Kommentar
12:24 Uhr, 09.04.2026

Satoshi Nakamoto tot? Experte rechnet mit Klärung der Identität in diesem Jahr

Nic Carter glaubt, dass die Identität von Satoshi Nakamoto mithilfe von KI noch 2026 geklärt werden könnte. Zugleich denkt er, der Bitcoin-Erfinder ist "nicht mehr unter uns".

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Ein Bericht der New York Times bringt Adam Back erneut als möglichen Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto ins Spiel. Als Hinweise nennt die Zeitung unter anderem Backs Rolle in der Cypherpunk-Szene, seine Arbeit an Hashcash sowie sprachliche Parallelen zu Satoshis Schriften. Für Investor Nic Carter greift diese These zwar zu kurz. Gleichzeitig macht er deutlich, dass er die Aufklärung der Satoshi-Identität inzwischen für näher hält denn je. Seiner Einschätzung nach könnte das Rätsel sogar noch in diesem Jahr gelöst werden.

Enttarnung noch 2026?

Für Nic Carter reicht die Beweislage der Zeitung nicht aus. In einem Beitrag auf X bezeichnet er die vorgebrachten Argumente als dünn und kritisiert, dass der Artikel keine wirklich neuen Erkenntnisse liefere. Stilometrische Analysen, also Rückschlüsse auf einen Autor anhand sprachlicher Muster, hält Carter zudem für anfällig und wenig belastbar.

Journalisten könne man kaum vorwerfen, nach der wahren Person hinter Bitcoin zu suchen, so Carter. Für ihn handelt es sich dabei um das größte Mysterium der Moderne. Zugleich betont er, dass eine Enttarnung reale Folgen für Satoshi, dessen Familie und mögliche Vertraute hätte. Seiner Ansicht nach könnte die Antwort noch in diesem Jahr gefunden werden.

KI soll das Satoshi-Rätsel lösen

Als Grund nennt Carter die rasanten Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz. Die Modelle seien inzwischen leistungsfähig genug, um die gewaltigen Datenmengen zu durchforsten, die für eine Identifikation nötig wären. Zudem sei der Kreis möglicher Kandidaten aus seiner Sicht ohnehin begrenzt. Laut Carter komme nur eine Gruppe von wenigen Hundert Personen ernsthaft infrage.

Besonders neue KI-Modelle, die auf Nvidia-Blackwell-Systemen trainiert werden, könnten diese Analyse auf ein neues Niveau heben. Carter deutet damit an, dass die Aufklärung weniger an fehlenden Spuren als an bislang unzureichender Auswertung gescheitert sein könnte.

Quantenrisiko als Ausschlusskriterium

Dass Carter trotzdem nicht an Adam Back als Satoshi glaubt, hat vor allem mit dem wachsenden Quantenrisiko für Bitcoin zu tun. Seiner Ansicht nach hätte ein lebender Satoshi längst reagiert. Hintergrund sind Millionen BTC in alten Adresstypen, bei denen ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer eines Tages die Private Keys ableiten könnte.

Aus Carters Sicht hätte Satoshi in diesem Fall eine besondere Verantwortung. Er könnte seine Coins auf sichere Adressen übertragen oder sie dauerhaft unbrauchbar machen, um das Risiko eines späteren Zugriffs und eines damit einhergehenden Crashs auszuschließen. Dass das bis heute nicht geschehen ist, spricht für Carter gegen die Vorstellung, dass Satoshi noch lebt und Bitcoin weiterhin wohlgesonnen beobachtet. Deshalb überzeugt ihn auch die Adam-Back-Theorie nicht. Nicht, weil Back fachlich ungeeignet wäre, sondern weil ein lebender Satoshi angesichts dieser Bedrohung kaum untätig bleiben würde.

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