ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
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Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Trump lädt Kanada zur Beteiligung an "Golden Dome" ein
US-Präsident Donald Trump hat Kanada nach Angaben seines Finanzministers Scott Bessent eingeladen, sich an seinem geplanten Raketenabwehrprojekt "Golden Dome" zu beteiligen. "Grönland ist für sein Golden-Dome-Projekt zum Schutz der USA von strategischer Bedeutung, und er hat Kanada eingeladen, sich daran zu beteiligen, wenn es seinen Anteil bezahlen will", sagte Bessent in einem Interview mit CNBC in Davos. Bessent erklärte zudem, der Erwerb Grönlands sei ein langfristiges Ziel der USA gewesen. "Das beschäftigt den Präsidenten seit seiner ersten Amtszeit, das beschäftigt die Präsidenten seit 150, 160 Jahren. Das ist nichts Neues", sagte er.
Bessent: Wollen Handelsabkommen mit EU wie geplant umsetzen
Die USA wollen das Handelsabkommen mit der EU nach den Worten von Finanzminister Scott Bessent wie geplant umsetzen. "Wir sind dabei, ein sehr gutes Handelsabkommen für beide Seiten abzuschließen, daher ist der Plan, das Abkommen voranzutreiben", sagte Bessent auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Einige EU-Parlamentarier hatten gedroht, die Vereinbarung wegen der Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu Grönland und dessen Drohung mit Zöllen zu blockieren. Bessent sagte, dass die EU keine Vergeltung für Trumps Zolldrohungen üben sollte. "Ich würde genau das sagen, was ich nach dem 'Liberation Day' im vergangenen April gesagt habe, als der Präsident Zölle gegen die ganze Welt verhängte. Ich rate jedem: Lehnen Sie sich zurück, atmen Sie tief durch und üben Sie keine Vergeltung", sagte er.
General: Grönland-Streit macht Nato gegenüber Russland verwundbar
Das Zerwürfnis zwischen den USA und Europa wegen Grönland macht das transatlantische Bündnis laut einem der ranghöchsten deutschen Offiziere verwundbar für einen russischen Angriff auf Nato-Gebiet. Der Streit riskiere, die Abschreckungsfähigkeit der Nato zu schwächen, indem er ihren Zusammenhalt untergrabe, sagte Generalleutnant Alexander Sollfrank, Befehlshaber des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr, in einem Interview. "Die Stärke [der Nato] ist 'Einer für alle, alle für einen'. Wenn das bricht, ist die Kernidee dahin", sagte Sollfrank. Zusammenhalt wird oft als das strategische Gravitationszentrum der Nato bezeichnet - ihre Fähigkeit, als eine Einheit zu handeln, obwohl sie aus 32 Ländern besteht.
Bessent verteidigt Position Trumps zum geplanten Erwerb Grönlands
US-Finanzminister Scott Bessent hat die Position von US-Präsident Donald Trump zum geplanten Erwerb Grönlands verteidigt. Trump strebe den Erwerb der Insel an, um eine Verwicklung der USA in weitere Kriege zu vermeiden. "Wenn Dänemark es besitzt - was passiert, wenn Russland oder China einen Vorstoß machen? Dann sind wir Teil der NATO und werden hineingezogen. Wäre es nicht viel besser, Grönland im Voraus einfach an die USA abzutreten, damit es unter dem Schutz der USA steht?", sagte er im Podcast "War Room" von Steve Bannon.
Grönland ist Symptom für Ende der liberalen Weltordnung
Die Vorgänge um Grönland sind nach Ansicht des Wirtschaftshistorikers Adam Tooze ein Symptom für das Ende der liberalen Weltordnung, vor dem er selbst nach eigener Aussage seit über einem Jahrzehnt warnt. "Es bedeutet das Ende des Westfälischen Systems - jenes Vertrags von 1648, der die Prinzipien staatlicher Souveränität etablierte und die internationalen Beziehungen bis vor kurzem prägte", schreibt Tooze in einer Analyse. Das habe enorme Auswirkungen auf die Märkte. "Für Länder ohne Macht ist das keine gute Nachricht, denn es gibt kein internationales System, das sie mit Regeln stützt."
Supreme Court vertagt Entscheidung über Trump-Zölle am Dienstag
Der Oberste Gerichtshof der USA hat seine Entscheidung den globalen Zöllen von US-Präsident Donald Trump vertagt. Die mit Spannung erwartete Entscheidung war nicht unter den am Dienstag veröffentlichten Urteilen des Supreme Court. Das Gericht prüft, ob Trump seine Befugnisse überschritten hat, indem er durch die Ausrufung eines Nationalen Notstandes den Kongress umging und den "International Emergency Economic Powers Act" (IEEPA) aus dem Jahr 1990 anwandte. Auf Grundlage dieses Gesetzes wurden Zölle auf nahezu jedes Land der Welt sowie separate Abgaben auf Kanada, Mexiko und China wegen Fentanyl-Schmuggels erhoben.
DJG/DJN/apo/sha
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