Taiwan: Frisches Futter für die KI-Hausse
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Taiwans Exportaufträge sind im Juni um 59,4 % gegenüber dem Vorjahr auf den Rekordwert von 95,3 Mrd. US-Dollar gestiegen und übertrafen damit sämtliche Bloomberg-Prognosen. Haupttreiber bleibt die ungebrochen starke Nachfrage nach KI-Infrastruktur: Technologieaufträge legten um 76,9 % zu und lieferten 55,7 Prozentpunkte des gesamten Wachstums. Besonders dynamisch entwickelten sich Aufträge für Informations- und Kommunikationsprodukte wie Server (+82 %) sowie elektronische Komponenten, insbesondere Halbleiter (+80 %).
Regional stachen die USA mit einem Auftragsplus von 83,6 % hervor, gefolgt von Europa mit 53,9 %. Die Zahlen unterstreichen, dass der globale Investitionszyklus rund um Künstliche Intelligenz weiterhin auf Hochtouren läuft und Taiwan als zentraler Halbleiter- und Serverstandort davon erheblich profitiert. Auch Nicht-Technologieprodukte legten mit 13,5 % zu, angeführt vom Maschinenbau (+17,8 %).
Da Exportaufträge den tatsächlichen Ausfuhren in der Regel vorauslaufen, sprechen die Daten für eine anhaltend robuste Exportentwicklung in den kommenden Monaten. Gleichzeitig bleibt die starke Abhängigkeit vom KI-Sektor ein Risiko: Eine Abschwächung der globalen KI-Investitionen oder geopolitische Spannungen könnten den derzeitigen Wachstumsschub rasch bremsen.
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