wie die zuletzt stillgelegten sechs Atomkraftwerke von einer bundeseigenen Gesellschaft weiter betrieben werden könnten. Sollte eine Überprüfung ergeben, dass dies technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, "werden die Betreiberunternehmen aufgefordert, sich hierzu zu positionieren". Sollten sie nicht selbst den Betrieb übernehmen wollen, "soll geprüft werden, inwieweit dies durch eine Bundesgesellschaft als Neueigentümer verantwortet werden kann". Das Papier aus der Unionsfraktion stellt zwar nicht die offizielle Linie der Fraktion dar, ist in der Fraktionsspitze aber bekannt. (Handelsblatt)

TICKETSTEUER - Die deutsche Flugbranche reagiert enttäuscht auf die Pläne von Schwarz-Rot, zwecks Belebung des Flugverkehrs die Luftverkehrssteuer um rund 2,50 Euro pro Passagier und Abflug zu senken. "Um die deutsche Luftfahrt wieder auf einen der vorderen Plätze in Europa zu bringen, brauchen wir eine deutlich größere Entlastung", sagt Eurowings-Vorstandschef Jens Bischof zu Welt. "Wir müssen es wie Schweden machen und die Ticketsteuer komplett abschaffen." (Welt)

PFLICHTVERSICHERUNG - Union und SPD wollen, dass Hauseigentümer künftig Gebäude zwingend auch gegen Elementarschäden wie Starkregen oder Hochwasser absichern. Auf eine entsprechende Pflichtversicherung für jedes neue und bestehende Wohngebäude hat sich die Arbeitsgruppe "Innen, Recht, Migration, Integration" bei den Verhandlungen über einen Koalitionsvertrag geeinigt. (Handelsblatt)

GELDWÄSCHE - 750 Milliarden US-Dollar an illegalen Geldern sind im Jahr 2023 durch das europäische Finanzsystem geschleust worden, ein Viertel der weltweiten Flüsse in Höhe von 3,1 Billionen Dollar. Das zeigt die Studie "Financial Crime Insights: Europe" der Nasdaq-Tochtergesellschaft Verafin, die auf Technologie zur Betrugserkennung und Geldwäschebekämpfung spezialisiert ist. Auf Deutschland entfallen demnach mit knapp 130 Milliarden Dollar 17 Prozent des Volumens, was im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands 3,07 Prozent entspricht. Damit ist die Bundesrepublik europäischer Spitzenreiter, was die absolute Größenordnung der illegalen Geldflüsse angeht, und liegt knapp nach Großbritannien und Italien auf Rang 3, wenn es um relative Werte geht. (Börsen-Zeitung)

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