Analyse
12:30 Uhr, 09.09.2026

SANDISK - KI-Boom ohne Ende?

SanDisk-Kunden sichern sich weiter große NAND-Mengen, weil der Speicherbedarf für KI-Inferenz schneller steigt als erwartet. Mit einer neuen Technologie will der Konzern Flash-Speicher künftig näher an die Grafikprozessoren bringen. Google, Meta und SK Hynix arbeiten bereits mit.

Beim Aufbau der KI-Infrastruktur stand bislang vor allem ein Speicherprodukt im Rampenlicht: High Bandwidth Memory, kurz HBM. Der besonders schnelle DRAM-Speicher sitzt unmittelbar an den KI-Beschleunigern und ist entsprechend teuer. Doch mit dem zunehmenden Einsatz von KI-Modellen wächst nun auch der Bedarf an deutlich größeren und günstigeren Speicherkapazitäten. SanDisk entwickelt hier hierfür HBF-Speicher, um davon zu profitieren.

Wie dynamisch sich die Nachfrage entwickelt, zeigt die Reaktion erster Großkunden. Zwei Abnehmer haben bereits bestehende Liefervereinbarungen erweitert. Einer verlängerte die Laufzeit, ein anderer erhöhte die zugesagte Menge erheblich. Nach Angaben von CFO Luis Visoso hatten dessen interne Modelle zum künftigen Einsatz von KI-Inferenz schon während der ersten Verhandlungen einen wesentlich höheren Speicherbedarf angezeigt.

Der Kunde entschied sich zunächst dennoch für einen kleineren Vertrag. Später sei er zurückgekehrt und habe erklärt: "Wir brauchen tatsächlich mehr und sind bereit, uns festzulegen." SanDisk konnte im Zuge der Erweiterung neben den Mengen auch die Preise anpassen.

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