Analyse
07:30 Uhr, 16.09.2026

KLA ist der Gewinner hinter dem KI-Chipboom

Je teurer und komplexer ein Chip wird, desto kostspieliger ist jeder winzige Produktionsfehler. Genau daraus entsteht die besondere Stellung von KLA. Der US-Konzern liefert die Inspektions- und Messtechnik, mit der Halbleiterhersteller Defekte erkennen und ihre Ausbeute verbessern.

Auf der Technologie-Konferenz von Goldman Sachs gab sich das Management entsprechend selbstbewusst. Nach einem Umsatzplus von 12 % im Jahr 2024 und 19 % im Jahr 2025 soll KLA 2026 im niedrigen 20-%-Bereich wachsen. Gleichzeitig verbesserten sich die operativen Margen innerhalb von drei Jahren um mehr als 400 Basispunkte. Die inkrementelle operative Marge lag laut Finanzchef Bren Higgins am oberen Ende des Zielkorridors von 40 bis 50 % oder sogar leicht darüber.

Auch das Branchenumfeld hat sich schneller aufgehellt als erwartet. Im März hatte KLA die weltweiten Investitionen in Wafer-Fertigungsanlagen für 2026 noch auf 135 bis 140 Mrd. USD geschätzt. Mittlerweile rechnet das Unternehmen mit einem Volumen im niedrigen Bereich von 150 Mrd. USD, was gegenüber 2025 einem Anstieg im mittleren 20-%-Bereich entspräche. Mehr als 12 Mrd. USD Auftragsbestand geben KLA dabei hohe Planungssicherheit.

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