Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
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DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
DIGITALER EURO - EZB-Direktor Piero Cipollone verteidigt im Interview mit der Süddeutschen Zeitung die geplante Einführung des digitalen Euro. Dass das Projekt so umstritten sei, liege an den "vielen Fehlinformationen", sagte Cipollone, der bei der EZB für das Projekt verantwortlich ist. "Manche behaupten, die EZB wolle kontrollieren, wofür die Menschen ihr Geld ausgeben. Das ist Unsinn", so Cipollone weiter. Zudem werde niemand gezwungen, den digitalen Euro zu nutzen. Mit der Einführung des digitalen Euro und eines europäischen Zahlungssystems möchte Europa seine Souveränität gegenüber den USA stärken: "Denken Sie an die Richter des Internationalen Strafgerichtshofs, die von den USA sanktioniert wurden, nur weil sie ihre Arbeit taten. Ihre amerikanischen Karten wurden gesperrt - und ihre Zahlungsmöglichkeiten in Europa waren eingeschränkt, weil sie von Visa und Mastercard blockiert wurden. Mit einem digitalen Euro hätten sie weiterhin im gesamten Euroraum Zahlungen tätigen können", sagte Cipollone. (Süddeutsche Zeitung)
AUTOMARKT - Chinesische Autobauer wachsen im Segment der Plug-in-Hybride (PHEV) in Europa weit überdurchschnittlich. Wie Daten des Branchendiensts Dataforce für das Handelsblatt zeigen, legten chinesische Fabrikate in diesem Segment 2025 um 645 Prozent zu. Insgesamt wuchs der PHEV-Markt lediglich um 33 Prozent. Das meistverkaufte Auto mit der Antriebsart in Europa war der BYD Seal U mit rund 72.800 Neuzulassungen. Anders als reine Elektroautos sind Plug-in-Hybride aus China bislang nicht von EU-Ausgleichszöllen betroffen. (Handelsblatt)
KRISENFESTIGKEIT - Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) warnt davor, dass die Unternehmen hierzulande möglicherweise nicht ausreichend auf einen Spannungs- und Verteidigungsfall vorbereitet sind. "Gesamtverteidigung und Abschreckung gegenüber Russland kann nicht allein militärisch gedacht werden, sondern erfordert die systematische Einbindung der Wirtschaft", heißt es in einer noch unveröffentlichten Studie des IW, die der Süddeutschen Zeitung vorab vorlag. Die IW-Volkswirte stützen sich unter anderem auf eine repräsentative Befragung von mehr als 1.000 Firmen - mit gemischtem Ergebnis: 86 Prozent geben an, sich bereits wirksam gegen Cyberattacken zu schützen. Gegen Desinformation, Sabotage und Spionage habe die Mehrheit ebenfalls Maßnahmen ergriffen. Umgekehrt sind nur gut 3 Prozent der Firmen für einen Materialausfall gerüstet, bei der Notfallplanung für größeren Personalausfall liegt die Quote bei 4 Prozent. Vorhalteverträge gibt es laut Studie bei knapp 5 Prozent. Für Infrastrukturmängel und -engpässe im Ernstfall sehen sich 24 Prozent gerüstet; weitere 17 Prozent wollen nachlegen. (Süddeutsche Zeitung)
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