Stahlerzeugung in Deutschland 2025 um 9 Prozent unter Vorjahr
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DOW JONES--Die Stahlerzeugung in Deutschland hat sich im Dezember nahezu stabilisiert, trotzdem blieb die Jahresproduktion mit 34,1 Millionen Tonnen Rohstahl um 9 Prozent unter dem schon niedrigen Vorjahresniveau. Einen ähnlich niedrigen Wert habe es seit der deutschen Wiedervereinigung nur während der weltweiten Finanzkrise von 2009 gegeben, erklärte die Wirtschaftsvereinigung Stahl.
Zum vierten Mal in Folge sei die Erzeugung deutlich unter der Marke von 40 Millionen Tonnen geblieben, die als Schwelle für eine auskömmliche Kapazitätsauslastung gelte, so der Wirtschaftsverband weiter. Die Kapazitäten seien im vergangenen Jahr weniger als 70 Prozent ausgelastet gewesen. Im Dezember ging die Rohstahlproduktion noch um 0,2 Prozent auf 2,74 Millionen Tonnen zurück.
"Für die Branche kommt derzeit vieles zusammen: eine historisch schwache Nachfrage, ein ungebremst wachsender Importdruck und international nicht wettbewerbsfähige Energiepreise", sagte WV-Stahl-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Maria Rippel.
Sie forderte für die Branche einen wettbewerbsfähigen Strompreis, der inklusive Netzentgelten, Abgaben und Umlagen zwischen 3 bis 6 Cent pro Kilowattstunde liege, und den Aufbau von Leitmärkten für zunehmend emissionsarmen Stahl Made in EU. Der entscheidende Hebel hier liege hier auf nationaler Ebene in einer Reform des Vergaberechts.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
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