Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
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DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
HANDELSBAZOOKA - Im Grönland-Konflikt mit den USA zieht die Bundesregierung die Aktivierung des "Anti-Coercion Instruments" als "Ultima Ratio" in Betracht. Das geht aus einem internen Papier hervor, das dem Spiegel vorliegt. In dem Schreiben hat das Auswärtige Amt festgehalten, wie sich der deutsche Vertreter in Brüssel bei den Beratungen zur Grönland-Frage verhalten sollte. Am Sonntagabend kamen die Botschafter der EU-Staaten dort zu einer Sondersitzung zusammen. (Spiegel)
GASVERSORGUNG - Die Energieversorgung entwickelt sich für Europa erneut zum geopolitischen Risiko. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie von drei europäischen Forschungsinstituten. Die EU laufe Gefahr, ihre historische Abhängigkeit von russischem Gas gegen eine neue Energieabhängigkeit einzutauschen, heißt es darin. Die Autoren fordern, Europa müsse seine Abhängigkeit von verflüssigtem Erdgas (LNG) aus den USA verringern und seine Bezugsquellen stärker diversifizieren. Auch in SPD und Union wachsen die Sorgen vor der Marktmacht der Amerikaner. Der US-Anteil an den LNG-Lieferungen nach Deutschland belief sich 2025 auf 92 Prozent. (Handelsblatt)
FINNLAND - Die EU-Finanzminister haben beschlossen, ein Verfahren gegen Finnland wegen des übermäßigen Haushaltsdefizits des Landes zu starten. Die Neuverschuldung von 4,4 Prozent im vorvergangenen und 4,3 Prozent im zurückliegenden Jahr seien nicht allein mit erhöhten Sicherheitsausgaben zu erklären, für die ja eine Ausnahmeklausel gilt. Nach Prognosen der EU-Kommission klettert der Schuldenstand nächstes Jahr auf fast 93 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - und damit weit über die 60-Prozent-Marke. Die Regierung hat nun bis Ende April Zeit, Vorschläge zu machen, wie sie die Ausgaben stärker in den Griff bekommen will. (Börsen-Zeitung)
BUNDESWEHR - Trotz hoher Rüstungsausgaben in den kommenden Jahren bleibt Deutschland militärisch und rüstungspolitisch abhängig von den USA. Das ist das Ergebnis einer Studie des Handelsblatt Research Institute (HRI). "Gerade im Bereich der hochtechnologischen Schlüsseltechnologien stützt sich die Bundeswehr stark auf US-amerikanische Lieferanten", heißt es in der HRI-Studie. Dies gelte für spezielle Produkte wie den Tarnkappenjet F-35, weitreichende Marschflugkörper vom Typ Tomahawk oder das Raketenabwehrsystem Patriot. Die Bundesregierung versucht, die Lücken zu schließen, auch mit Hilfe von Neugründungen wie dem KI-Unternehmen Helsing oder dem Raketenbauer Isar Aerospace. Mittlerweile belegt Deutschland beim Finanzierungsvolumen von Startups im Rüstungsbereich global Platz zwei. (Handelsblatt)
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