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07:46 Uhr, 21.01.2026

MORNING BRIEFING - USA/Asien

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DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Rio Tinto hat seine Kupferproduktion im vergangenen Jahr um 11 Prozent gesteigert. Die Eisenerzlieferungen aus seinen australischen Minen waren nach einer Rekordproduktion im Schlussquartal nur geringfügig niedriger als im Jahr davor, wie der nach Marktwert zweitgrößte Bergbaukonzern der Welt weiter mitteilte. Insgesamt produzierte er im vergangenen Jahr 883.000 Tonnen Kupfer und damit mehr, als er mit 860.000 bis 875.000 Tonnen in Aussicht gestellt hatte. Davon entfielen 240.000 Tonnen (plus 5 Prozent) auf das vierte Quartal. Gestützt wurde die höhere Kupferproduktion durch die steigende Förderung aus der Oyu-Tolgoi-Mine in der Mongolei, wo Rio Tinto kürzlich eine Untertage-Erweiterung abgeschlossen hat. Aus seinen Eisenerzbetrieben in der australischen Bergbauregion Pilbara verschiffte Rio Tinto im vergangenen Jahr 326,2 Millionen Tonnen Eisenerz, was einem leichten Rückgang von 1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024 entspricht. Hier hatte der Bergbaukonzern zuletzt Lieferungen am unteren Ende der Prognosespanne von 323 bis 338 Millionen Tonnen erwartet. CEO Simon Trott sagte, das Unternehmen habe "eine Rekordproduktion an Eisenerz im Quartal in der Pilbara erzielt, mit einer starken Erholung von den extremen Wetterunterbrechungen zu Beginn des Jahres." Die Lieferungen aus der Pilbara-Region lagen im vierten Quartal mit 91,3 Millionen Tonnen um 7 Prozent über dem Vorjahreswert, während die Produktion um 4 Prozent auf 89,7 Millionen Tonnen stieg. Rio Tinto erwirtschaftet mehr als die Hälfte seiner Erträge aus seinen Eisenerzgeschäften.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

12:25 US/Johnson & Johnson, Ergebnis 4Q

13:00 US/Travelers Cos Inc, Ergebnis 4Q

16:00 US/United Airlines Holdings Inc, Ergebnis 4Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US 
    16:00 Bauausgaben Oktober 
          PROGNOSE: +0,1% gg Vm 
          August:   +0,2% gg Vm 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX                       zuletzt  +/- % 
E-Mini-Future S&P-500      6.822,20  +0,3% 
E-Mini-Future Nasdaq-100  25.085,30  +0,3% 
S&P/ASX 200 (Sydney)       8.782,90  -0,4% 
Nikkei-225 (Tokio)        52.774,64  -0,4% 
Hang-Seng (Hongk.)        26.457,11  -0,1% 
Shanghai-Comp.             4.115,46  +0,0% 
Kospi (Seoul)              4.909,93  +0,5% 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Wenig Bewegung gab es zur Wochenmitte an den asiatischen Aktienmärkten. Die Blicke waren vor allem auf die Entwicklungen um Grönland gerichtet. US-Präsident Donald Trump will sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mit europäischen Politikern treffen. Der Markt hofft auf eine einvernehmliche Lösung. Daneben steht weiter Japan im Fokus, wo es am Vortag mit der Sorge um übermäßig aggressive fiskalische Maßnahmen zu Turbulenzen am Anleihemarkt mit einem starken Ausverkauf von japanischen Staatsanleihen gekommen war. Im Zuge dessen war die Rendite zehnjähriger Papiere auf den höchsten Stand seit 27 Jahren geklettert. Die Finanzministerin des Landes ist jedoch zuversichtlich, dass die Situation nicht außer Kontrolle geraten wird. Bei den Einzelwerten schlossen Rio Tinto in Sydney mit einem Plus von 2,1 Prozent. Im Fahrwasser erholten sich BHP um 1,2 Prozent. Die steigenden Kosten des kanadischen Kali-Projekts hatten am Vortag ein operativ starkes Quartal für BHP getrübt und den Kurs um 2 Prozent nach unten geschickt. Der Kospi in Seoul drehte im späten Handel noch ins Plus und schloss 0,5 Prozent höher, angetrieben von den Gewinnen bei Index-Schwergewicht Samsung Electronics (+2,8%).

WALL STREET

INDEX          zuletzt          +/- %       absolut       +/- % YTD 
DJIA         48.488,59          -1,8%      -870,74        +0,8% 
S&P-500       6.796,86          -2,1%      -143,15        -0,7% 
NASDAQ Comp  22.954,32          -2,4%      -561,07        -2,4% 
 
Umsatzdaten 
                     Dienstag   Freitag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,33 Mrd   1,35 Mrd 
Gewinner               610      1.186 
Verlierer            2.170      1.537 
Unverändert             65        109 
 

Ausverkauf - Die Eskalation im Streit um Grönland hat die Wall Street abrutschen lassen. Weil am Montag der US-Handel wegen eines Feiertags geruht hatte, konnten Anleger erst verspätet auf die Eskalation reagieren. US-Präsident Donald Trump hatte den US-Anspruch auf Grönland untermauert jenen europäischen Ländern Strafzölle angedroht, die sich seinem Streben widersetzen. Der VIX-Index, der als Angstbarometer der Wall Street gilt, schnellte zeitweise auf den höchsten Stand seit dem 25. November 2025 nach oben. Neben Aktien gerieten aber auch US-Staatsanleihen und der Dollar nach Trumps jüngster Eskalation unter Druck. Normalerweise gelten diese Anlagen in Krisenzeiten als "sichere Häfen" und Marktteilnehmer verwiesen darauf, dass sich ein generelles "Sell-America"-Thema abgezeichnet habe. 3M verloren 6,9 Prozent - das Unternehmen sieht Belastungen durch die neuen Trump-Zölle - und Nvidia büßten 4,4 Prozent ein. Neben der allgemeinen Marktunruhe wegen Grönland drückten auch Zweifel, ob der KI-Boom anhält.

US-ANLEIHEN

Die Kurse von US-Staatsanleihen haben nachgegeben und die Rendite zehnjähriger Anleihen legte um 6 Basispunkte auf 4,29 Prozent zu. Neben dem Streit um Grönland belastete auch der starke Renditeanstieg am japanischen Anleihemarkt. Wie Japan haben auch die Vereinigten Staaten einen hohen Schuldenstand. Zudem wird befürchtet, dass das aggressive Vorgehen der USA im Grönland-Konflikt zu einem Rückgang der Nachfrage nach US-Vermögenswerten führen könnte.

DEVISEN

DEVISEN      zuletzt       +/- %      00:00  Di, 08:20   % YTD 
EUR/USD       1,1723         0,0     1,1721     1,1672   -0,9% 
EUR/JPY       185,34        -0,0     185,38     184,97   -0,0% 
EUR/GBP       0,8722         0,0     0,8719     0,8686   -0,5% 
GBP/USD       1,3440        -0,0     1,3444     1,3438   -0,3% 
USD/JPY       158,11        -0,0     158,17     158,48   +0,8% 
USD/KRW     1.471,38        -0,5   1.478,78   1.479,94   +2,2% 
USD/CNY       7,0010         0,1     6,9966     6,9971   -0,4% 
USD/CNH       6,9610         0,1     6,9558     6,9557   -0,3% 
USD/HKD       7,7976        -0,0     7,7986     7,7983   +0,2% 
AUD/USD       0,6744         0,2     0,6734     0,6734   +0,6% 
NZD/USD       0,5844         0,2     0,5831     0,5828   +0,7% 
BTC/USD    89.518,90         1,3  88.340,40  90.917,90   +4,7% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Unter Druck geriet der Dollar-Index, der rund 0,9 Prozent einbüßte. Nach Einschätzung von Analysten belastete einerseits die geopolitischen Spannungen rund um den Grönland-Streit und andererseits die "Sell-America-Trades". Eine weitere Eskalation des Grönland-Konflikts könnte den Dollar weiter absacken lassen.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

METALLE      zuletzt      Vortag      +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold        4.864,76    4.763,50      +2,1%    +101,26   +8,1% 
Silber         94,65      94,597      +0,1%      +0,05  +32,9% 
Platin      2.103,27    2.105,12      -0,1%      -1,85  +16,4% 
Kupfer          5,89        5,81      +1,4%      +0,08   +2,4% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Wegen der Angst vor einem eskalierenden Handelskonflikt hielt die Flucht in als sicher geltende Anlagen an. Die Preise für Gold und Silber stiegen zwischenzeitlich auf neue Rekordstände. Zur Schlussglocke zeigte sich der Goldpreis mit einem Plus von 3,7 Prozent und Silber verteuerte sich um 6,6 Prozent. Die Edelmetalle profitierten auch davon, dass US-Anleihen nicht mehr als sicherer Hafen angesteuert wurden.

ÖL

ROHÖL        zuletzt  VT-Schluss      +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex      59,87       60,36      -0,8%      -0,49   +3,7% 
Brent/ICE      64,22       64,92      -1,1%      -0,70   +5,2% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Die Ölpreise legten - auch gestützt vom schwachen Dollar - etwas zu. Der Preis für ein Barrel Brent stieg um 0,1 Prozent und der für WTI um 0,3 Prozent. Die Kursbewegungen hielten sich wie am Vortag in einer vergleichsweisen engen Handelsspanne. Ein Rohstoffhändler sagte, die Ölpreise befänden sich in einem komplexen Spannungsfeld zwischen geopolitische Risiken und einer steigenden Fördermenge.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

META

Die US-Kartellbehörde FTC hat angekündigt, nach ihrer Niederlage im Kartellverfahren gegen den Facebook-Mutterkonzern Meta in Berufung zu gehen. Ein US-Bezirksgericht hatte im November die Klage der Federal Trade Commission (FTC) zurückgewiesen, die Meta Platforms unterstellt, durch die Übernahmen von Instagram und WhatsApp ein illegales Monopol aufgebaut zu haben.

NETFLIX

hat im vierten Quartal 2025 zwar dank höherer Werbeeinnahmen und Preise mehr verdient als erwartet. Auch Umsatz fiel höher aus als angenommen. Allerdings entäuschte der Konzern mit seinem Ausblick für das laufende Quartal die Erwartungen. Der Nettogewinn stieg im Schlussquartal auf 2,42 (Vorjahr: 1,87) Milliarden US-Dollar und das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 0,56 (4,27) Dollar. Analysten hatten im Factset-Konsens mit 0,55 Dollar gerechnet. Der Vorjahreswert erscheint deswegen höher, weil der Streamingdienst im November einen Aktiensplit im Verhältnis 10:1 der ausgegebenen Stammaktien durchgeführt hatte. Unter Berücksichtigung des Aktiensplits lag das Ergebnis je Aktie im Vorjahr bei 0,43 Dollar. Der Umsatz kletterte auf 12,05 (10,25) Milliarden Dollar.

USA

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

January 21, 2026 01:46 ET (06:46 GMT)

US-Präsident Trump will die Vereinigten Staaten im Nato-Bündnis halten. Er deutete vor Reportern an, dass er Vereinbarung zum Erwerb Grönlands erzielen könne, die die Mitglieder des transatlantischen Bündnisses "glücklich" machen würde. Trump sagte, er habe geholfen, die Nato stärker zu machen, und "stimme mit vielem, was sie getan haben, nicht überein. "Aber wenn die Nato uns nicht hat, ist die Nato nicht sehr stark", so Trump und fügte an: "Wir werden etwas ausarbeiten, womit die Nato sehr glücklich sein wird und womit wir sehr glücklich sein werden. Aber wir brauchen es aus Sicherheitsgründen."

QIAGEN

prüft laut einem Agenturbericht strategische Optionen, unter anderem auch einen potenziellen Verkauf. Grund dafür sei ein erneut aufgekommenes Interesse an einer Übernahme des Konzerns, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Der Konzern arbeite mit Beratern zusammen, während der Aufsichtsrat vorläufige Interessensbekundungen potenzieller Bieter sichte. Qiagen habe in den vergangenen Wochen Gespräche mit mehreren möglichen Käufern geführt, darunter auch einige strategische Interessenten aus den USA. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Übernahmeinteresse auf sich gezogen, wobei die Gespräche jedoch nie zu einem Abschluss führten. Die Überlegungen befinden sich in einem frühen Stadium, und es gebe keine Gewissheit, dass die jüngste Verhandlungsrunde in einem Verkauf münden werde, hieß es.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/flf/ros

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