NVIDIA überzeugt fundamental – doch der Markt zögert nach den Zahlen
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NVIDIA hat mit den gestern veröffentlichten Zahlen für das vierte Geschäftsquartal erneut geliefert, was viele Marktteilnehmer als „Monster-Earnings“ bezeichnen würden. Der Umsatz lag mit 68,1 Milliarden US-Dollar deutlich über den Konsensschätzungen von rund 65 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig stieg die Bruttomarge auf starke 75 Prozent, nach 73,5 Prozent im Vorquartal, was die hohe Preissetzungsmacht des Unternehmens unterstreicht. Besonders eindrucksvoll fiel der Ausblick aus: Für das laufende Quartal stellt NVIDIA Erlöse von rund 78 Milliarden US-Dollar in Aussicht, während der Markt zuvor eher mit etwa 72 Milliarden gerechnet hatte.
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Trotz dieses nahezu perfekten Zahlenwerks blieb die Reaktion der Aktie im nachbörslichen Handel überraschend verhalten. Zwar zog der Kurs zunächst an, gab einen Großteil der Gewinne jedoch wieder ab. Ein Grund dafür könnte in der zunehmend differenzierten Sicht der Investoren liegen, die weniger auf die nackten Zahlen, sondern stärker auf strukturelle Fragen blicken.
Positiv hervorgehoben wurde vom Management die zunehmende Diversifikation der Kundenbasis. Rund die Hälfte der Umsätze stammt weiterhin von großen Hyperscalern, doch gleichzeitig betonte NVIDIA den rasanten Anstieg der KI-Nutzung in Unternehmen. Die Verbreitung von KI-Agenten im Enterprise-Umfeld könnte mittelfristig dazu beitragen, die Abhängigkeit von einzelnen Großkunden zu reduzieren – ein Punkt, der lange als Risiko galt.
Auch auf der Angebotsseite sendete das Unternehmen beruhigende Signale. NVIDIA gab an, sich die notwendigen Kapazitäten gesichert zu haben, um die hohe Nachfrage über mehrere Quartale hinweg bedienen zu können. Bemerkenswert ist zudem, dass der starke Ausblick keine zusätzlichen Erlöse aus China unterstellt. Trotz anhaltender Handelsbeschränkungen rechnet NVIDIA also mit einem Umsatzwachstum von rund 13 Prozent allein aus anderen Regionen.
Fundamental präsentiert sich das Unternehmen in äußerst robuster Verfassung. Der Bestand an liquiden Mitteln ist innerhalb eines Jahres um rund 20 Milliarden US-Dollar auf 62,6 Milliarden gestiegen. Damit verfügt NVIDIA über erhebliche finanzielle Flexibilität, um Investitionen, Forschung und mögliche strategische Schritte weiter voranzutreiben.
Dass die Aktie bislang nicht stärker reagiert hat, dürfte mehrere Gründe haben. Zum einen hat NVIDIA den Technologiesektor in diesem Jahr bereits klar outperformt, wodurch ein Großteil der positiven Entwicklung vorweggenommen sein könnte. Zum anderen hatten einige Investoren offenbar auf eine Anhebung der bereits ambitionierten Umsatzpipeline von 500 Milliarden US-Dollar gehofft.
Insgesamt deutet die Marktreaktion darauf hin, dass Anleger derzeit zwar die außergewöhnliche operative Stärke von NVIDIA anerkennen, aber dennoch Zurückhaltung zeigen, neue Risiken einzugehen. Die Zahlen bestätigen die Solidität des Geschäftsmodells, reichen allein jedoch nicht aus, um unmittelbar eine neue Rally auszulösen.
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