Analyse
09:10 Uhr, 11.03.2026

Wieso der geopolitische Konflikt auch SK HYNIX oder SAMSUNG zum Verhängnis werden könnte

Der eskalierende Konflikt mit dem Iran belastet die Halbleiterbranche ebenfalls. An den südkoreanischen Märkten gerieten Werte wie SK Hynix oder Samsung deutlich unter Druck. Wie das zusammenhängt und ob das zu einer Gefahr werden könnte, liest Du hier.

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  • Samsung Electronics (GDR) - WKN: 896360 - ISIN: US7960508882 - Kurs: 2.740,000 € (L&S)
  • SK Hynix Inc. Reg.SHS - WKN: A1JWRE - ISIN: US78392B1070 - Kurs: 554,000 € (L&S)

Der eskalierende Konflikt mit dem Iran belastet die Halbleiterbranche zunehmend. An den südkoreanischen Märkten gerieten Werte wie SK Hynix oder Samsung deutlich unter Druck, nachdem sich die Sorge verstärkte, dass ein längerer Kriegsverlauf nicht nur die Energiepreise hochtreibt, sondern auch zentrale Rohstoff- und Materialflagen der Branche verschärft.

Im Fokus steht dabei insbesondere Helium, ein für die Halbleiterfertigung unverzichtbares Kühlgas.

Zusätzlichen Druck erzeugte der sprunghafte Anstieg des Ölpreises. Damit rückt nicht nur das Risiko direkter Materialengpässe in den Vordergrund, sondern auch die Frage steigender Produktionskosten. Halbleiterfabriken zählen zu den energieintensivsten Industrieanlagen. Reinräume und Kühlsysteme laufen rund um die Uhr, sodass höhere Strom- und Energiekosten unmittelbar auf die Kostenbasis wirken können.

Sollte die Meerenge über längere Zeit blockiert bleiben, drohen neben logistischen Störungen auch Belastungen durch steigende Preise für Öl, Gas und andere Energieträger. Für Südkoreas Halbleiterindustrie hätte das unmittelbare Folgen, weil mehrere kritische Vorprodukte und Rohstoffe aus der Region bezogen werden.

Helium, Brom

Als akutestes Risiko gilt derzeit Helium. Das Gas wird in der Halbleiterproduktion zur Kühlung von Wafern eingesetzt und ist damit für zentrale Fertigungsschritte essenziell. Nach Angaben der Korea International Trade Association entfielen im vergangenen Jahr 64,7 % der gesamten südkoreanischen Heliumimporte auf Katar. Gleichzeitig steht Katar für 38 % des weltweiten Heliumangebots. Damit ist die Abhängigkeit von einem geopolitisch sensiblen Lieferland hoch.

Das Wall Street Journal berichtet, dass drei Helium-Produktionsanlagen in Katar stillgelegt wurden. Ein Medium der American Chemical Society, schrieb, seit Beginn des Konflikts ist ein Drittel des weltweiten Heliumangebots vom Markt verschwunden. Sollte der Konflikt länger als zwei Wochen andauern, könne es Monate dauern, bis die Störungen für industrielle Abnehmer behoben seien. Hinzu kommt, dass die Blockade der Straße von Hormus nach Berichten auch die Seewege für Heliumtransporte unterbrochen hat.

Neben Helium rückt auch Brom in den Blick. Eine unmittelbar bestätigte Störung wie bei Helium liegt hier bislang zwar nicht vor, doch das Material gilt ebenfalls als sensibler Faktor. Brom wird in Ätzprozessen verwendet, um unerwünschte Materialschichten in der Halbleiterfertigung zu entfernen. Hochreines Bromwasserstoffgas kommt insbesondere beim Ätzen von Polysilizium in der Produktion von DRAM- und NAND-Flash-Speichern zum Einsatz. Südkorea importiert 97,5 % seines Broms aus Israel. Damit gehört Brom zu den 14 Halbleiter-Lieferkettenpositionen, bei denen das Land auf den Nahen Osten angewiesen ist. Der Markt stuft dieses Risiko derzeit noch als latent ein und als weniger unmittelbar betroffen als Helium.

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Fazit

Kurzfristig verfügen die Unternehmen allerdings über gewisse Puffer. Lagerbestände und eine breitere Beschaffungsbasis können helfen, den ersten Schock abzufedern. SK Hynix soll neben vorhandenen Heliumvorräten zusätzliche Bezugsquellen gesichert haben und damit seine kurzfristige Verwundbarkeit reduziert haben. Doch diese Entlastung ist zeitlich begrenzt. Je länger Produktionsstörungen in Katar und eine mögliche Blockade der Straße von Hormus andauern, desto größer werden Kosten- und Zeitaufwand für die Beschaffung alternativer Rohstoffe.

Bei den Energiekosten fällt die Lage differenzierter aus. Zwar erhöht der Ölpreisanstieg den Druck auf die gesamte Industrie, doch die südkoreanische Halbleiterbranche hat ihre Abhängigkeit von externer Stromversorgung in den vergangenen Jahren laut Berichten durch Eigenerzeugung und Effizienzmaßnahmen schrittweise reduziert. Das dürfte den kurzfristigen Effekt steigender Strompreise zumindest teilweise begrenzen.

Die strukturellen Wachstumstreiber der Branche bleiben bislang intakt. Demnach steigen die Speicherpreise schneller als erwartet, während sich die Engpässe bei DRAM und NAND weiter verschärfen.

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1 Kommentar

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  • AnJay
    AnJay

    Dann auch TSMC. Fast 9% des Stroms in Taiwan von TSMC verbraucht und Taiwan vebrennt Gas zu Strom. Hauptlieferant - Katar. Die Fabriken wird man nicht ausschalten, sondern woanders einsparen. Nach Stillstand später die Fabriken im Betrieb zu nehmen wird extrem teuer.

    09:13 Uhr, 11.03.

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