Trumps 1,5-Billionen-Hammer: Startet der Superzyklus bei diesen Rüstungs-Aktien?
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Manchmal reichen wenige Tage, um eine Branche neu zu vermessen. Vergangene Woche griffen US-Spezialkräfte in Venezuela ein, nahmen Präsident Nicolás Maduro fest und brachten ihn in die Vereinigten Staaten – begleitet von einer militärischen Machtdemonstration. Kurz darauf folgte der nächste Paukenschlag aus Washington: Donald Trump will den Verteidigungshaushalt der USA für das Haushaltsjahr 2027 auf 1,5 Billionen USD anheben.
Zur Einordnung: Gegenüber den für 2026 bewilligten rund 901 Milliarden USD entspräche das einem Plus von etwa 66 %. Selbst im Vergleich zum zuletzt beantragten Pentagon-Etat von gut 960 Milliarden USD läge der Zuwachs noch bei rund 56 %.
Vergleich der globalen Rüstungsausgaben
Bereits 2024 erreichten die globalen Militärausgaben mit 2,7 Billionen Dollar ein deutliches Rekordhoch. Da die USA allein fast 40 % dieses Volumens ausmachen, wirkt der geplante Sprung auf 1,5 Billionen Dollar wie ein Brandbeschleuniger für das weltweite Wettrüsten: Egal ob NATO-Partner oder China – der Zwang, die Budgets drastisch anzupassen, wird leider schwer zu vermeiden sein.
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So ist das US-Militär aufgebaut
Die US-Streitkräfte bestehen aus fünf Teilstreitkräften: Army (Bodentruppen mit Panzern und Artillerie), Navy (Flotte mit 11 Flugzeugträgern und Atom-U-Booten), Air Force (Kampfjets, Bomber, Drohnen), Marine Corps (amphibische Schnelleingreiftruppe) und der jüngsten Teilstreitkraft Space Force (Satelliten und Weltraumüberwachung). Das meiste Beschaffungsgeld fließt in Luftfahrt und Raumfahrt (rund 35 %), gefolgt von Raketen und Munition (ca. 18 %) sowie Aufklärung, Kommunikation und Cyber (ca. 20 %). Die wichtigsten Lieferanten: Lockheed Martin, RTX, Northrop Grumman, General Dynamics und Boeing.
Auch wenn der 1,5 Billionen Dollar Plan bislang nur ein Vorschlag ist, der noch durch den Kongress muss, ist die Botschaft eindeutig: Die US-Regierung setzt auf eine massive Ausweitung militärischer Schlagkraft – finanziell, industriell und geopolitisch.
Hier setzt unsere Goldesel Topstory an. Wir zeigen, was hinter dem 1,5-Billionen-Plan steckt und vor allem, welche Unternehmen tatsächlich von einem möglichen neuen Rüstungs-Superzyklus profitieren könnten. Denn während in Washington von Rekordsummen die Rede ist, geraten Dividenden, Aktienrückkäufe und sogar Managergehälter unter Trumps politischen Druck. Für Anleger eine spannende Gemengelage: viel Geld im System, aber mit neuen Spielregeln.
Was streckt hinter Trumps Plan?
Trumps 1,5-Billionen-Vorstoß ist zunächst ein politisches Signal und noch kein beschlossener Haushalt. Für das Fiskaljahr 2027 liegt bislang nur ein Vorschlag der Exekutive auf dem Tisch, der durch beide Kammern des Kongresses muss, wo die Mehrheiten knapp und selbst innerhalb der Republikaner nicht geschlossen sind. Der Sprung wäre historisch: Gegenüber den bewilligten rund 901 Milliarden USD für 2026 entspräche das einem Plus von etwa zwei Dritteln, wie es in dieser Größenordnung zuletzt zu Zeiten großer Kriegsanstrengungen vorkam.
Trump verweist auf höhere Zolleinnahmen als Finanzierungsquelle, doch Haushalts- und Defizitexperten halten diese Rechnung für fragil. Selbst optimistische Schätzungen kommen zu dem Ergebnis, dass ein Großteil der zusätzlichen Ausgaben kreditfinanziert wäre – mit langfristigen Folgen für Defizit, Zinslast und fiskalische Spielräume. Ratingagenturen warnen bereits, dass ein derartiger Budgetschub die strukturellen Probleme des US-Haushalts eher verschärfen als lösen dürfte.
Hinzu kommt: Auch die Industrie kann das Geld nicht beliebig schnell „absorbieren“. Produktionsketten sind angespannt, Fachkräfte fehlen, viele Programme laufen über Jahre. Genau deshalb verschiebt sich der Fokus nun von schierer Auftragsfantasie hin zur Frage, wer tatsächlich Kapazitäten aufbauen, Lieferketten stabilisieren und den politischen Druck auf Renditen aushalten kann – und wer am Ende trotz Rekordbudgets auf der Strecke bleibt.
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Sieben Gewinner-Aktien für Trumps Pläne
RTX Corp. – Der Riese für Zivil und Militär
RTX ist das technologische Rückgrat der westlichen Luftverteidigung und Luftfahrt. Der Konzern liefert mit dem „Patriot“-System den Goldstandard der Raketenabwehr und dominiert über die Tochter Pratt & Whitney das Geschäft mit Flugzeugtriebwerken (z. B. für die F-35). RTX ist kein reiner Rüstungskonzern, sondern profitiert dual von der Erholung der zivilen Luftfahrt und dem globalen Rüstungsboom.
Finanziell besticht RTX durch Masse: Mit einem Rekordauftragsbestand von über 220 Milliarden USD ist die Auslastung über Jahre gesichert. Der Jahresumsatz liegt über der Marke von 80 Milliarden USD, wobei das Unternehmen zuletzt eine bereinigte Gewinnsteigerung (EPS) im hohen einstelligen Bereich auswies. Die Aktie reagierte auf die Trump-Pläne euphorisch, da Luftverteidigung („Air Defense“) in jedem Szenario Priorität genießt.
Strategisch ist RTX der Hauptgewinner der „Nachschub“-Logik: Lagerbestände an Abfangraketen müssen weltweit aufgefüllt werden. Risiken liegen in den komplexen Lieferketten der Triebwerke, die jedoch langsam abebben.
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RTX ist bereits stark gelaufen. Die Aktie hat sich an einer Trendlinie vom April-Tief immer wieder nach Norden orientiert. Zwischen 180 und 182,50 USD verläuft die nächste Unterstützung, an der man sich die Reaktion genauer anschauen könnte.
Northrop Grumman – High-Tech für nukleare Abschreckung
Northrop Grumman ist der Spezialist für strategische Abschreckung. Das Unternehmen baut mit dem B-21 „Raider“ den ersten Stealth-Bomber der sechsten Generation und ist führend bei Interkontinentalraketen (Sentinel-Programm) sowie Weltraumüberwachung. Wenn es um den „High-End“-Konflikt gegen Großmächte wie China geht, ist Northrop die erste Adresse.
Finanziell liegt der Fokus auf Langfristigkeit: Der Umsatz wächst stabil im mittleren einstelligen Bereich und beträgt aktuell ca. 41 Milliarden USD. Besonders spannend ist das Segment „Space Systems“, das mittlerweile fast ein Drittel der Erlöse beisteuert und schneller wächst als der Konzernschnitt.
Strategisch ist Northrop fast unersetzbar, da kaum ein anderer Anbieter die Kapazitäten für Projekte wie den B-21 hat. Das Risiko sind Kostenüberschreitungen bei diesen Megaprojekten, die oft Jahre dauern.
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Die Aktie von Northrop Grumman ist zuletzt am Allzeithoch aus Oktober letzten Jahres gescheitert, die Price-Action ist zuletzt eher unschön und der Kurs sehr volatil. Sollte die Aktie in den Unterstützungsbereich zwischen 536 und 545 USD zurücksetzen oder bereits auf die 200-Tagelinie reagieren, könnte man sich positionieren.
General Dynamics – Panzer, U-Boote & Privatjets
General Dynamics versorgt sowohl Land- wie auch Wasser-Streitkräfte. Die Sparte „Combat Systems“ liefert den Abrams-Panzer und ist entscheidend für die Produktion von 155mm-Artilleriemunition, an der es weltweit mangelt. Parallel dazu ist GD mit „Electric Boat“ der wichtigste Bauer von Atom-U-Booten (Columbia-Klasse) für die US Navy.
Ein spannender Mix: Während die Rüstungssparte boomt, sorgt die zivile Tochter „Gulfstream“ (Privatjets) für hohe Margen. GD erzielte zuletzt einen Umsatz von rund 46 Milliarden USD bei einer operativen Marge von starken 10,2 % im Defense-Sektor. Der Auftragsbestand im Marine-Segment ist auf einem Allzeithoch, getrieben durch den strategischen Fokus der USA auf den Indopazifik.
Strategisch profitiert GD doppelt: Kurzfristig durch den Munitionshunger (Ukraine/Israel), langfristig durch den U-Boot-Bau gegen China. Ein sehr robustes Geschäftsmodell.
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General Dynamics pendelt seit Herbst letzten Jahres in einer Range zwischen 327 und 363,50 USD. Sowohl ein Ausbruch über 363,50 als auch ein Rücksetzer in Richtung 330 USD könnten für etwaige Einstiege genutzt werden.
L3Harris – der Cashflow-Profiteur
L3Harris Technologies ist ein US-Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungstechnologiekonzern, der missionskritische Systeme für staatliche und kommerzielle Kunden liefert. Dazu gehören elektronische Kampfführung, Aufklärungs- und Überwachungstechnik, Satelliten- und Raumfahrtlösungen sowie – seit der Übernahme von Aerojet Rocketdyne – Feststoffraketenmotoren für Systeme wie PAC-3 und GMLRS. L3Harris verantwortet dabei komplette Großprojekte und ist nicht nur als reiner Zulieferer tätig.
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte L3Harris ein EBIT von 2,44 Milliarden USD bei einem Umsatz von 21,98 Milliarden USD. Der Free Cashflow lag bei rund 2,66 Milliarden USD, was einer Free-Cashflow-Rendite von etwa 5,5 % entspricht. Die Aktie legte in dieser Woche um rund 10 % zu – ausgelöst durch Trumps Vorstoß für einen 1,5-Billionen-Verteidigungshaushalt.
Strategisch profitiert L3Harris vom strukturellen Raketen- und Munitionshunger der NATO und vom Ausbau neuer US-Satellitenprogramme zur Raketenwarnung. Risiken bleiben Budgetstreitigkeiten in Washington und der notwendige Kapazitätsaufbau in der Produktion. Aber unterm Strich ist L3Harris ein solider Profiteur eines möglichen Rüstungs-Superzyklus.
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Die Aktie von L3Harris ist den anderen Titeln bereits in einem voraus: Der Ausbruch hat schon fulminant stattgefunden. Der letzte Widerstand bei 308 USD wurde unter hohem Volumen gebrochen und die Aktie arbeitet an der 340 USD-Marke. Ein Rücksetzer auf das Ausbruchsniveau bei 308 USD oder ein Gap-Close bei 304,75 USD wären spannend.
Kratos: Hightech-Gewinner mit hohem Risiko
Kratos Defense & Security Solutions ist ein US-Verteidigungstechnologie-Unternehmen, das sich auf unbemannte Kampfsysteme, Hyperschall-Testplattformen, Raketen- und Mikrowellenelektronik sowie militärische Kommunikationslösungen spezialisiert hat. Das wichtigste Produkt ist die Kampfdrohne Valkyrie, ein sogenanntes „Collaborative Combat Aircraft“, das bereits fliegt, in Serie produziert wird und unter anderem an Airbus für ein deutsches Luftwaffenprojekt geliefert wird. Kratos positioniert sich damit in genau jenen Segmenten, die in den kommenden Jahren strukturell wachsen dürften.
Im dritten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 26,3 % auf 347,6 Millionen USD, das bereinigte EBITDA legte um 22,7 % zu. Besonders stark wuchs die Drohnen-Sparte mit plus 35,8 %. Für 2026 erwartet das Management nun 15-20 % Wachstum, für 2027 bis zu 23 %, getragen von Drohnen-, Hyperschall- und Raketenprogrammen. Das 2025er EBIT lag bei nur 32 Millionen USD – soll aber im Jahr 2028 bis auf über 200 Millionen USD anwachsen. Das ist eine Ansage.
Die Kehrseite: Der Free Cashflow lag im dritten Quartal bei –41,3 Millionen USD. Kratos investiert massiv in neue Produktionskapazitäten und ist stark von politischen Programmen abhängig. Nach einem Kursanstieg von über 100 % in sechs Monaten ist die Aktie ein spekulativer Hebel – mit hoher Volatilität, falls Aufträge ins Stocken geraten oder Engpässe entstehen sollten.
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Der Ausbruch der Kratos-Aktie über das letzte Allzeithoch bei rund 113 USD ist bereits erfolgt. Wirkliche Unterstützungszonen lassen sich hier nicht ausmachen. Rücksetzer in Richtung 95 oder 80 USD könnten für etwaige Einstiege in Erwägung gezogen werden.
Palantir – Die KI-Zentrale des Pentagons
Palantir ist kein klassischer Rüstungskonzern, sondern der Datenlieferant hinter den Kulissen. Das Unternehmen entwickelt Softwareplattformen, die riesige Datenmengen aus verschiedensten Quellen – Satelliten, Drohnen, Sensoren, Geheimdienstberichte – in Echtzeit zusammenführen und auswertbar machen. Für das US-Militär ist Palantir längst unverzichtbar: Die Plattform „Gotham“ unterstützt Geheimdienste und Spezialkräfte, während „Foundry“ zunehmend in der Logistik und Einsatzplanung zum Einsatz kommt.
Der strategische Hebel liegt in der KI-Integration: Mit der neuen „Artificial Intelligence Platform“ (AIP) positioniert sich Palantir als Bindeglied zwischen klassischer Verteidigungstechnologie und moderner KI. Wenn Trump Milliarden in Raketenabwehr, Drohnenschwärme und vernetzte Gefechtsführung investieren will, braucht es genau diese Software, um die Systeme zu orchestrieren. CEO Alex Karp spricht von einem „transformationalen Effekt“ der KI auf das gesamte Geschäft.
Im dritten Quartal 2025 wuchs der Umsatz um 63 Prozent auf 1,18 Milliarden USD. Besonders stark legte das US-Geschäft zu: Der Umsatz mit US-Regierungskunden stieg um 52 Prozent auf 486 Millionen USD. Der Gesamtvertragswert (Total Contract Value) erreichte mit 2,76 Milliarden USD ein Rekordniveau – ein Plus von 151 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die operative Marge (bereinigt) liegt bei beeindruckenden 51 Prozent.
Die Kehrseite: Palantir ist mit einem KGV von über 150 extrem hoch bewertet. Die Aktie preist bereits viel Wachstumsfantasie ein. Sollte das Pentagon-Budget nicht wie geplant steigen oder Aufträge verzögert werden, droht erhebliche Volatilität. Für risikofreudige Anleger bleibt Palantir dennoch der spannendste „Software-Hebel“ auf den Rüstungsboom.
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Die Palantir-Aktie kann ihre hohe Bewertung noch halten. Die Marke der runden 170 USD hat zuletzt mehrfach gehalten und die neuen geplanten Ausgaben der US-Regierung dürften weiter für neue Aufträge sorgen. Sollte die Aktie die 170 USD nicht halten könnten, rückt der Bereich um 150 USD in den Fokus – hier konnte die Aktie zuletzt Ende November 2025 drehen.
Lockheed Martin – Der Platzhirsch unter Druck
Lockheed Martin ist der größte Rüstungskonzern der Welt und quasi das Rückgrat der US-Streitkräfte. Das Unternehmen baut die F-35 Lightning II (das teuerste Waffensystem der Geschichte), Sikorsky-Hubschrauber, Raketenabwehrsysteme wie THAAD und PAC-3 sowie Hyperschallwaffen und Satelliten. Wenn Trump von einem „Golden Dome for America“ spricht – einer integrierten Raketenabwehr über dem gesamten Kontinent – ist Lockheed der logische Hauptauftragnehmer.
Im dritten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 9 Prozent auf 18,6 Milliarden USD. Die Sparte „Missiles and Fire Control“ wuchs mit 14 Prozent besonders stark, getrieben vom Hochfahren der PAC-3-Produktion und neuer Marschflugkörper-Programme (JASSM, LRASM). Der Auftragsbestand erreichte mit 179 Milliarden USD einen Rekordwert – mehr als zweieinhalb Jahre Arbeit. CEO Jim Taiclet sprach von einer „beispiellosen Nachfrage“ und kündigte massive Investitionen in Produktionskapazitäten an.
Finanziell ist Lockheed ein Cashflow-Monster: Der freie Cashflow lag im dritten Quartal bei 3,3 Milliarden USD. Das Unternehmen erhöhte die Dividende zum 23. Mal in Folge und stockte das Aktienrückkaufprogramm um 2 Milliarden USD auf. Für 2025 erwartet das Management einen Umsatz von rund 74,5 Milliarden USD bei einem bereinigten Gewinn von etwa 22 USD je Aktie.
Das Risiko: Lockheed steht im Zentrum von Trumps politischem Druck. Die angekündigten Einschränkungen bei Dividenden und Buybacks treffen den Konzern direkt. Zudem laufen mehrere Programme mit Kostenüberschreitungen, und die F-35-Lieferkette bleibt angespannt. Als defensiver Basiswert im Rüstungssektor bleibt Lockheed dennoch gesetzt – mit weniger Upside als kleinere Player, aber auch weniger Absturzrisiko.
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Lockheed Martin hat von den hier vorgestellten Aktien noch den weitesten Weg zu alten Hochs zu gehen. Die Erholung hat hier zwar auch schon ein gutes Stück Weg hinter sich gebracht, allerdings ist erst vor kurzem der Ausbruch über 516,30 USD erfolgt. Ein Rücksetzer auf die Zone zwischen 508 und 516,30 USD könnte für einen mittelfristigen Einstieg interessant sein.
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Fazit: Superzyklus mit Bremsen
Trumps 1,5-Billionen-Vorstoß ist ein massiver Sentiment- und Orderbuch-Katalysator für die gesamte Rüstungsbranche. Die Botschaft ist klar: Die USA wollen ihre militärische Dominanz ausbauen, und dafür fließt Geld – viel Geld. Für Anleger eröffnet das Chancen, die es in dieser Form seit Jahrzehnten nicht gab. Doch der Superzyklus kommt mit Bremsen:
- Politischer Prozess: Der 1,5-Billionen-Haushalt ist bislang nur ein Vorschlag. Der Kongress muss autorisieren, die Mehrheiten sind knapp, und die Finanzierung über Zölle ist fragwürdig.
- Industriekapazität: Selbst wenn das Geld fließt, kann die Branche es nicht beliebig schnell absorbieren. Fachkräfte fehlen, Lieferketten sind angespannt, viele Programme laufen über Jahre.
- Politischer Druck auf Renditen: Trump hat Einschränkungen bei Dividenden und Aktienrückkäufen angekündigt, solange die Produktion nicht schneller hochfährt – das trifft vor allem die großen Prime-Contractors.
Der strukturelle Rückenwind für Rüstungsaktien ist real. Ob Venezuela-Einsatz, Ukraine-Krieg, China-Konfrontation oder der jüngste Eingriff in Syrien – die geopolitischen Spannungen treiben die Nachfrage nach Verteidigungstechnologie weltweit. Trumps Budget-Vorstoß verstärkt diesen Trend massiv. Wer in diesem Sektor investiert, sollte jedoch einen langen Atem mitbringen und die politischen Risiken nicht unterschätzen.
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