Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
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DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
GRÖNLAND-ZÖLLE - Die EU bereitet eine Reaktion auf Trumps Zolldrohung im Grönland-Streit vor. Die EU erwäge, die USA mit Zöllen in Höhe von 93 Milliarden Euro zu belegen oder amerikanischen Unternehmen den Zugang zum EU-Markt einzuschränken. Die Vergeltungsmaßnahmen werden ausgearbeitet, um den europäischen Staats- und Regierungschefs bei den entscheidenden Treffen mit dem US-Präsidenten auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos in dieser Woche mehr Einfluss zu verschaffen, wie an den Vorbereitungen beteiligte EU-Vertreter sagten. (Financial Times)
GRÖNLAND-ZÖLLE - Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer verlangt eine entschiedene Reaktion der Europäer auf die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump. "Die Antwort darauf muss eindeutig und geschlossen sein: Grönland steht nicht zum Verkauf", sagte die Chefin des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Süddeutschen Zeitung. "Europa muss mit der klaren Ansage reagieren, dass es bereit ist, den wirtschaftlichen Preis einer Zollerhöhung für seine Souveränität zu zahlen." Trump hatte angekündigt, einzelnen europäischen Staaten, darunter Deutschland, höhere Zölle abzuverlangen. Diese sollen im Juni steigen, falls die Länder nicht einem Verkauf Grönlands an die USA zustimmen. Dies zeige, "dass es nicht um die Sicherheitslage in der Arktis geht", sagte Schnitzer. "Es geht um die Annexion ausländischen Territoriums, um die Verschiebung von Grenzen durch die einseitige Androhung von Gewalt." (Süddeutsche Zeitung)
EZB-VIZEPRÄSIDENT - Die Euro-Finanzminister könnten am Montag die Nachfolge von Luis de Guindos als Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB) regeln. Spanien nominiert keinen Nachfolger für den Posten, weil es mit Deutschland um die Nachfolge von Christine Lagarde als Chefin der Notenbank konkurriert. Die besten Aussichten für den Vizeposten hat Insidern zufolge der Finne Olli Rehn. Der 63 Jahre alte Ökonom ist seit 2018 Notenbankchef seines Heimatlands. Zuvor war er Wirtschaftsminister Finnlands. (Handelsblatt)
KABINETT - Der Bundeskanzler erwägt eine größere Personalrochade im Kabinett und an der Spitze der Bundestagsfraktion. Wie der Spiegel berichtet, steht im Zentrum der Überlegungen Fraktionschef Jens Spahn. Das Vertrauensverhältnis zwischen ihm und Friedrich Merz sei schon lange gestört, heißt es aus der Umgebung des Kanzlers. Merz wisse aber um Spahns "Destruktionspotenzial", sodass für ihn eine gesichtswahrende Lösung gesucht werde. Vielleicht, so heißt es, könne er Nachfolger des angeschlagenen Berliner Bürgermeisters Kai Wegner werden, auch wenn das eher unwahrscheinlich sei. Wegner werde kaum den Platz freimachen, und Spahn habe an diesem Posten wohl kein Interesse, heißt es im Kanzleramt. Bleibe also nur die Möglichkeit, Spahn zum Minister zu machen und ihn damit in die Kabinettsdisziplin zu zwingen. So sei es denkbar, dass er Verkehrsminister Patrick Schnieder ablösen könnte, der beim Kanzler in Ungnade gefallen sei, als er ihm Ende September bei einer Fraktionssitzung vor allen Abgeordneten offen widersprochen habe. (Spiegel)
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Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
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