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08:03 Uhr, 26.01.2026

MORNING BRIEFING - USA/Asien

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DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In Sydney ruht der Börsenhandel wegen des australischen Nationalfeiertags.

+++++ TAGESTHEMA +++++

US-Präsident Donald Trump hat mit einer massiven Eskalation im schwelenden Handelsstreit mit der Regierung des kanadischen Premierministers Mark Carney gedroht. Er warnte, dass die USA Zölle in Höhe von 100 Prozent auf alle kanadischen Waren und Produkte erheben würden, die in die USA eingeführt werden, falls "Kanada einen Deal mit China macht". Trump schrieb am Samstag auf seiner Plattform Truth Social, dass Carney sich "gewaltig irrt", wenn er glaube, er könne Kanada zu einem "Abladehafen" für China machen, um Waren und Produkte in die Vereinigten Staaten zu schleusen. Trump fügte hinzu: "China wird Kanada bei lebendigem Leib auffressen, es völlig verschlingen, einschließlich der Zerstörung ihrer Unternehmen, ihres sozialen Gefüges und ihrer allgemeinen Lebensweise." Trumps Handelsdrohungen gegen den nördlichen Nachbarn sind der jüngste Höhepunkt in einem verbalen Schlagabtausch zwischen den beiden Regierungen. Hintergrund ist Carneys Versuch, kleinere globale Mächte dazu zu bewegen, sich gegen den aggressiven Einsatz der wirtschaftlichen Macht der USA zu wehren. Diese Woche hat Carney einen Handelsstreit mit China, Amerikas größtem wirtschaftlichen Rivalen, beigelegt und eine Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gehalten, in der er kleinere Mächte aufforderte, sich gegen wirtschaftlichen Zwang durch die Großmächte der Welt zu vereinen. Trump warf Carney in seiner Rede in Davos in dieser Woche vor, den USA nicht dankbar genug zu sein, und sagte in einer spitzen Bemerkung: "Kanada existiert wegen der Vereinigten Staaten." Er fügte hinzu: "Denk daran, Mark, wenn du das nächste Mal deine Erklärungen abgibst."

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US 
    14:30 Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter November 
          PROGNOSE: +3,0% gg Vm 
          zuvor:    -2,2% gg Vm 
 
    14:30 Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) Dezember 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX                       zuletzt  +/- % 
E-Mini-Future S&P-500      6.938,00  -0,1% 
E-Mini-Future Nasdaq-100  25.691,00  -0,2% 
S&P/ASX 200 (Sydney)       8.860,10  +0,1% 
Nikkei-225 (Tokio)        52.885,25  -1,8% 
Hang-Seng (Hongk.)        26.737,39  -0,0% 
Shanghai-Comp.             4.142,62  +0,2% 
Kospi (Seoul)              4.949,59  -0,8% 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

An den asiatischen Aktienmärkten geht es am Montag überwiegend nach unten. Vor allem der Nikkei-225 in Tokio und der Kospi in Seoul litten unter Gewinnmitnahmen und gaben deutlicher nach. An den chinesischen Börsen zeigen die Indizes knapp behauptet. Die Stimmung bleibt gedrückt, laut Marktteilnehmern wegen der geopolitischen Risiken und der US-Handelspolitik. Die US-Regierung hat nun Kanada mit einem Zoll von 100 Prozent gedroht, falls das Land wie beabsichtigt ein Handelsabkommen mit China schließt. Die Märkte der Stunde bleiben die Edelmetalle: Die Feinunze Gold steigt erstmals über die Marke von 5.000 Dollar. Daneben warten die Märkte auf die Zinsenstscheidung der US-Notenbank am Mittwoch. Von ihr werden zwar überwiegend unveränderte Geldmarktsätze erwartet, der Blick richtet sich aber auf Aussagen zur künftigen Geldpolitik. Und schließlich könnte der Fortgang der Berichtssaison die Stimmung weiter beeinflussen.

WALL STREET

INDEX                         zuletzt         +/- %        absolut      +/- % YTD 
DJIA                        49.098,71         -0,6%         285,30          +2,2% 
S&P-500                      6.915,61        +0,03%           2,26         +1,02% 
NASDAQ Comp                 23.501,24          0,3%          65,22         +1,12% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
 
                     Freitag   Donnerstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,1 Mrd   1,2 Mrd 
Gewinner             1.092      1.724 
Verlierer            1.659      1.045 
Unverändert             94         68 
 

UNEINHEITLICH - Es war eine Woche geopolitischer Unsicherheit und politischer Kehrtwenden. An der Wall Street wurden am Freitag nach der Erholungsrally, die nach dem entschärften Konflikt um Grönland und die mittlerweile zurückgenommenen Strafzolldrohungen von US-Präsident Trump gegen einige europäische Länder einsetzte, Gewinne mitgenommen. Zudem ließen die Anleger vor dem Wochenende Vorsicht walten. Auch sorgte Intel für einen Stimmungsdämpfer, nachdem der US-Chipkonzern auch wegen höherer Kosten und Lieferengpässen einen düsteren Ausblick gegeben hatte. Unterstützung kam von einer Umfrage, der zufolge sich die Stimmung unter den US-Verbrauchern aufgehellt hat. Der Uni-Michigan-Index der Verbraucherstimmung ist im Januar stärker als erwartet gestiegen. Der private Konsum steht für etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung. Intel verloren 17 Prozent, der Konzern hatte mit einem Verlust im vierten Quartal und einem schwachen Ausblick auf das laufende erste Quartal enttäuscht. Amazon.com stiegen um 2,1 Prozent, nachdem der Tech-Gigant nach einem Medienbericht ab nächster Woche rund 14.000 Stellen in mehreren Sparten abbauen will.

US-ANLEIHEN

Die Nachfrage nach US-Staatsanleihen ist gestiegen und hat die Renditen gedrückt. Daneben gehe der Markt davon aus, dass die US-Notenbank auf ihrer Sitzung in der kommenden Woche eine Pause bei ihren Zinssenkungen einlegen werde, hieß es. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed am Mittwoch die Zinsen beibehält, wird auf dem FedWatch-Tool der CME am Freitag mit 97 Prozent eingepreist. Die Rendite der 10-jährigen Anleihe verlor 4 Basispunkte und lag bei 4,235 Prozent.

DEVISEN

Devisen                   zuletzt        +/- %  0:00 Vortag  Fr, 17:20 Uhr   % YTD 
EUR/USD                    1,1852        -0,3%       1,1889         1,1754   +0,7% 
EUR/JPY                    182,78        -0,5%       183,77         185,76      0% 
EUR/CHF                    0,9219        +0,0%       0,9215         0,9277   -0,8% 
EUR/GBP                    0,8679        -0,2%       0,8692         0,8666   -0,6% 
USD/JPY                    154,22        -0,2%       154,57         158,04   -0,7% 
GBP/USD                    1,3656        -0,2%       1,3678         1,3564   +1,1% 
USD/CNY                    6,9898        -0,1%       6,9953         6,9953   -0,4% 
USD/CNH                    6,9554        +0,1%       6,9478         6,9632   -0,4% 
AUS/USD                    0,6914        -0,2%       0,6927         0,6869   +3,4% 
Bitcoin/USD             87.845,40        +1,6%    86.450,10      89.577,30   +0,8% 
 

Der Dollar-Index zeigte sich mit 0,9 Prozent im Minus. Der Dollar habe Mühe wieder Tritt zu fassen, selbst nachdem die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Europa nachzulassen schienen, sagte Jane Foley von der Rabobank. Der Markt habe zwar gelernt, dass Trumps Verhandlungstaktik oft mit Drohungen beginnt, bevor er sie teilweise wieder zurückzieht. Die Dollar-Entwicklung deutete aber darauf hin, dass die "bloße Unvorhersehbarkeit seines Handelns" die Währung belasten könnte, so Foley. Auch wenn der Markt wahrscheinlich nicht an der Schwelle zu einer weiteren Runde eines "Sell-America-Trade" stehe, könnten Investoren ihrer Meinung nach in diesem Jahr weiterhin vom Dollar wegdiversifizieren.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

METALLE                   zuletzt       Vortag        +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold                     5.079,56     4.984,53        +1,9%          95,03  +15,4% 
Silber                     107,61       103,28        +4,2%           4,33  +44,9% 
Platin                   2.408,23     2.342,60        +2,8%          65,63  +34,3% 
Kupfer                       5,92         5,95        -0,4%          -0,02   +3,8% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Der Goldpreis setzte seinen Höhenflug fort und gewann 1 Prozent. Silber verteuerte sich um 6,5 Prozent. Traditionelle Anleger suchen echte Sicherheit - und die heißt im Jahr 2026 weiterhin Gold. Die Zuwächse krönten einen beeindruckenden Jahresauftakt für Edelmetalle. Bisher ist Gold im Jahr 2026 um 14 Prozent, Platin um 28 Prozent und Silber um 35 Prozent gestiegen und hat damit den S&P-500-Index, der einen Zuwachs von 1 Prozent aufweist, weit übertroffen. Neben den anhaltende Spannungen zwischen den USA und Europa und den fortwährenden Sorgen über die Unabhängigkeit der Federal Reserve machte ein Rohstoffstratege der UBS aber auch die niedrigeren US-Zinsen (sowohl real als auch nominal), den schwächerer US-Dollar in der ersten Jahreshälfte und die anhaltende Haushaltsdefizite der großen Volkswirtschaften für die hohe Nachfrage verantwortlich.

ÖL

ROHÖL                     zuletzt  VT-Settlem.        +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                   61,38        61,07        +0,5%           0,31   +6,6% 
Brent/ICE                   66,17        65,88        +0,4%           0,29   +8,8% 
 

Die Ölpreise stiegen deutlich mit der Möglichkeit eines US-Angriffs auf den Iran. Präsident Trump sagte, die USA beobachteten Teheran sehr genau. Eine "Armada" sei unterwegs in die Region, doch hoffe er, dass diese nicht benötigt werde. Dazu kündigte sich in den USA eine Kältewelle an, die den Bedarf an Heizöl in die Höhe treiben dürfte. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März gewann 2,9 Prozent und der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zeigte sich 3 Prozent im Plus.

+++++ MELDUNGEN SEIT FREITAG, 20.00 UHR +++++

MERCK & CO

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

January 26, 2026 02:03 ET (07:03 GMT)

Der US-Pharmakonzern führt keine Gespräche mehr über eine Übernahme des Biotech-Unternehmens Revolution Medicines, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Merck hatte zuletzt über einen Kauf von RevMed verhandelt, der das auf Krebsmedikamente spezialisierte Unternehmen mit rund 30 Milliarden US-Dollar hätte bewerten können. Die Gespräche gerieten jedoch ins Stocken, nachdem beide Seiten keine Einigung über den Preis erzielen konnten, sagten einige der informierten Personen.

META PLATFORMS

hat angekündigt, den Zugriff auf seine KI-basierten Charaktere für jugendliche Nutzer vorübergehend zu sperren, während der Mutterkonzern von Instagram und Facebook seine Plattform aktualisiert. Nutzer, die mit einem Geburtsdatum im Teenageralter registriert sind oder durch die Alterserkennungstechnologie des Unternehmens als wahrscheinlich minderjährig eingestuft werden, haben keinen Zugang zu KI-Charakteren, "bis das aktualisierte Erlebnis bereit ist", wie Meta am Freitag in einem Blogpost mitteilte.

META PLATTFORMS / ESSILORLUXOTTICA

Meta Platforms und EssilorLuxottica sind von Solos Technology wegen der Verletzung von Patenten für Smartglasses-Technologien verklagt worden. In der am Freitag bei dem US-Bezirksgericht in Massachusetts eingereichten Klage wirft Solos den beiden Konzernen vor, Patente verletzt zu haben, die Kernfunktionen von Smartglasses betreffen.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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