ORACLE will Anleger bald wieder zur Kasse bitten - Zahlen besser als erwartet
- Lesezeichen für Artikel anlegen
- Artikel Url in die Zwischenablage kopieren
- Artikel per Mail weiterleiten
- Artikel auf X teilen
- Artikel auf WhatsApp teilen
- Ausdrucken oder als PDF speichern
Die Kehrseite dieser Strategie zeigte sich unmittelbar nach Vorlage der Quartalszahlen: Trotz überraschend starker Geschäftszahlen verlor die Aktie im nachbörslichen Handel rund 10 %.
Der Grund für die Skepsis der Investoren liegt weniger in der Nachfrage als vielmehr in den enormen Finanzierungserfordernissen. Oracle kündigte an, im Geschäftsjahr 2027 rund 40 Mrd. USD über Fremd- und Eigenkapital aufnehmen zu wollen. Gleichzeitig soll der Kapitalaufwand für neue Rechenzentren und KI-Infrastruktur auf bis zu 95 Mrd. USD steigen. Damit wird deutlich, wie kapitalintensiv der Versuch geworden ist, sich als dritte große Kraft im Cloud-Geschäft neben Amazon Web Services und Microsoft Azure zu etablieren.
Die operative Entwicklung des Unternehmens bleibt allerdings beeindruckend. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Umsatz um 21 % auf 19,2 Mrd. USD und lag damit leicht über den Erwartungen der Analysten. Der bereinigte Gewinn erreichte 2,03 USD je Aktie und übertraf ebenfalls die Konsensschätzungen. Besonders dynamisch entwickelte sich erneut das Infrastrukturgeschäft. Die Umsätze im Bereich Cloud Infrastructure legten um 93 % zu, während die Cloud-Anwendungen um 10 % wuchsen. Für das Gesamtjahr überschritt Oracle erstmals die Marke von 67 Mrd. USD Umsatz.
