ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Französische Inflation sinkt vor EZB-Sitzung stärker als erwartet
Die französische Inflation ist im Januar stärker als erwartet gesunken. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Teuerung in der Eurozone in diesem Jahr länger unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) liegen könnte. Die Verbraucherpreise lagen 0,4 Prozent höher als im Vorjahresmonat, nach einem Anstieg von 0,7 Prozent im Dezember. Dies zeigten die EU-harmonisierten Daten der Statistikbehörde Insee. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten im Konsens einen Anstieg von 0,6 Prozent erwartet.
EZB: Banken straffen Firmenkreditstandards im 4Q
Die Banken des Euroraums haben ihre Standards für Unternehmenskredite im vierten Quartal 2025 spürbar gestrafft und erwarten für das erste Quartal 2026 eine weitere moderate Straffung. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem Quartalsbericht zur Kreditvergabe mitteilte, gab es 7 Prozent mehr Banken, die ihre Kreditstandards strafften als solche, die sie lockerten. Die Banken selbst hatten im November für das vierte Quartal eine marginale Straffung (1 Prozent) prognostiziert.
EZB-Pressekonferenz wohl spannender als Zinsentscheid
Auch bei State Street wird davon ausgegangen, dass die Europäische Zentralbank am kommenden Donnerstag keine Änderung der Leitzinsen vornimmt. Die EZB habe zuletzt ihren datenabhängigen Kurs bekräftigt und signalisiert, dass sie die aktuelle geldpolitische Ausrichtung derzeit als angemessen erachtet. Im Fokus der anschließenden Pressekonferenz dürfte weniger die Gesamtinflation stehen, sondern vielmehr die andauernd robuste Dienstleistungsinflation als Subaggregat und damit als Ausdruck des inländischen Lohndrucks der Eurozone. Gleichzeitig wurde die Wechselkursentwicklung des Euros zum US-Dollar von Ratsmitgliedern zuletzt stärker thematisiert:
Sorgen um Chinas Mehrwertsteuerpolitik scheinen übertrieben
Sorgen über die chinesische Mehrwertsteuerpolitik sind nach Einschätzung von Citi übertrieben. Die Analysten der Bank verweisen auf die Sorge von Anlegern, dass die jüngste Anpassung der Mehrwertsteuer auf einige Telekommunikationsdienstleistungen zu umfassenderen Steuererhöhungen führen könnte. Die tatsächliche Änderung sei jedoch gering und die Auswirkungen auf die Einnahmen minimal, schreiben sie in einer Research Note.
USA und Iran stehen vor Verhandlungen
Ranghohe Vertreter der USA und des Iran wollen sich in dieser Woche in der Türkei treffen. Dies geschieht inmitten von Bemühungen regionaler Mächte, eine diplomatische Alternative zu einer Konfrontation zu schaffen, die breitere Unruhen auszulösen droht. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Präsident Trumps Schwiegersohn Jared Kushner werden erwartet, um am Freitag in Istanbul an Gesprächen mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi teilzunehmen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten.
+++ Konjunkturdaten +++
Brasilien Industrieproduktion Dez -1,2% gg Vormonat - IBGE
Brasilien Industrieproduktion Dez +0,4% gg Vorjahr - IBGE
DJG/DJN/apo
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