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13:30 Uhr, 09.02.2026

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Auftragseingänge stützen Sentix-Konjunkturindex für Deutschland

Die Wachstumsaussichten der deutschen Wirtschaft haben sich nach Ansicht von Investoren deutlich verbessert. Der von dem Beratungsunternehmen Sentix erhobenen Konjunkturindex steigt im Februar auf minus 6,9 (Januar: minus 16,4) Punkte. Es ist der zweite Anstieg in Folge. Der Index der Lagebeurteilung erhöht sich auf minus 27,5 (minus 36,9) Punkte und der Erwartungsindex auf plus 16,3 (plus 5,5) Punkte. Alle Werte sind die jeweils höchsten seit Juli 2025.

EZB: Analysten prognostizieren erste Zinserhöhung für 3Q/2028

Die Zinserwartungen geldpolitischer Analysten zum weiteren Zinskurs der Europäischen Zentralbank (EZB) haben sich im Vorfeld der jüngsten EZB-Ratssitzung nicht verändert. Wie die EZB mitteilte, erwarteten die Analysten weiterhin keine Zinssenkung mehr. Eine erste Zinserhöhung auf 2,25 Prozent prognostizierten sie wie schon Vorfeld der Dezember-Sitzung für das dritte Quartal 2028.

Politisches Risiko in Großbritannien belastet Staatsanleihen

Die politische Unsicherheit in Großbritannien übt Aufwärtsdruck auf die Renditen von Staatsanleihen aus, nachdem der Stabschef des Premierministers, Morgan McSweeney, am Wochenende zurückgetreten ist. Die Sorge, dass der britische Premierminister in den kommenden Tagen abgelöst werden könnte, verunsichere die Anleger in britische Anleihen aufgrund des Risikos einer Hinwendung zu lockereren fiskalischen Regeln, schreibt Kathleen Brooks von XTB in einer Research Note. "Eine politische Risikoprämie ist auf britische Schuldtitel mit langer Laufzeit aufgeschlagen worden." Die Renditen zehnjähriger britischer Staatsanleihen steigen um 2 Basispunkte auf zuletzt 4,543 Prozent, wie aus Daten von Tradeweb hervorgeht.

Japans Premierministerin bekräftigt Steuersenkungspläne

Japans Premierministerin Sanae Takaichi hat ihre Siegesrede genutzt, um zu bekräftigen, dass sie Steuersenkungen vorantreiben will. Dieses Wahlversprechen war bei den Wählern beliebt, hat aber Sorgen um die Staatsfinanzen geschürt. Nachdem sie die Regierungspartei zu einem Erdrutschsieg bei den Unterhauswahlen geführt hat, verfügt Takaichi über ein deutlich stärkeres Mandat zur Umsetzung ihrer Vision für Japan.

Japans Premierministerin kann Politik mit wenig Widerstand durchsetzen

Die Liberaldemokratische Partei der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi könne ihre Politik "mit wenig Widerstand im Eilverfahren durchsetzen", schreibt Alex Loo von TD Securities in einer Research Note. Die Märkte warteten nun darauf zu sehen, ob Takaichi an ihrer "verantwortungsvollen" Fiskalpolitik festhalten und ihren Ruf als ausgabefreudig ablegen werde, meint der leitende Makrostratege. Die von Takaichi geführte Regierungskoalition hat bei der Unterhauswahl einen Erdrutschsieg errungen. Die Supermajorität der LDP erlaube es ihr, Vetos des Oberhauses gegen politische Maßnahmen durch eine zweite Abstimmung aufzuheben, so der Stratege.

Wahrscheinlichkeit für Interventionen in Japan bleibt hoch

Die Wahrscheinlichkeit von Interventionen in Japan bleibe hoch, insbesondere wenn der US-Dollar in den kommenden Tagen im Zuge einer taktischen Erholung der Dollar-Stärke die Marke von 160 gegenüber dem japanischen Yen überschreite, schreibt Alex Loo von TD Securities in einer Research Note. "Im Falle einer schnellen Bewegung über 160 hinaus erwarten wir, dass das Finanzministerium am Devisenmarkt intervenieren wird, möglicherweise mit Hilfe der USA, da die Reaktion bei Yen und JGBs auf den US-Markt übergreifen könnte", so der leitende Makrostratege.

Chinesische Banken sollen Engagement in US-Treasuries begrenzen - Agentur

Chinesische Regierungsbeamte haben Banken dazu aufgefordert, den Kauf von US-Staatsanleihen zu begrenzen, und diejenigen mit hohem Engagement angewiesen, ihre Positionen abzubauen, berichtet Bloomberg unter Berufung auf ungenannte Quellen. Laut dem Bloomberg-Bericht spiegelt die Empfehlung, die nicht für Chinas staatliche Bestände an US-Staatsanleihen gilt, die Besorgnis wider, dass umfangreiche Bestände an US-Staatsanleihen Banken starken Schwankungen aussetzen könnten.

+++ Konjunkturdaten +++

Mexiko Verbraucherpreise Jan +0,38% (PROG: +0,41%) gg Vm

Mexiko Kernrate Verbraucherpreise Jan +0,60% (PROG: +0,58%) gg Vm

Taiwan Exporte Jan +69,9% gg Vorjahr (PROG +52,2%)

DJG/DJN/apo

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