Ölpreise behaupten hohes Niveau – Brent bei rund 100 Dollar
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Die Ölpreise haben sich am Freitag auf hohem Niveau zunächst kaum bewegt. Nach einer turbulenten Woche ist weiter keine Entspannung in Sicht. Die Freigabe von Ölreserven durch die Internationale Energieagentur hat bislang keine nachhaltige Entlastung gebracht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am Morgen 100,43 Dollar und damit drei Cent weniger als am Vortag.
Im Fokus steht die nahezu geschlossene Straße von Hormus. Die iranischen Revolutionsgarden halten an einer faktischen Blockade fest, den Angaben zufolge auf Anweisung des neuen Religionsführers Modschtaba Chamenei. Der Schiffsverkehr durch die für den Öltransport wichtige Meerenge ist nahezu zum Erliegen gekommen. Iran bleibt trotz massiver Angriffe zu Gegenschlägen und zur Störung der globalen Ölversorgung in der Lage.
Die US-Regierung versucht, dem Preisanstieg entgegenzuwirken: Um das weltweite Angebot zu verbessern, dürfen Länder vorübergehend russisches Öl kaufen, das sich bereits auf Schiffen befindet. Die befristete Ausnahme von Sanktionen gilt bis zum 11. April.
Die USA sind nach offiziellen Angaben derzeit noch nicht in der Lage, Tanker durch die Meerenge zu eskortieren. Die Marine soll dies relativ bald übernehmen können; aktuell seien militärische Ressourcen darauf ausgerichtet, die offensiven Fähigkeiten Irans zu schwächen.
Marktbeobachter sprechen von der bedeutendsten Unterbrechung der Ölversorgung seit den 1970er Jahren. Die Freigabe strategischer Reserven dürfte die Preise zwar von extremen Höhen fernhalten, voraussichtlich jedoch nur für kurze Zeit.
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