VOLKSWAGEN - Margendruck bleibt hoch
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- Volkswagen AG Vz. - WKN: 766403 - ISIN: DE0007664039 - Kurs: 85,480 € (XETRA)
- Volkswagen AG - WKN: 766400 - ISIN: DE0007664005 - Kurs: 85,950 € (XETRA)
Volkswagen hat im ersten Quartal 2026 weniger umgesetzt und operativ weniger verdient als im Vorjahr. Die Umsatzerlöse sanken um 2,5 % auf 75,7 Mrd. EUR. Das operative Ergebnis ging um 14,3 % auf 2,46 Mrd. EUR zurück. Die operative Marge lag bei 3,3 % nach 3,7 % im Vorjahresquartal und damit unter den Erwartungen.
Unter dem Strich fiel der Gewinn nach Steuern um 28,4 % auf 1,56 Mrd. EUR. Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch höhere US-Zölle, Sondereffekte in einzelnen Markengruppen und Kosten im Zusammenhang mit dem Produktionsende des ID.4 in den USA.
Kosten sollen weiter sinken
Vor Sondereinflüssen lag die operative Marge bei 4,3 %. Dies sei deutlich zu niedrig, sagte Finanzvorstand Arno Antlitz. Notwendig seien deshalb weitere Einsparungen und eine grundlegende Veränderung des Geschäftsmodells.
"Dazu gehört, die Kostenstruktur unserer Fahrzeuge zu verbessern, ohne die Produktsubstanz zu beeinträchtigen, die Gemeinkosten deutlich abzusenken, die Effizienz unserer Werke zu steigern sowie Technologieentwicklung und Entscheidungsfindung zu beschleunigen. Das können wir nur erreichen, wenn wir die Komplexität erheblich verringern – in unserem Produktportfolio und den Technologieplattformen, bei der Anzahl der Einheiten und Entscheidungsebenen. Darauf werden wir uns in den kommenden Monaten konzentrieren", sagte CFO Arno Antlitz laut Pressemitteilung.
Positiv im ersten Quartal entwickelte sich der Netto-Cashflow im Konzernbereich Automobile. Er lag bei 1,99 Mrd. EUR nach minus 0,83 Mrd. EUR im Vorjahr. Volkswagen verweist dabei auf ein stärkeres operatives Geschäft vor Sondereffekten, Investitionsdisziplin und niedrigere Steuerzahlungen. Die Nettoliquidität im Automobilbereich belief sich Ende März auf 34,2 Mrd. EUR.
Ein Lichtblick war auch das Pkw-Geschäft außerhalb Chinas. "Im Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge liegt das operative Ergebnis um rund 43 % über Vorjahr", wie Konzernchef Oliver Blume betonte. "Unsere Produktoffensive kommt bei unseren Kundinnen und Kunden an. Unsere Kostenarbeit trägt Früchte. Diese Erfolge geben uns Selbstvertrauen. Sie bilden die Grundlage, die Transformation weiter zu beschleunigen."
Auftragsbestand in Europa steigt
Der Fahrzeugabsatz des Konzerns sank im ersten Quartal um 6,9 % auf 1,95 Mio. Fahrzeuge. Rückgänge in China und Nordamerika konnten durch Zuwächse in Europa und Südamerika nur teilweise ausgeglichen werden. In Europa stieg der Auftragsbestand gegenüber Ende 2025 um rund 15 %. Die Auftragseingänge legten über alle Antriebsarten um 3 % zu, bei BEV-Modellen um 4 %.
An den Zielen für das Geschäftsjahr 2026 hält Volkswagen fest. Der Konzern erwartet unverändert ein Umsatzplus von 0 bis 3 % und eine operative Rendite von 4,0 bis 5,5 %. Der Netto-Cashflow im Automobilbereich soll 3 bis 6 Mrd. EUR erreichen. Mögliche künftige Auswirkungen einer Eskalation im Nahen Osten sind in der Prognose nicht berücksichtigt.
Fazit: Volkswagen liefert ein schwaches erstes Quartal mit deutlichem Margendruck und Ergebnisrückgang. Die bestätigte Prognose und der verbesserte Cashflow könnten die Aktie vorübergehend stützen, lösen aber die operativen Probleme nicht. Entscheidend bleibt, ob der Konzern die angekündigten Einsparungen schnell genug umsetzen und die Belastungen aus Zöllen, dem schwächeren China-Geschäft und Sondereffekten eindämmen kann. Für die Volkswagen-Vorzugsaktie spricht die extrem niedrige fundamentale Bewertung und die hohe Dividendenrendite, während das negative Momentum zur Vorsicht mahnt.
| Jahr | 2025 | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. EUR | 321,91 | 326,58 | 334,29 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 13,31 | 19,98 | 24,49 |
| KGV | 6 | 4 | 4 |
| Dividende je Aktie in EUR | 5,26 | 5,96 | 7,31 |
| Dividendenrendite | 6,12% | 6,94% | 8,51% |
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*e = erwartet, Erwartungen basieren bei |

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