Analyse
15:28 Uhr, 22.05.2026

SIEMENS ENERGY oder GE VERNOVA? Welche Aktie hat die Nase vorne?

GE Vernova wird deutlich höher bewertet als das deutsche Pendant Siemens Energy. Zu Recht? Hier beide Unternehme im direkten Vergleich und welche Aktie für welchen Anleger geeignet ist. Einen der Werte habe ich auch erst kürzlich im kurzfristigen AktienPuls360-Depot gekauft.

Erwähnte Instrumente

  • ISIN: DE000ENER6Y0Kopiert
    Kursstand: 174,860 € (XETRA) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • ISIN: US36828A1016Kopiert
    Kursstand: 1.043,810 $ (NYSE) - Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
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  • Siemens Energy AG - WKN: ENER6Y - ISIN: DE000ENER6Y0 - Kurs: 174,860 € (XETRA)
  • GE Vernova - WKN: A404PC - ISIN: US36828A1016 - Kurs: 1.043,810 $ (NYSE)

Wer dachte, "Hui, heute kommen ja die Siemens-Energy-Zahlen" hat vergessen, dass die Zahlen bereits kurz nach den GE-Vernova-Earnings (GE Vernova Earnings Deep-Dive exklusiv im AktienPuls360) vorab gemeldet wurden. Strombedarf steigt. Rechenzentren brauchen immer mehr Energie. Netze müssen ausgebaut werden. Transformatoren, Schaltanlagen, Gasturbinen, HVDC-Leitungen und Services werden zum Bottleneck. Beide Firmen mit sehr starken Aufträge, wachsenden Backlogs, besseren Margen und extrem starkem Cashflow. Daher gibts ein Update im direkten Vergleich.

Auftragseingang

Siemens Energy IR

Bei GE Vernova lag der Auftragseingang im ersten Quartal bei 18,3 Milliarden USD. Das entspricht einem organischen Wachstum von 71 %. Der gesamte Backlog stieg auf 163,3 Milliarden USD. Bei Siemens Energy lagen die Aufträge im Q2 bei 17,7 Milliarden EUR (+ 30 % YoY). Der Auftragsbestand erreichte 154 Milliarden EUR.

Gas Services

Bei GE Vernova boomt vor allem Power und Electrification. Power steht für Gasturbinen, Service und klassische Stromerzeugung. Der Umsatz stieg auf 4,97 Milliarden USD (organisches Wachstum von 10 %). Die Segment-EBITDA-Marge stieg von 11,6 auf 16,3 %. Die kombinierte Gas-Power-Position aus Backlog und Slot-Reservations stieg von 83 auf 100 GW. Das Management erwartet bis Jahresende mindestens 110 GW.

Bei Siemens Energy erzielte der Bereich Gas Services im Q2 Aufträge von 8,9 Milliarden EUR. Im Quartal wurden 12 GW gebucht. Die gesamten Commitments lagen bei 87 GW. Davon entfielen 24 GW auf Datacenter-bezogene Nachfrage.

Siemens Energy IR

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Eigene Grafik

Grid Technologies

Was bei GE Vernova Electrification ist, ist bei Siemens Energy Grid Technologies. GE Vernova erzielte im Segment Electrification einen Umsatz von 2,96 Milliarden USD. (organisch 29 % Wachstum). Die Marge stieg von 11,1 auf 17,8 %. Die Aufträge lagen bei 7,1 Milliarden USD. Das entspricht einem Book-to-Bill von ungefähr 2,5. Also mehr als doppelt so viele neue Aufträge wie Quartalsumsatz. Siemens Energy kommt bei Grid Technologies auf einen Umsatz von 3,1 Milliarden EUR (+ 12 %). Der Auftragseingang lag bei 7 Milliarden EUR (+42 %). Während GE Vernova bei Electrification eine sehr deutliche Margenausweitung verzeichnete, sank die Marge von 19,9 auf 17,1 %. Siemens Energy kommt auf ein Book-to-Bill von 2,3.

Siemens Energy IR

Margen & FCF

Bei GE Vernova stieg die adj. EBITDA-Marge auf Konzerneben von 5,7 auf 9,6 %. Der bereinigte EBITDA-Gewinn lag bei 896 Millionen USD nach 457 Millionen USD im Vorjahr. Das entspricht fast einer Verdopplung. Siemens Energy verbesserte die Marge vor Special Items von 9,1 auf 11,3 %.

GE Vernova erzielte im ersten Quartal einen Free Cashflow von 4,79 Milliarden USD (+ 391 %). Damit lag der Free Cashflow bereits über dem gesamten Free Cashflow des Jahres 2025.

Siemens Energy erzielte im Q2 einen Free Cashflow vor Steuern von 1,975 Milliarden EUR. Im Vorjahr waren es 1,390 Milliarden EUR (+42 %). Im H1 liegt der Free Cashflow vor Steuern bereits bei 4,844 Milliarden EUR, womit die alte Jahreszielspanne von 4 bis 5 Milliarden EUR praktisch schon nach sechs Monaten erreicht wurde.

Siemens Energy IR

Hier ist aber wichtig, dass bei Siemens Energy ein wesentlicher Teil der Cashflow-Stärke aus Vorauszahlungen und Timing-Effekten kam. Kunden leisten Vorauszahlungen, um sich Kapazitäten zu sichern. Das ist kurzfristig stark für den Cashflow, hängt aber eng an Auftragseingang und Projektstruktur.

Wind bleibt bei beiden die Baustelle

Bei GE Vernova fiel der Wind-Umsatz um 23 % auf 1,43 Milliarden USD (organisch - 25 %). Der Segmentverlust weitete sich auf 382 Millionen USD aus. Die EBITDA-Marge lag bei minus 26,7 %. Belastet haben niedrigere Onshore-Equipment-Volumina, Zolleffekte und höhere Offshore-Vertragsverluste.

Bei Siemens Energy sieht Siemens Gamesa operativ besser aus als im Vorjahr. Der Verlust vor Special Items sank im Quartal von minus 249 Millionen auf minus 44 Millionen EUR. Die Marge verbesserte sich von minus 9,2 auf minus 1,7 %.

Siemens Energy IR

Ausblick: Bei beiden Firmen angehoben

Beide hoben den Ausblick für 2026 an. Bei GEV soll der Umsatz nun bei 44,5 bis 45,5 Milliarden USD liegen (zuvor lag die Spanne bei 44-45 Milliarden USD). Die erwartete adj. EBITDA-Marge steigt auf 12 bis 14 %, nach zuvor 11 bis 13 %. Der Free-Cashflow-Ausblick wurde auf 6,5 bis 7,5 Milliarden USD erhöht, nach zuvor 5 bis 5,5 Milliarden USD.

Bei Siemens Energy soll das vergleichbare Umsatzwachstum nun bei 14 bis 16 % liegen (vorher waren es 11 bis 13 %). Die Marge vor Special Items soll 10 bis 12 % betragen, nach zuvor 9 bis 11 %. Der Free Cashflow vor Steuern soll bei rund 8 Milliarden EUR liegen, nach zuvor 4 bis 5 Milliarden EUR. Der Grund für diese erhebliche Anhebung liegt vor allem an Gas Services und Grid Technologies, wo man von starken Kundenanzahlungen profitiert.

GE Vernova oder Siemens Energy?

Am Ende läuft aber beides auf dieselbe Story hinaus. Der Strombedarf steigt schneller als die Infrastruktur nachkommt. Rechenzentren, Elektrifizierung, Netzengpässe und Reservekapazitäten erzeugen Nachfrage nach genau den Produkten, die GE Vernova und Siemens Energy liefern.

Aber GE Vernova steht für maximale operative Dynamik im Energieinfrastruktur-Zyklus, höheres Orders-Wachstum, stärkere Margenbeschleunigung in Power und Electrification, aber auch eine bereits sehr ambitionierte Bewertung. Forward-KGV von 69 bei einem durchschnittlichen Gewinnwachstum von 29 % p.a. über die nächsten drei Jahre.

Siemens Energy hat zwar die etwas weniger explosive Auftragsdynamik, dafür einen ebenfalls sehr starken Auftragsbestand, deutlich verbesserte Gamesa-Ergebnisse und höhere Kapitalrückflüsse. Das forward KGV liegt hier bei nur 39 und vor allem bei deutlich höherem durchschnittlichen Gewinnwachstum mit 68 % p.a. über die nächsten drei Jahre.

GEV wird wohl immer mit einem Aufschlag handeln, weil sie einfach eine US-Firma sind. Siemens Energy bleibt aber die fundamental attraktivere Wahl, wenngleich das Momentum bei GE Vernova stärker ist. Wieso nicht beides im Depot haben?

Charttechnische Einordnung von Rocco Gräfe

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