SALESFORCE erklärt die "SaaSpocalypse" für beendet
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Während Investoren fürchten, KI-Agenten könnten etablierte Softwareplattformen verdrängen, setzt Konzernchef Marc Benioff auf das gegenteilige Szenario: Modelle wie Claude sollen Salesforce nicht ersetzen, sondern den Zugriff auf Daten, Anwendungen und Arbeitsabläufe grundlegend vereinfachen. Mit dem gemeinsam mit Anthropic entwickelten Claudeforce soll daraus nun ein neues Wachstumsmodell entstehen.
"Ich glaube, dass auf diese Weise künftig alle Unternehmenssysteme funktionieren werden", sagte Benioff im Rahmen der Zahlenvorlage. Claudeforce kombiniert die KI-Modelle von Anthropic mit den Kundendaten, Berechtigungen und Geschäftsprozessen innerhalb von Salesforce. Mitarbeiter sollen dadurch direkt in natürlicher Sprache auf Unternehmenswissen zugreifen, Analysen erstellen oder Anwendungen bauen können, ohne dafür aufwendige IT-Projekte starten zu müssen.
Die Markteinführung ist bereits für September zur Dreamforce-Konferenz vorgesehen. Salesforce will das Produkt über seine gesamte Vertriebsorganisation vermarkten und zugleich mit den Verkaufsteams von Anthropic zusammenarbeiten. Claudeforce soll allerdings nicht als günstige Zusatzfunktion angeboten werden. Kunden müssen auf höherpreisige Premium-Editionen wechseln. Chief Operating Officer Miguel Milano erwartet dadurch "eine neue Nachfragewelle".
