MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Unicredit-Zahlen kommen gut an
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DOW JONES--Europas Börsen halten bis Montagmittag an den Gewinnen fest. Die internationalen Vorgaben stützen. Risk on hieß es zum Wochenschluss an der Wall Street. Der Dow Jones kletterte dort über 50.000 Punkte, was US-Präsident Donald Trump nicht entging. Dieser feierte diesen Meilenstein in seiner zweiten Amtszeit. Trump warf auch gleich sein eigenes Kursziel in den Ring: 100.000 Punkte im Dow bis zum Ende seiner Amtszeit (Januar 2029). Mit einem Freudensprung an den japanischen Börsen wurde derweil der überwältigende Wahlsieg der LDP in Japan unter Premierministerin Sanae Takaichi gefeiert. Die Anleger setzen nun auf Abenomics 2.0, also zukünftig stärkere fiskalische Impulse.
Der DAX gewinnt 0,4 Prozent auf 24.822 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,2 Prozent nach oben. Der Yen hat auf den LDP-Sieg in Erwartung höherer Staatsschulden zunächst abgewertet, liegt nun aber vorne nach Berichten über mögliche Interventionen durch die japanische Notenbank. Der Euro wertet auf 1,1875 Dollar auf, was ebenfalls auf die Bewegungen im Yen zurückzuführen sein dürfte. An den Anleihemärkten geht es mit den Renditen leicht nach oben.
Die Wachstumsaussichten der deutschen Wirtschaft haben sich nach Ansicht von Investoren deutlich verbessert. Der von dem Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindex steigt im Februar auf minus 6,9 (Januar: minus 16,4) Punkte. Es ist der zweite Anstieg in Folge. Der Index der Lagebeurteilung erhöhte sich auf minus 27,5 (minus 36,9) Punkte und der Erwartungsindex auf plus 16,3 (plus 5,5) Punkte. Alle Werte sind die jeweils höchsten seit Juli 2025.
Unicredit-Ausblick kommt gut an
Gut kommen die Geschäftszahlen von Unicredit (+6,1%) zum vierten Quartal im Handel an. Im Fokus stehe allerdings mehr der Ausblick bis 2028, heißt es dort. Die Aktie sei zwar recht günstig, für eine weitere Bewertungsausweitung wollten Investoren zunächst aber Klarheit über die künftige Kapitalallokation bekommen. Hier sieht Unicredit bis 2028 den Nettogewinn bei rund 13 Milliarden Euro und geht von rund 50 Milliarden Euro an Ausschüttungen in den nächsten fünf Jahren aus. Gespannt ist man nun an der Börse auf die Geschäftszahlen der Commerzbank, die ebenfalls diese Woche noch vorgelegt werden. Die Unicredit hält 29 Prozent der Commerzbank-Titel. Die Italiener haben in der Vergangenheit Interesse an einer vollständigen Übernahme der Commerzbank signalisiert. Commerzbank gewinnen 2 Prozent.
Bayer handeln 0,4 Prozent höher. Das Unternehmen kann sein Herbizid Stryax in den USA nach behördlicher Genehmigung anbieten. Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat Dicamba-Herbizide mit geringer Flüchtigkeit in 34 Bundesstaaten registriert. Dies öffnet Bayer die Tür für die Markteinführung von Stryax, einem Pestizid mit eingeschränkter Anwendung.
Fest notieren die Aktien von Novo Nordisk (+7,1%), weil Hims & Hers Health ihr Nachahmerprodukt im Bereich Abnehmmedikamente nicht auf den Markt bringen wird. Am Wochenende erklärte das Unternehmen, wegen juristischer Drohungen auch von der Gesundheitsbehörde FDA darauf zu verzichten. Obwohl diese Nachrichten Novo Nordisk eine Atempause bei der oralen Semaglutid-Kopie verschaffen und Novos Bemühungen unterstützen könnten, die Auswirkungen von injizierbaren Semaglutid-Rezepturen in Zukunft zu begrenzen, behalten die Analysten der Citi ihre Bewertung auf "Neutral" bei, da sie weiterhin mehrere Umsatz- und Preis-Gegenwinde für 2026 und darüber hinaus sehen.
Immobilienwerte hinken zu Wochenbeginn der Gesamtmarktentwicklung hinterher. Ursächlich dürften die Gesetzespläne von Bundesjustizministerien Stefanie Hubig sein, die eine Stärkung von Mieterrechten vorsehen. So soll der Möblierungszuschlag stärker reguliert werden oder der Anstieg bei Indexmieten gedeckelt werden. Daneben soll der Kündigungsschutz erhöht werden. Vonovia verlieren 1,3 Prozent, LEG Immobilien 1,3 Prozent und TAG Immobilien 1,4 Prozent.
=== INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD Euro-Stoxx-50 6.012,19 +0,2% 13,79 +3,6% Stoxx-50 5.144,20 +0,3% 13,28 +4,3% DAX 24.821,57 +0,4% 100,11 +0,9% MDAX 31.805,32 +0,5% 142,49 +3,4% TecDAX 3.617,69 -0,1% -1,91 -0,1% SDAX 18.082,03 +1,1% 188,31 +4,2% CAC 8.275,68 +0,0% 1,84 +1,5% SMI 13.525,89 +0,2% 22,83 +1,8% ATX 5.712,23 +0,8% 46,70 +6,4% DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Fr, 17:58 Uhr % YTD EUR/USD 1,1879 +0,5% 1,1815 1,1812 +0,6% EUR/JPY 185,88 -0,1% 186,00 185,57 +1,0% EUR/CHF 0,9152 -0,2% 0,9173 0,9165 -1,5% EUR/GBP 0,8700 +0,2% 0,8685 0,8683 -0,4% USD/JPY 156,48 -0,6% 157,42 157,10 +0,4% GBP/USD 1,3653 +0,4% 1,3604 1,3604 +1,0% USD/CNY 6,9432 -0,1% 6,9498 6,9504 -1,1% USD/CNH 6,9207 -0,1% 6,9296 6,9309 -0,7% AUS/USD 0,7047 +0,4% 0,7017 0,7013 +5,2% Bitcoin/USD 69.065,10 -2,8% 71.039,80 69.781,65 -19,9% ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 63,73 63,55 +0,3% 0,18 +10,5% Brent/ICE 68,28 68,05 +0,3% 0,23 +11,8% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 5.015,50 4.965,05 +1,0% 50,45 +14,9% Silber 80,29 77,90 +3,1% 2,39 +9,3% Platin 1.733,58 1.769,81 -2,0% -36,23 +0,9% Kupfer 5,89 5,88 +0,1% 0,01 +3,2% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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