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10:04 Uhr, 01.08.2026

Weekend-Flash: Ölpreis-Rückgang entlastet – DAX legt 2,5 Prozent zu

Sinkende Ölpreise und starke Konjunkturdaten trieben den DAX auf 25.700 Punkte: Der Wochenrückblick zu Märkten, Fed und Berichtssaison.

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Der Abbau der Risikoprämie am Ölmarkt und eine überraschend robuste Konjunktur in der Eurozone bescherten dem DAX die stärkste Woche seit Längerem. In den USA trennte die Berichtssaison die Schwergewichte scharf: Microsoft und Amazon zogen davon, während Meta und Apple enttäuschten. Die Fed hielt still, die Nahost-Lage blieb der Unruheherd.

Wochenrückblick

Die Woche wurde von zwei Kräften bestimmt: dem Auf und Ab der Risikoprämie im Ölmarkt und einer Berichtssaison, die selten so scharf zwischen Gewinnern und Verlierern trennte. Zum Wochenauftakt endete die US-Angriffsserie im Iran, am Dienstag folgte die Erwartung direkter Gespräche zwischen Washington und Teheran. Brent verlor an beiden Tagen jeweils rund 8 % und beendete die Woche bei 87,93 USD, ein Minus von 9,14 %. Der Rückgang dämpfte die Inflations- und Kostenperspektive für Industrie, Transport und Verbraucher, auch wenn neue Drohungen gegen den Iran und die Spannungen um Hormus und Bab al-Mandab den Preis zum Wochenschluss wieder anziehen ließen.

Davon profitierte vor allem der deutsche Markt: Während der DAX mit einem Plus von 2,49 % auf 25.700 Punkte klar die Führung übernahm, kamen Dow Jones (+1,04 % auf 52.485,03 Punkte), S&P 500 (+1,05 % auf 7.489,72 Punkte) und Nasdaq 100 (+0,52 % auf 28.274,2 Punkte) deutlich verhaltener ins Ziel. Der Technologieindex musste erst Berichte über chinesische DUV-Lithografiemaschinen und den Renditeanstieg auf 4,73 % verdauen, ehe ihn der Kurssprung des Schwergewichts Microsoft am Donnerstag wieder nach oben zog.

Die Konjunkturdaten stützten die europäische Seite: Das Ifo-Geschäftsklima fiel besser aus als erwartet, die Eurozone wuchs im zweiten Quartal um 0,4 % statt der erwarteten 0,2 %, Deutschland um 0,2 %. In den USA blieb das BIP mit annualisiert 1,5 % hinter den erwarteten 2,1 % zurück, während der Preisindex auf 6,3 % sprang. Die Fed beließ den Leitzins am Mittwoch erwartungsgemäß bei 3,75 %, die Bank of Japan tastete ihren Satz am Freitag ebenfalls nicht an. Die Inflation der Eurozone zog im Juli auf 2,9 % an, die Kernrate auf 2,5 %.

Am Devisenmarkt schlug sich das schwächere US-Wachstum nieder: EUR/USD ging mit 1,15 und einem Wochenplus von 1,41 % ins Wochenende. Bei den übrigen Basiswerten überwogen die Abgaben: Gold schloss bei 4.049,1 USD (-0,53 %), während Bitcoin nach Liquidationen von über 113,5 Mio. USD am Freitag mit 62.825,9 USD und -1,96 % die schwächste Bilanz der Gruppe vorlegte.

Europa

Tops & Flops Europa — Wochensicht (L&S)

Wert Woche
Drägerwerk AG & Co. KGaA Vz +14,65 %
Bechtle +13,99 %
SAP +12,92 %
Schaeffler -11,75 %
VERBIO Vereinigt.BioEnergie -11,44 %
PVA TePla -9,71 %

Der Softwaresektor gab in Deutschland den Takt vor. SAP überraschte mit einem währungsbereinigt um 26 % auf knapp 23 Mrd. EUR gestiegenen Cloud-Vertragsbestand, was die Sorgen um die Rentabilität der KI-Investitionen dämpfte und die Aktie auf Wochensicht um 12,92 % nach oben trug. Bechtle hob nach einem starken zweiten Quartal die Jahresprognose für Geschäftsvolumen und Vorsteuerergebnis an und gewann 13,99 %, gestützt von zahlreichen Kurszielerhöhungen. Den stärksten Wochengewinn verbuchte Drägerwerk mit 14,65 %, nachdem der Konzern für das Gesamtjahr ein Umsatzplus von 2 bis 6 % und erwartete Zollrückerstattungen in Aussicht gestellt hatte.

Auf der Industrieseite überzeugten Rheinmetall mit einem Umsatzsprung von 69 % auf 3,29 Mrd. EUR und einer operativen Marge von 17,1 % sowie Airbus, das für 2026 ein bereinigtes EBIT von 7,5 Mrd. EUR anpeilt. Knorr-Bremse und Indus Holding hoben ihre Jahresziele an, Aumovio legte den Rechtsstreit mit BMW gegen Aufträge über rund 1 Mrd. EUR bei.

Am Freitag drehte das Bild: Novo Nordisk meldete den Fehlschlag der Phase-III-Studie Zeus mit Ziltivekimab, Schaeffler kappte die Mittelfristziele für 2028 und verlor auf Wochensicht 11,75 %. adidas hob zwar die Umsatzprognose an, verfehlte beim EBIT aber die Erwartungen. Freundlicher blieb es bei den Halbleiterwerten um AIXTRON und Infineon Technologies, während UniCredit mit Accenture und IBM eine langfristige IT-Partnerschaft in 13 Märkten vereinbarte.

USA

Tops & Flops USA — Wochensicht (L&S)

Wert Woche
Cognizant Tech. Solutions +21,78 %
Microsoft +21,75 %
Garmin +20,88 %
Alnylam Pharmaceuticals -24,38 %
Lennox International -23,15 %
C.H. Robinson Worldwide -20,79 %

Die Woche gehörte den Tech-Schwergewichten, die dabei weit auseinanderfielen. Microsoft (Aktuelle Analyse) beendete die Woche 21,75 % höher, nachdem starke Jahreszahlen und das Signal begrenzter KI-Investitionen überzeugt hatten. Amazon (Aktuelle Analyse) überzeugte mit 200,6 Mrd. USD Nettoumsatz, 37 % AWS-Wachstum und einem Auftragsbestand von 496 Mrd. USD, worauf zahlreiche Häuser die Kursziele anhoben. Meta Platforms verfehlte dagegen den Umsatzkonsens deutlich und hob den Capex-Ausblick auf 125 bis 145 Mrd. USD an. Apple enttäuschte trotz übertroffener Zahlen mit dem Umsatzausblick, sodass Nvidia Apple zum Wochenschluss bei der Marktkapitalisierung wieder überholte.

Abseits davon lieferte Garmin Rekordquartalszahlen und einen kräftig angehobenen Ausblick, was ein Wochenplus von 20,88 % ergab. Auf der Verliererseite verlor Alnylam Pharmaceuticals 24,38 % nach verfehltem Quartalsumsatz und gesenkter Prognose für das TTR-Franchise, Lennox International setzte den Rückgang nach gekappter EPS-Prognose auf 23,15 % Wochenminus fort, und C.H. Robinson Worldwide gab trotz Zahlen über den Erwartungen 20,79 % ab. Caterpillar litt unter der Abstufung durch Baird, Coinbase Global (Aktuelle Analyse) unter verfehlten Umsatzerwartungen und Kurszielsenkungen. ExxonMobil (Aktuelle Analyse) verfehlte beim bereinigten EPS die Erwartungen, verdreifachte den Nettogewinn gegenüber dem Vorquartal aber auf 14,5 Mrd. USD.

Ausblick auf die neue Woche

Der Terminkalender startet ruhig: Am Montag steht die Inflationsrate der Schweiz für Juli an, erwartet werden 0,5 %. Am Dienstag folgen die Protokolle der Bank of Japan, am Donnerstag das EZB-Wirtschaftsbulletin, das Hinweise auf die September-Debatte liefern dürfte. Der Wochenschluss gehört dem Arbeitsmarkt: Am Freitag werden die US-Arbeitslosenquote mit einer Erwartung von 4,3 % sowie die kanadischen Beschäftigungsdaten mit einer erwarteten Arbeitslosenquote von 6,5 % veröffentlicht.

Auf der Unternehmensseite eröffnet Palantir Technologies am Montag die neue Berichtsrunde. Am Dienstag ballen sich die Termine: Advanced Micro Devices liefert den nächsten Datenpunkt zur KI-Nachfrage, Caterpillar muss nach der Abstufung die Zweifel am Rechenzentrumszyklus ausräumen, dazu berichten Merck & Co., Arista Networks, Amgen und McDonald's. Am Mittwoch legen Lilly und Western Digital ihre Zahlen vor.

Dieser Beitrag ist unter Einsatz Künstlicher Intelligenz entstanden.

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