Analyse
16:00 Uhr, 23.07.2026

WOLTERS KLUWER – Übertreibt der Markt die KI-Angst?

Wolters Kluwer liefert Rekordzahlen, wächst organisch um 6 % und hat die Dividende seit über 30 Jahren nie gesenkt. Dennoch hat die Aktie rund zwei Drittel vom Hoch verloren und handelt zum niedrigsten Multiple ihrer Geschichte. Der Grund: die Angst, dass KI den Burggraben erodiert. Warum hier die Chance liegen könnte.

Ein Unternehmen meldet Rekordumsatz, steigert den Gewinn um 9 %, verdient auf jeden investierten Euro 18 Cent und verliert an der Börse zwei Drittel seines Wertes. Was nach einem Widerspruch klingt, ist aktuell die Realität bei Wolters Kluwer. Der niederländische Software- und Fachinformationskonzern ist zum Symbol einer ganzen Branchendebatte geworden: Frisst die KI ihre eigenen Zulieferer oder macht sie sie wertvoller denn je? Die Antwort auf diese Frage entscheidet, ob hier gerade eine der attraktivsten Value-Gelegenheiten des Jahres entsteht oder eine klassische Bewertungsfalle zuschnappt. Ich habe mir Zahlen, Bewertung, Dividende und die KI-Strategie im Detail angesehen und ziehe daraus mein Fazit.

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