Ölpreis steigt, Anleihen fallen: Iran-Konflikt weiter ohne Fortschritt zur Lösung
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- Brent Crude Öl - WKN: 967740 - ISIN: XC0009677409 - Kurs: 105,185 $/bbl. (GBE brokers)
Der Ölpreis zog daraufhin an, während Aktien und Anleihen nachgaben. Die Sorge der Anleger: Bleiben die Energiepreise hoch, könnte auch der Inflationsdruck anhalten und die US-Notenbank zu weiteren Zinserhöhungen veranlassen.
Brent-Rohöl verteuerte sich am frühen Montagmorgen um rund 1,8 % auf etwa 106 USD je Barrel. Zugleich stieg die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen um fünf Basispunkte auf 4,90 %. Am Anleihemarkt bedeutet eine steigende Rendite fallende Kurse.
Damit kehrt sich ein Teil der Bewegung vom Freitag um. Dort hatten Erwartungen an eine schrittweise Vereinbarung zwischen Washington und Teheran den Ölpreis und die Anleiherenditen entlastet. Nun beharrt Iran auf seinen Bedingungen für eine Öffnung der Meerenge binnen sieben Tagen. Trump hält den Vorschlag für unzureichend. Die USA verlangen nach einem Bericht von Axios auch Zugeständnisse beim iranischen Atomprogramm, während Teheran die Straße von Hormus und die US-Seeblockade in den Mittelpunkt stellen will.
Trump rechnet dennoch mit weiteren Gesprächen
Eine Absage an Verhandlungen ist Trumps Zurückweisung allerdings nicht. In einem Telefoninterview mit Axios sagte der Präsident, er erwarte noch in dieser Woche neue Gespräche mit Iran. Vermittler aus Katar arbeiten dem Bericht zufolge weiter an einem Kompromiss. Irans Außenminister erklärte seinerseits, Teheran warte trotz Trumps öffentlicher Ablehnung noch auf eine offizielle Antwort über die Vermittler. Der diplomatische Kanal bleibt damit offen, auch wenn die Positionen derzeit sehr weit auseinanderliegen.
Am Ölmarkt richtet sich der Blick inzwischen verstärkt auf die kurzfristige Versorgung. Laut Bloomberg weitete sich der Preisaufschlag des nächstfälligen Brent-Kontrakts gegenüber dem folgenden Termin binnen einer Woche von etwa 4 auf 7,75 USD je Barrel aus. Das deutet auf eine besonders angespannte Einschätzung der nahen Liefermonate hin. Solange unklar bleibt, wann wieder mehr Öl und Gas die Straße von Hormus passieren können, dürfte jede Nachricht aus den Verhandlungen die Preise bewegen.
Fazit: Steigende Energiekosten können die Margen vieler Unternehmen belasten; höhere Anleiherenditen erhöhen zugleich die Finanzierungskosten und setzen Bewertungen unter Druck. Für die neue Börsenwoche bleibt die Hormus-Frage ein wichtiger kurzfristige Impulsgeber. Trumps Karotte bleiben die möglichen Gespräche schon am heutigen Montag.

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