Analyse
16:20 Uhr, 23.10.2026

SILBER im freien Fall: Die 50-USD-Marke rückt näher

Am Donnerstag verlor Gold 2,5 %, Silber sogar 5,1 %. Charttechnisch hat sich das Bild bei Silber deutlich eingetrübt. Nach dem Bruch wichtiger Unterstützungen rückt nun die Marke von 50 USD je Feinunze in den Fokus. Wie tief kann die Korrektur noch gehen?

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: XC0009653103Kopiert
    Kursstand: 53,081 $/oz. (GBE brokers) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
  • ISIN: DE000MK9HAR1Kopiert
    Kursstand: 16,520 € (Morgan Stanley) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • Silber - WKN: 965310 - ISIN: XC0009653103 - Kurs: 53,081 $/oz. (GBE brokers)
  • Call auf Silber - WKN: MK9HAR - ISIN: DE000MK9HAR1 - Kurs: 16,520 € (Morgan Stanley)
  • Put auf Silber - WKN: MN2YM1 - ISIN: DE000MN2YM15 - Kurs: 15,040 € (Morgan Stanley)
  • Gold - WKN: 965515 - ISIN: XC0009655157 - Kurs: 3.993,20 $/oz. (GBE brokers)

Herzlich willkommen in der Welt der Rohstoffe! Heute schauen wir aus aktuellem Anlass auf die Edelmetalle. Diese standen in den vergangenen Tagen erneut unter Druck. Gold verlor am Donnerstag 2,5 %, Silber sogar 5,1 %. Vor allem bei Silber beschleunigt sich die Abwärtsbewegung. Die Bullen geraten zunehmend in Bedrängnis, während sich für Trader weitere charttechnische Verkaufssignale ergeben.

Silber unter Druck, 50 USD als nächstes Kursziel

Silberpreis je Feinunze Chartanalyse (Wochenchart)
Statischer Chart
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Der Preis für eine Feinunze Silber rutschte bereits in der Vorwoche unter die Marke von 60 USD je Feinunze und fiel anschließend auf ein Dreimonatstief bei 55,40 USD. Dieses Tief wurde in der laufenden Woche unterschritten. Damit notiert eine Feinunze Silber wieder auf einem Niveau, das zuletzt im November 2025 zu beobachten war.

Aus charttechnischer Sicht rückt nun sogar die Marke von 50 USD als nächstes Kursziel in den Fokus. Angesichts der beschleunigten Abwärtsbewegung und der zunehmend negativen Chartsignale halte ich dieses Szenario für durchaus realistisch.

Zur Erinnerung: Bereits Ende August geriet Silber in eine Abwärtsbewegung, nachdem sich die 200-Tage-Linie als Widerstand erwiesen hatte. Der Wochenchart verdeutlicht diese Schwäche. Im Vergleich zu Gold entwickelt sich Silber damit deutlich schlechter. Das zeigt auch der Blick auf das Gold-Silber-Verhältnis, das am Freitagmorgen bei 74,50 liegt. Ein derart hohes Niveau wurde zuletzt im November 2025 erreicht.

Gold belastet, industrielle Nachfrage schwächelt

Das jüngste Tief bei Silber fiel zeitlich mit dem Tief bei Gold zusammen, das im Anschluss an die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten markiert wurde. Silber vollzieht die Preisentwicklung bei Gold häufig überproportional nach.

Hinzu kommen eingetrübte fundamentale Aussichten: Nach Prognosen des Silver Institute und von Metals Focus dürfte die industrielle Silbernachfrage 2026 zurückgehen. Besonders die Nachfrage aus der Photovoltaik belastet die Perspektiven. Der hohe Silberpreis fördert Einsparungen beim Materialeinsatz und die Substitution durch andere Rohstoffe. Das könnte den Preisdruck zusätzlich verstärken.

Diese Marken sollten Trader jetzt im Blick behalten

Ich gehe davon aus, dass der Silberpreis vorerst unterhalb von 60 USD bleibt. Ein Test der 50-USD-Marke erscheint mir angesichts der aktuellen Dynamik realistisch. Das ist zwar kein ausgemachtes Szenario, sollte angesichts der jüngsten Kursverluste aber auf dem Radar bleiben.

Für kurzfristig orientierte Trader sind folgende Marken besonders wichtig:

  • 60,00 USD: Die ehemalige Unterstützungszone ist jetzt als Widerstand zu betrachten. Erst eine nachhaltige Rückeroberung würde das charttechnische Bild aufhellen.
  • 54,73 USD: Das bisherige Jahrestief, ohne Berücksichtigung der jüngsten Wochenkurse. Ein Bruch dieser Marke auf Wochenschlusskursbasis würde die Abwärtsbewegung bestätigen.
  • 50,00 USD: Die nächste psychologisch wichtige Kursmarke und ein potenzieller Unterstützungsbereich.

Mein Fazit: Mit Blick auf den Preis für eine Feinunze Silber bleibt Vorsicht angesagt! Silber steht charttechnisch unter Druck. Der Bruch wichtiger Unterstützungen, die Schwäche gegenüber Gold und die eingetrübten Aussichten für die industrielle Nachfrage sprechen kurzfristig für eine Fortsetzung der Korrektur. Die Marke von 50 USD je Feinunze rückt damit als nächstes Kursziel in den Fokus.

Für Trader bleibt die Lage spannend, aber riskant. Wer auf weiter fallende Kurse setzt, sollte mögliche Gegenbewegungen und abrupte Richtungswechsel einkalkulieren. Ein nachhaltiger Anstieg über 60 USD würde das negative Szenario dagegen deutlich entschärfen.

Strategien

Auf den Basiswert Silber gibt es mehrere Derivate, mit denen Du auf steigende oder fallende Kurse spekulieren kannst. Nachfolgend zwei mögliche Ansätze:

Long (Spekulation auf steigende Kurse): Call Warrant (Optionsschein) – Basis: 36,50 USD – Laufzeit bis: 18.6.2027 – Hebel: 2,4 – ISIN: DE000MK9HAR1

Short (Spekulation auf fallende Kurse): Put Warrant (Optionsschein) – Basis: 67,00 USD – Laufzeit bis: 17.12.2027 – Hebel: 2,2 – ISIN: DE000MN2YM15

Das Team

Der Optionsscheine Expert Trader verfolgt regelmäßig die Kurse deutscher und internationaler Einzelwerte und Indizes und spricht bei Bedarf konkrete Kauf- und Verkaufsanregungen aus, die Leser des Optionsscheine Expert Trader unmittelbar umsetzen können. Damit wird ein transparentes Trading gewährleistet. Seit der ersten Ausgabe des Optionsscheine Expert Trader im Oktober 2019 weisen rund 82 % der abgeschlossenen Positionen einen Gewinn aus. Hier findest Du Infos zum Produkt.

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: Gold (long)

Transparenzhinweis: Die im Artikel vorgestellten Derivate werden durch die Redaktion ausgesucht. Wir arbeiten aber mit ausgewählten Emittenten zusammen, die mit der stock3 AG in einer Geschäftsbeziehung stehen.

Bitte beachte: Der Handel mit Derivaten ist mit einem erheblichen Risiko verbunden und kann unter Umständen zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen.

Offenlegung der Chefredaktion der stock3 AG wegen möglicher Interessenkonflikte

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