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07:45 Uhr, 19.01.2026

MORNING BRIEFING - USA/Asien

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DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: Die Börsen in den USA bleiben wegen des Feiertags "Martin Luther King Day" geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Ein kräftiger Anstieg der Exporte hat Chinas Wachstum im vergangenen Jahr angetrieben. Damit trotzte die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft den Erwartungen, wonach ein Handelskrieg mit den USA das Land ausbremsen würde. Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP) expandierte im vergangenen Jahr deflationsbereinigt um 5 Prozent, wie aus den am Montag vom Nationalen Statistikamt veröffentlichten Daten hervorgeht. Damit erreichte Peking sein offizielles Wachstumsziel und knüpfte an das reale BIP-Wachstum von 5 Prozent aus dem Jahr 2024 an. Zu Beginn des vergangenen Jahres hatten viele Analysten erwartet, dass neue US-Zölle Chinas Ausfuhren ersticken und das Wachstum drücken würden. Stattdessen steigerte China seine Exporte in Märkte weltweit und glich damit den Rückgang im Handel mit den USA mehr als aus. In der vergangenen Woche hatte die chinesische Zollbehörde einen Rekordhandelsbilanzüberschuss von 1,19 Billionen US-Dollar für das Jahr 2025 gemeldet, getragen von einem Exportplus von 5,5 Prozent. Die wirtschaftliche Dynamik in China schwächte sich im Jahresverlauf jedoch ab. Für das vierte Quartal gab China ein Wirtschaftswachstum von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum an, nach 4,8 Prozent im dritten Quartal. Einige Ökonomen weisen darauf hin, dass Chinas Wirtschaft ein Wachstum der zwei Geschwindigkeiten bzw ein K-förmiges Wachstum zeige: Während Exporte und verarbeitendes Gewerbe stark sind, bleiben Konsum und Immobilienmarkt schwach.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

Keine relevanten Unternehmenstermine angekündigt.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

Keine wichtigen Konjunkturdaten auf der Agenda.

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX                       zuletzt  +/- % 
E-Mini-Future S&P-500      6.885,10  -0,8% 
E-Mini-Future Nasdaq-100  25.254,80  -1,1% 
S&P/ASX 200 (Sydney)       8.874,50  -0,3% 
Nikkei-225 (Tokio)        53.583,57  -0,7% 
Hang-Seng (Hongk.)        26.583,62  -1,0% 
Shanghai-Comp.             4.111,34  +0,2% 
Kospi (Seoul)              4.904,66  +1,3% 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Mit einer uneinheitlichen Tendenz zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte zu Beginn der neuen Woche. Im Fokus stehen chinesische Wirtschaftsdaten. So hat sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal um 4,5 Prozent erhöht, blieb damit aber knapp unter der Prognose einer Zunahme um 4,6 Prozent. Damit erreichte Peking allerdings sein offizielles Wachstumsziel und knüpfte an das reale BIP-Wachstum von 5 Prozent aus dem Jahr 2024 an. Während es für den Shanghai-Composite um 0,2 Prozent aufwärts geht, verliert der Hang-Seng-Index in Hongkong 1,0 Prozent. Etwas auf die Stimmung drücken die angedrohten Zölle von US-Präsident Donald Trump, der im Zuge des Grönland-Streits insgesamt acht europäischen Ländern mit einem 10-prozentigen Zusatzzoll gedroht hat. Der Schritt hat das Zeug, ein wegweisendes Handelsabkommen zu kippen, das Trump im vergangenen Jahr mit der EU erzielt hatte und das darauf abzielt, Zölle auf viele US-Exporte zu senken. Dies schürt Sorgen vor einem erneuten Zollstreit. In Tokio setzten sich die Abgaben nach den jüngst starken Gewinnen fort, der Nikkei-225 reduzierte sich um weitere 0,7 Prozent. Die Anleger beobachteten aufmerksam alle Details zu den Parlamentswahlen sowie die Strategie von Premierministerin Sanae Takaichi, mit der sie die Wirtschaft ankurbeln und das Vertrauen der Öffentlichkeit gewinnen wolle, hieß es. An der Börse in Seoul ging nach einem leichten Abschlag zu Handelsbeginn dagegen die jüngste Rally weiter - der Kospi kletterte um weitere 1,3 Prozent. Hier standen Chipwerte erneut auf der Kaufliste. Der US-Konzern Micron Technology will eine Produktionsstätte von der taiwanischen Powerchip Semiconductor Manufacturing Corp für 1,8 Milliarden Dollar übernehmen.

WALL STREET

INDEX          zuletzt          +/- %       absolut       +/- % YTD 
DJIA         49.359,33         -0,2%        -83,11          +2,8% 
S&P-500       6.940,01         -0,1%         -4,46          +1,4% 
NASDAQ Comp  23.515,39         -0,1%         -14,63         +1,2% 
 
                     Freitag    Donnerstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,35 Mrd   1,20 Mrd 
Gewinner             1.186      1.864 
Verlierer            1.537        897 
Unverändert            109         74 
 

Knapp behauptet - Vorsicht dominierte unter den Anlegern vor dem Wochenende. Zudem hatten die jüngsten Aussagen von US-Präsident Trump die Zinssenkungshoffnungen gedämpft. Trump schürte Zweifel an Kevin Hassett als nächstem Fed-Chef, der Vorsitzende des Nationalen Wirtschaftsrats im Weißen Haus galt bisher als aussichtsreichster Kandidat. Im Zuge dessen hatten Anleger ihre Wetten auf Hassett für den Fed-Spitzenposten halbiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass der ehemalige Fed-Gouverneur Kevin Warsh nominiert wird, stieg auf 60 Prozent. Händler sehen Hassett als die marktfreundlichere Option als Nachfolger von Powell und glauben, dass er eher als Warsh bereit sein könnte, die Zinsen niedrig zu halten. Gesucht waren teilweise erneut Aktien mit Bezug zu TSMC oder KI, nachdem der taiwanische Chipauftragsfertiger mit starken Geschäftszahlen und einem optimistischen Ausblick die Furcht vor einer KI-Blase vorerst zerstreut hatte. AMD legten 1,7 Prozent zu und Broadcom um 2,5 Prozent. Micron verteuerten sich um 7,8 Prozent, nachdem TSMC-Co-CEO Mark Liu Aktien des Speicherchipherstellers gekauft hatte.

US-ANLEIHEN

Die Renditen stiegen, was Marktteilnehmer mit nachlassender Zinssenkungsfantasie erklärten nach den jüngsten Aussagen von US-Präsident Trump zur Powell-Nachfolge. Die Zehnjahresrendite stieg um 7 Basispunkte auf 4,22 Prozent.

DEVISEN

DEVISEN      zuletzt       +/- %      00:00  Fr, 09:09   % YTD 
EUR/USD       1,1630         0,4     1,1586     1,1612   -1,3% 
EUR/JPY       183,62         0,4     182,92     183,66   -0,5% 
EUR/GBP       0,8680         0,1     0,8675     0,8668   -0,7% 
GBP/USD       1,3398         0,3     1,3355     1,3396   -0,6% 
USD/JPY       157,89         0,0     157,88     158,17   +1,0% 
USD/KRW     1.473,50        -0,0   1.473,58   1.470,91   +2,3% 
USD/CNY       6,9972        -0,1     7,0016     7,0030   -0,3% 
USD/CNH       6,9581        -0,1     6,9671     6,9655   -0,1% 
USD/HKD       7,7955        -0,0     7,7980     7,7997   +0,3% 
AUD/USD       0,6697         0,4     0,6673     0,6703   +0,6% 
NZD/USD       0,5776         0,6     0,5744     0,5760   -0,1% 
BTC/USD    92.448,40        -3,2  95.455,70  95.614,80   +7,4% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Der Dollar-Index legte um 0,1 Prozent zu - begünstigt durch nachlassende Zinssenkungsfantasie.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

METALLE      zuletzt      Vortag      +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold        4.674,74    4.596,45      +1,7%     +78,29   +6,4% 
Silber         93,45     90,1495      +3,7%      +3,30  +26,4% 
Platin      2.024,79    2.018,86      +0,3%      +5,93  +15,0% 
Kupfer          5,90        5,83      +1,2%      +0,07   +2,4% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Der Goldpreis zeigte sich nach seinem jüngsten Höhenflug leichter - belastet von gesunkener Zinssenkungsfantasie nach soliden Konjunkturdaten und den Hasselt-Aussagen von Trump. Der Preis für eine Feinunze zeigte sich zur Schlussglocke 0,5 Prozent leichter.

ÖL

ROHÖL        zuletzt  VT-Schluss      +/- %    +/- USD   % YTD 
Brent/ICE      63,76       64,13      -0,6%      -0,37   +5,4% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Die Ölpreise tendierten in einer Gegenbewegung auf die Talfahrt vom Donnerstag fester. Die Preise waren unter Druck geraten, nachdem Präsident Trump die Möglichkeit eines bevorstehenden US-Militärschlags gegen den Iran heruntergespielt hatte. Beobachter sprachen vom Auspreisen einer Risikoprämie, die weiter schrumpfen dürfte, je mehr Zeit ohne ein militärisches Eingreifen vergehe. Dann dürfte wieder die Befürchtung eines Überangebots in den Vordergrund treten. Der Preis für Brent legte um 0,6 Prozent zu und der für WTI verteuerte sich um 0,4 Prozent.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

USA / GRÖNLAND

US-Präsident Trump hat angedroht, Länder mit Strafzöllen belegen zu wollen, die seinen Plan zur Kontrolle Grönlands nicht unterstützen. "Ich könnte einen Zoll auf Länder erheben, wenn sie bei Grönland nicht mitziehen, denn wir brauchen Grönland für die nationale Sicherheit. Das könnte ich also tun", sagte der Präsident am Freitag im Weißen Haus während einer Veranstaltung zum Thema Gesundheitswesen. Trump verwies darauf, dass die Androhung von Zöllen gegen Länder wie Frankreich und Deutschland ihm geholfen habe, die hohen Preise für verschreibungspflichtige Medikamente anzugehen. Trump fügte an, dieser Ansatz könnte ihm helfen, die Kontrolle über Grönland zu erlangen, was seiner Aussage nach notwendig sei, um die nationale Sicherheit der USA zu wahren.

WIRTSCHAFTSWACHSTUM CHINA

Chinas Immobilienkrise hat sich bis zum Dezember fortgesetzt. Damit endete ein Jahr, das von anhaltend schwacher Binnennachfrage geprägt war. In den 70 größten Städten Chinas fielen die Immobilienpreise im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 3,05 Prozent und damit noch etwas stärker als im November, als der Rückgang 2,78 Prozent betrug. Dies geht aus Berechnungen des Wall Street Journal hervor, die auf Daten basieren, die das Nationale Statistikamt am Montag veröffentlicht hat.

KONJUNKTUR CHINA

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

January 19, 2026 01:45 ET (06:45 GMT)

Die chinesische Industrieproduktion ist im Dezember im Vorjahresvergleich um 5,2 Prozent gestiegen. Im November hatte der Zuwachs noch bei 4,8 Prozent gelegen. Vom Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten für den Berichtsmonat ein Wachstum von 5,1 Prozent prognostiziert. Die Anlageinvestitionen fielen 2025 gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent. Damit kehrte sich der Anstieg von 3,2 Prozent aus dem Jahr 2024 ins Gegenteil um. Der Rückgang fiel zudem stärker aus als das in der WSJ-Umfrage erwartete Minus von 3,0 Prozent. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Dezember im Jahresvergleich um 0,9 Prozent. Damit verlangsamte sich das Wachstum nach einem Plus von 1,3 Prozent im November und blieb hinter den Erwartungen der Ökonomen von 1,2 Prozent zurück.

BAYER

erringt in dem Rechtsstreit um mutmaßliche Krebsrisiken bei seinem Unkrautvernichter Roundup (Glyphosat) einen wichtigen Etappensieg. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten erklärte am Freitag, den Berufungsantrag des Konzerns anzunehmen. Konkret geht es um den Fall des Klägers John Durnell aus dem US-Bundesstaat Missouri, dem eine Entschädigung von 1,25 Millionen Dollar zugesprochen worden war. Im Kern geht es um die Frage, ob Bundesrecht die Klagewellen nach einzelstaatlichem Recht ausschließt.

OPENAI

geht zur Erschließung weiterer Umsatzquellen neue Wege. OpenAI plant erstmals, Werbung in ChatGPT zu testen. Anzeigen sollen in der kostenlosen Version des Chatbots sowie in der günstigsten Abonnementstufe namens "ChatGPT Go" ausgespielt werden. Die Werbung soll am Ende der Antworten von ChatGPT erscheinen und entsprechend gekennzeichnet sein. In den teureren Abonnementstufen von OpenAI wird den Nutzern keine Werbung angezeigt.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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