STABILUS startet schwach ins neue Geschäftsjahr
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- Stabilus SE - WKN: STAB1L - ISIN: DE000STAB1L8 - Kurs: 18,440 € (XETRA)
Das bereinigte EBIT ging auf 29,3 Mio. EUR (Vorjahr 37,8 Mio. EUR) zurück, was einer Marge von 10,1% entspricht. Im Vorjahr hatte Stabilus noch 11,6% erreicht. Positiv entwickelte sich dagegen der bereinigte Free Cashflow, der sich auf 23,9 Mio. EUR nahezu verdreifachte. Mehr als ein Drittel des Umsatzrückgangs ist auf negative Währungseffekte zurückzuführen, operativ belastete vor allem das schwache Automotive-Geschäft in China.
Auf vergleichbarer Basis verzeichnete Stabilus einen organischen Umsatzrückgang von 7,0%, hinzu kamen negative Währungseffekte von 3,7%. Besonders deutlich fiel der Rückgang in der Region Asien-Pazifik aus, wo sich die Eintrübung des chinesischen Automobilmarktes erneut bemerkbar machte. Während das Geschäft in EMEA mit 123,6 Mio. EUR nahezu stabil blieb, sanken die Erlöse in den Americas moderat auf 107,2 Mio. EUR. APAC verzeichnete einen Einbruch auf 60,3 Mio. EUR nach 86,9 Mio. EUR im Vorjahresquartal.
Konzernchef Michael Büchsner sieht das Unternehmen dennoch auf Kurs. Das seit September laufende Transformationsprogramm verlaufe planmäßig, gleichzeitig halte Stabilus an Investitionen in neue Produkte fest, um die Pipeline langfristig zu stärken. Der strategische Fokus liege darauf, die Widerstandsfähigkeit des Konzerns in einem zyklisch schwierigen Umfeld zu erhöhen.
EMEA stabilisiert Ergebnis, APAC bleibt Problemzone
Die regionale Ergebnisentwicklung fiel uneinheitlich aus. In EMEA gelang es Stabilus, die bereinigte EBIT-Marge um 1,9 Prozentpunkte auf 10,8% zu steigern, getragen von Kosten- und Effizienzmaßnahmen. In den Americas rutschte die Marge dagegen auf 4,7% ab, belastet durch höhere Personalkosten und den schwachen US-Dollar. In APAC blieb die Profitabilität mit 18,1% zwar auf hohem Niveau, konnte den deutlichen Umsatzrückgang jedoch nicht kompensieren.
Finanzvorstand Andreas Jaeger verweist auf die spürbaren Effekte der eingeleiteten Programme. Trotz rückläufiger Erlöse sei es gelungen, den Cashflow deutlich zu verbessern und die Ergebnisqualität zu sichern. Gerade in einem volatilen Umfeld gewinne die Cash-Generierung an Bedeutung.
Nach Marktsegmenten zeigte sich ein differenziertes Bild. Aerospace, Marine & Rail legte um 16% zu und bestätigte seine Rolle als stabilisierender Faktor. Demgegenüber standen zweistellige Rückgänge in Automotive sowie im Bereich Energy & Construction. Auch Industrial Machinery entwickelte sich rückläufig, zeigte sich aber operativ robuster als das Automotive-Geschäft. Entsprechend sanken die Umsätze in den Automotive-Geschäftseinheiten Powerise und Gas Spring zweistellig, während Industrial Components vergleichsweise moderat nachgaben.
Trotz des schwachen Starts hält Stabilus an seiner Jahresprognose fest. Für 2026 erwartet der Konzern weiterhin einen Umsatz zwischen 1,1 Mrd. EUR und 1,3 Mrd. EUR, eine bereinigte EBIT-Marge von 10% bis 12% sowie einen bereinigten Free Cashflow von 80 Mio. EUR bis 110 Mio. EUR. Die Zahlen zum Auftaktquartal zeigen, wie stark das Geschäft derzeit von externen Faktoren abhängt. Die operative Stabilisierung in EMEA und der kräftige Cashflow sind ermutigend, doch die anhaltende Schwäche im Automotive-Sektor und die Währungsrisiken bleiben zentrale Belastungsfaktoren.
Fazit: Anleger dürften von den heutigen Zahlen kaum begeistert sein. Positiv ist jedoch, dass der Ausblick Bestand hat und offenbar bewusst konservativ formuliert wurde. Sollte die Restrukturierung planmäßig voranschreiten, nehmen die Chancen gegenüber den Risiken allmählich zu, auch wenn kurzfristig ein klarer Impuls für steigende Kurse fehlt. Vorerst bleibt die Stabilus-Aktie ein Fall für die Watchlist. Die Gewinnschätzungen dürften noch ein paar Prozent nach unten Luft haben. Im Grunde ist die Aktie aber schon heute sehr billig zu haben.
Weitere Analysen & News zur Aktie unserer Redaktion findest Du hier.
| Jahr | 2025 | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. EUR | 1,30 | 1,26 | 1,33 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 2,25 | 3,00 | 3,28 |
| KGV | 8 | 6 | 6 |
| Dividende je Aktie in EUR | 0,35 | 0,77 | 0,90 |
| Dividendenrendite | 1,89% | 4,16% | 4,86% |
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*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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