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16:54 Uhr, 27.03.2025

USA rücken einer Abstufung durch Moody's näher

Von Matt Wirz

DOW JONES--Das Zollrisiko könnte die Top-Bonität der USA gefährden. Die Ratingagentur Moody's Investors Service hat neue Prognosen herausgegeben, in denen mit einem höheren Defizit und höheren Zinsen für die USA gerechnet wird. Beides könnte die Fähigkeiten des Landes beim Schuldendienst unterminieren.

Eine Abstufung wäre eine politisch aufgeladene Entscheidung. Weder bei S&P noch bei Fitch haben die USA noch die Spitzenbonität "AAA", sondern stehen auf "AA+".

Das langsamere Wachstum durch Zölle, gepaart mit größeren Steuersenkungen dürften das Defizit über die nächsten zehn Jahre um über ein Drittel auf 8,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufblähen, so Moody's. Die Agentur hatte ihren Ausblick für das Rating der USA 2023 auf negativ gesenkt, aber wegen der Stärke des US-Dollar und der Treasurys bisher von einer Abstufung abgesehen.

Die nun erfolgte Änderung der Prognosen signalisiert, dass diese Position wankt. "Wir sehen schwindende Aussichten, dass diese Stärken weiterhin das sich ausweitende Defizit und die nachlassende Bedienung der Schulden ausgleichen können", so Moody's.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

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