Ölpreise steigen weiter – Iran-Spannungen treiben Brent über 92 Dollar
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Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel weiter gestiegen, getrieben von anhaltenden US-Angriffen auf den Iran. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September legte um 1,4 Prozent auf 92,30 US-Dollar zu und setzt damit den Aufwärtstrend der vergangenen Tage fort. Nach einem Plus von fast einem Drittel in den vergangenen drei Wochen notiert Brent wieder auf dem Niveau von Mitte Juni.
In der zweiten Juni-Hälfte und Anfang Juli war der Preis angesichts der Hoffnung auf eine anhaltende Waffenruhe im Nahen Osten bis auf 70 Dollar gefallen. Diese Hoffnung hat sich zerschlagen; seither ziehen die Notierungen wieder deutlich an. Mit etwas über 90 Dollar liegen sie aber weiterhin spürbar unter dem Jahreshoch von rund 126 Dollar Ende April. Der starke Frühjahrsanstieg hing mit der Eskalation des Iran-Konflikts ab Ende Februar zusammen.
In der Nacht auf Mittwoch wurden in Teheran erneut Flugabwehrsysteme aktiviert, während die USA eine weitere Angriffswelle auf iranische Militärziele meldeten. Ziel sei es, die Fähigkeiten Irans zu schwächen, Handelsschiffe in der für den globalen Ölhandel wichtigen Straße von Hormus anzugreifen. Es war die elfte Nacht in Folge mit US-Attacken.
Am Ölmarkt bleibt der Iran-Konflikt der wichtigste Preistreiber. Parallel laufen Berichten zufolge diplomatische Bemühungen um eine neue Waffenruhe, die die Preise jedoch nur vorübergehend dämpften. Zusätzlich sorgen der Ukraine-Krieg und wiederholte Angriffe auf Anlagen der russischen Ölindustrie für anhaltende Angebots- und Risikoprämien.
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