Kommentar
16:34 Uhr, 08.06.2026

Mega-Outflows bei Spot ETFs: Geben Instis Bitcoin auf?

Die Bitcoin ETFs haben schon bessere Tage gesehen. Die abgelaufene Woche war so schlimm, wie lange nicht mehr. Was dahintersteckt.

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Die vergangene Handelswoche war für Bitcoin so schlecht wie lange nicht mehr. Nicht nur krachte die Kryptowährung von 72.000 auf zeitweise unter 60.000 US-Dollar, auch das institutionelle Interesse scheint rückläufig. Das zumindest lassen die Flowdaten der Bitcoin Spot ETFs vermuten.

Die US-Indexfonds erlebten die höchste Welle an Abflüssen seit fast anderthalb Jahren. Das zeigen Daten von SoSoValue. Insgesamt zogen Anleger knapp 1,72 Milliarden US-Dollar in der abgelaufenen Handelswoche ab. Am heftigsten traf es den BlackRock ETF (IBIT). Nur im Februar 2025 waren die Werte höher (2,61 Milliarden US-Dollar).

Die ETFs kämpfen bereits die vierte Woche in Folge mit heftigen Abflüssen. Kumuliert verloren die Indexfonds seit dem 15. Mai rund 5,4 Milliarden US-Dollar.

Das Momentum fehlt

Bitcoin fehle schlicht und ergreifend die Nachfrage, vor allem von institutioneller Seite, sagt André Dragosch vom Vermögensverwalter Bitwise gegenüber BTC-ECHO. “Signifikante Abflüsse aus US Bitcoin ETFs” seien hier einer der Haupttreiber für die aktuelle Marktlage.

Martin Leinweber vom Indexanbieter MarketVector sieht auch strukturelle Defizite. Bitcoins Ruf als sicherer Hafen in Krisenzeiten habe unter institutionellen Anlegern zuletzt stark gelitten. Es fehle schlicht das Momentum, so der Finanzexperte.

Andere Bereiche wie etwa Tech-Aktien seien aktuell einfach spannender für institutionelle Investoren. Weil die Gewinnmargen in dem Sektor aktuell höher sind, schichten viele Unternehmen um. Oder um es in Leinwebers Worten zu sagen: “Krypto blutet zugunsten von Nvidia und Co.”

Die Angst unter Bitcoin-Anlegern war selten größer als jetzt | Quelle: BTC-ECHO

Krypto-Anleger haben “extreme Angst”

Doch nicht nur die Kurse rutschen ins Bodenlose, sondern auch die Marktstimmung. So erreichte der Fear-and-Greed-Index kürzlich 8 Punkte und liegt damit unweit des Allzeittiefs vom Februar (5 Punkte).

Hier dürfte vor allem der Bitcoin-Verkauf von Strategy für Unsicherheit gesorgt haben. Kritiker sehen das Geschäftsmodell von Gründer Michael Saylor zunehmend bedroht. Der antwortete vor wenigen Augenblicken mit erneuten BTC-Akquisitionen.

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